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Bundesliga

  • 5. April 2015
  • • 15:30
  • • WWK Arena, Augsburg
  • Schiedsrichter: F. Meyer
  • • Zuschauer: 30660
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Christian Fuchs (r.) machte zunächst viel Dampf über links, wurde dann aber ausgewechselt

Europapokal-Remis: Kein Sieger zwischen Augsburg und Schalke

Christian Fuchs (r.) machte zunächst viel Dampf über links, wurde dann aber ausgewechselt

AFP

Die Champions-League-Teilnahme rückt für S04 in immer weitere Ferne: Beim FCA gab es für Schalke nur einen Zähler. Augsburg freut sich derweil über zwei Vertragsverlängerungen.

Der FC Augsburg und der FC Schalke 04 haben ihre Ambitionen auf einen Platz im internationalen Geschäft am 27. Spieltag der Bundesliga nicht mit drei Punkten untermauert. Beide Klubs trennten sich 0:0.

Vor 30.660 in der ausverkauften SGL arena entwickelte sich eine Nullnummer, bei der Torchancen Mangelware blieben und Klaas-Jan Huntelaar nach der Pause die beste Gelegenheit der Partie liegen ließ (54.). Er scheiterte mit einem unplatzierten Schuss an FCA-Schlussmann Marvin Hitz.

Der 27. Spieltag in Bildern

39 Punkte nach 27 Spieltagen hatte der FCA auch 2013/14 (zugleich Vereinsrekord) – am Ende stand vor einem Jahr Rang acht, mit dem die Europapokal-Teilnahme nicht erreicht wurde.

Der "Hunter" leidet weiter an Ladehemmung: Schalkes Klaas-Jan Huntelaar wartet nun schon seit 918 Minuten auf ein Bundesliga-Tor. Eine längere Durststrecke hatte er in der Bundesliga zuletzt in seiner ersten Saison in Deutschland, zwischen November 2010 und Mai 2011. Damals blieb er zwölf Spiele erfolglos.

Der Spielfilm:
Vor dem Anpfiff: Jubel bei den Augsburger Fans: Der Klub gibt die vorzeitigen Vertragsverlängerungen mit Trainer Markus Weinzierl (bis 2019) und Sportdirektor Stefan Reuter (bis 2020) bekannt.

Die Stimmen zum Spiel

Auf dem Rasen nimmt Weinzierl im Vergleich zum 0:2 in Freiburg vier Wechsel vor: Verhaegh, Hong, Caiuby und Höjbjerg spielen für Callsen-Bracker (Innenbandanriss), Ji, Djurdjic und den angeschlagenen Baba (Bank).

Auch Roberto Di Matteo wechselt nach der 0:1-Heimpleite gegen Leverkusen vor der Länderspielpause viermal: Der wiedergenesene Fährmann ersetzt zwischen den Pfosten Wellenreuther. Kapitän Höwedes (nach Gelb-Sperre), Goretzka und Choupo-Moting spielen für Ayhan, Neustädter (gelbgesperrt) und Sane. Leon Goretzka gibt damit sein Startelfdebüt in dieser Saison, spielt erst zum vierten Mal überhaupt.

10.: Ecke Schalke von der rechten Seite. Fuchs bringt sie rein und Matip kommt am Fünfer im Rückwärtslaufen zum Kopfball, setzt die Kugel aber knapp links vorbei.

15.: Schalke wechselt früh: Goretzka muss raus, er hat sich bei seinem Comeback in der Startformation verletzt.

31.: Nach einem Freistoß der Gastgeber wird der Ball nur kurz geklärt, sodass Baier zum Abschluss kommt. Er nimmt das Leder volley aus gut 17 Metern zentraler Position, doch der Ball fliegt knapp rechts vorbei.

42.: Höjbjerg führt den Freistoß aus 18 Metern halblinker Position direkt aus, schießt aber in die Mauer. Den Nachschuss setzt dann Bobadilla knapp links am Tor vorbei.

54.: Barnetta erkämpft sich die Kugel weit in der FCA-Hälfte und bedient Huntelaar nahe des Elfmeterpunkts. Dieser legt sich die Kugel auf links und zieht ab, doch Hitz ist da und wehrt ab. Den Nachschuss haut Barnetta deutlich drüber.

74.: Bobadilla probiert es mit einem Freistoß direkt aus knapp 17 Meteren in halblinker Position. Die Kugel landet auf dem Tornetz.

Fazit: Kampfbetonte Partie ohne wirkliche Aufreger und Höhepunkte. Die Punkteteilung geht in Ordnung, hilft aber keiner Mannschaft im Kampf um die gewünschten Plätze im Europapokal entscheidend weiter.

Der Star des Spiels: Tranquillo Barnetta. Sowohl zunächst als Rechtsaußen als auch später in der Zentrale mit einem guten Auftritt. Der Schweizer gewann neun seiner zwölf Zweikämpfe und bereitete drei Torschüsse vor. Darunter auch Huntelaars dicke Möglichkeit nach dem Seitenwechsel.

Der Flop des Spiels: Eric Maxim Choupo-Moting. Es wirkt, als stecke ihm der Afrika-Cup weiter in den Knochen. Deutlich unauffälliger als Sturmpartner Huntelaar. Choupo-Moting war an keinem Torschuss beteiligt und fiel in der Offensive einzig mit einer misslungenen Flanke auf.

Einzelkritik: Späte Schalker Souveränität

Der Schiedsrichter: Florian Meyer. Ordentliche Leistung des Unparteiischen, der viele Zweikämpfe bewerten musste und dabei fast immer richtig lag. Tadellos war seine Auslegung der Vorteilsregel, auch die Gelben Karten, die er zückte, hatten ihre Berechtigung.

Das fiel auf:
  • Die Hausherren gestalteten ihr Positionsspiel in der Offensive ungemein variabel. Stoßstürmer Caiuby tauschte häufig mit Rechtsaußen Bobadilla die Position oder ließ sich ins offensive Mittelfeld zurückfallen. Dafür tauchten Höjbjerg und Werner auch immer wieder in der Spitze auf.
  • Was munter begann, entwickelte sich nach etwa einer halben Stunde zu einer zerfahrenen Partie mit jeder Menge Unterbrechungen. Schiedsrichter Meyer musste viele Foulspiele ahnden, nennenswerte Torraumszenen gab es dafür bis zur Pause kaum.
  • Mit der Hereinnahme Jefferson Farfans stellten die Königsblauen nach dem Seitenwechsel auf ein 4-4-2 um. Der lange verletzte Peruaner tat dem Spiel äußerst gut. Er machte über seine rechte Außenbahn viel Dampf und stellte Augsburgs Hintermannschaft dank seiner Schnelligkeit vor Probleme.

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