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UEFA Europa League

  • 20. Februar 2014
  • • 19:00
  • • Blue Water Arena, Esbjerg
  • Schiedsrichter: S. Karasev
  • • Zuschauer: 11033
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Europa League: Ajax-Blamage daheim, Lazio schwach, Juve legt gegen Trabzon vor

Europa League: Ajax-Blamage daheim, Lazio schwach, Juve legt gegen Trabzon vor

Getty Images

Ajax erlebt ein Debakel gegen RB, Lazio blamiert sich in Bulgarien und Juventus hat Glück, dass Trabzon ein reguläres Tor aberkannt wird. Auf Zypern siegt Valencia gegen Kiew.

Juventus Turin hat im Zwischenrunden-Hinspiel der Europa League einen unerwartet schwerfälligen Start hingelegt. Gegen Trabzonspor siegte der italienische Rekordmeister zwar mit 2:0 (1:0), profitierte aber von einer Fehlentscheidung der Schiedsrichter. Der AC Florenz hat derweil durch einen 3:1 (3:1)-Auswärtssieg bei Esbjerg fB einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale gemacht, während der FC Valencia auf Zypern gegen Dynamo Kiew 1:0 (0:0) gewonnen hat. Später blamiert Lazio sich in Bulgarien, Ajax geht gegen RB Salzburg unter und Napoli holt ein Remis in Swansea - Goal hat die wichtigsten Partien vom Donnerstagabend zusammengefasst.

Ajax Amsterdam - Red Bull Salzburg 0:3 (0:3)

Tore: 0:1 Soriano (14./FE), 0:2 Mane (21.), 0:3 Soriano (35.)

Den ersten Rückschlag musste Ajax schon vor dem Anstoß verkraften. Lasse Schöne wurde von Kolbeinn Sigthorsson ersetzt, nachdem er sich beim Aufwärmen verletzte. Der Verdacht: Bänderriss. Auch anschließend wurde es für die Niederländer nicht besser. Salzburg begann mutig, presste hoch und war drückend überlegen.

Die torgefährlichste Offensive der Europa League schlug prompt zu. Jonatan Soriano verwandelte einen Foulelfmeter sicher, nachdem Joel Veltham Alan im Strafraum von den Beinen geholt hatte (14.). Nur sieben Minuten später spielte Sadio Mane Ajax-Torwart Jasper Cillessen nach einem Schnittstellenpass von Kevin Kampl aus und schob locker zum 2:0 ein, bevor wieder Soriano dran war.

Der Spanier zog von der Mittellinie urplötzlich ab und überwand so den etwas weit vorne stehenden Cillessen (35.). Es war bereits sein sechstes Tor in dieser EL-Saison. Danach schaltete Salzburg zwei Gänge zurück, ohne die Ordnung in der Defensive zu verlieren. Lediglich Kampl sorgte immer wieder für Gefahr in der Amsterdamer Hälfte, die in der vierten Minute der Nachspielzeit zum ersten Mal aufs Tor schossen.

Lazio Rom - Ludogorez Rasgrad 0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Bezjak (45.)

Rote Karte: Cavanda (Rom/74., grobes Foulspiel)

Gelb-Rote Karte: Dyakov (Rasgrad/55., wiederholtes Foulspiel),

Bes. Vorkommnisse: Berisha (Rom) hält Handelfmeter gegen Dyakov (9.), Stoyanov (Rasgrad) hält Foulelfmeter gegen Anderson (50.)

Für Lazio Rom wird der Einzug ins Achtelfinale der Europa League zu einer Zitterpartie. Im Zwischenrunden-Hinspiel unterlag die Elf von Miroslav Klose zuhause gegen Ludogorez Rasgrad mit 0:1 (0:1). Roman Bezjak (45.) erzielte das Tor des Tages. Rasgrads Svetoslav Dyakov (9.) und Roms Felipe Anderson (50.) verschossen Elfmeter, Dyakov und Lazios Cavanda sahen zudem die Rote Karte.

Zwei gegensätzliche Hälften, zwei verschossene Elfmeter, zwei Platzverweise - das Zwischenrunden-Hinspiel zwischen Lazio Rom und dem bulgarischen Meister Ludogorez Rasgrad hatte einiges zu bieten, obwohl der Ball nur ein einziges Mal den Weg ins Tor fand.

Das 0:1 durch Roman Bezjak, der aus 20 Metern einfach draufhielt, krönte starke 45 Minuten der Gäste, die lethargische Laziali im Stadio Olimpico im Griff hatten und durch Svetoslav Dyakovs Elfmeter nach dem Handspiel von Lorik Cana bereits die Chance zur Führung hatten. Dessen aufreizender Chip landete jedoch in den Händen von Etrit Berisha.

Nachdem Ludogorez weiterhin noch einen Lattentreffer von Marcelinho zu bieten hatte (34.), wachte Lazio erst nach der Pause auf. Felipe Anderson holte in der 50. Minute einen Elfmeter heraus, scheiterte vom Punkt jedoch am starken Vladislav Stoyanov. Ein weiteres halbes Dutzend Lazio-Chancen blieb ungenutzt.

Nach der Pause erhielt das Spiel auch eine giftige Note. Wegen rüden Einsteigens wurden Svetoslav Dyakov (55.) und Luis Pedro Cavanda (74.) mit jeweils glatt mit der Roten Karte vom Platz gestellt. Miroslav Klose spielte bis zu seiner Auswechslung in der 77. Minute schwach.

Swansea City - SSC Neapel 0:0

Swansea City bot gegen den italienischen Spitzenklub eine herausragende Leistung und brachte den Favoriten an den Rand einer Niederlage. Einzig die starken Torwartleistungen von Rafael Cabral, der zur Pause verletzt ausschied, und Pepe Reina verhinderten eine Napoli-Niederlage, die durchaus heftig hätte ausfallen können.

Von einer nervösen Anfangsphase abgesehen, boten die Swans im heimischen Liberty Stadium furchtlosen Power-Fußball. Rafael musste gegen Nathan Dyer (6.) und Wilfried Bony (23.) mit den Fingerspitzen retten, auch Reina war gegen den Kopfball von Ashley Willams (67.) und den strammen Schuss von Wayne Routledge (77.) in höchster Not zur Stelle.

Die hochgewetteten Süditaliener brachten beim Zehnten der Premier League offensiv nur wenig zustande. Eine Schusschance von Jose Callejon knapp neben den Kasten (3.) war noch der gefährlichste von nur sechs Napoli-Torschüssen. Die Swans hatten derer 17 zu bieten. Aufgrund des 0:0 kann Napoli mit einem Heimsieg im Rückspiel in einer Woche das Achtelfinale buchen.

Juventus - Trabzonspor 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Osvaldo (16.), 2:0 Pogba (90.+3)

Auf dem Weg ins Europa-League-Finale am 14. Mai im eigenen Stadion hat Juventus Turin einen holprigen Start hingelegt. Mit dem türkischen Vertreter Trabzonspor traf der Tabellenführer der Serie A auf einen überaus unangenehmen Gegner, der den Bianconeri wenige Räume erlaubte und selbst gefährliche Nadelstiche setzte.

So erkannte der Torrichter in der 70. Minute ein reguläres Tor der Gäste ab, weil er die Hereingabe von Yusuf Erdogan auf Olcan Adin fälschlicherweise im Toraus gesehen hatte. Auch der Deutsch-Türke Emre Güral hatte in der 29. Minute eine dicke Chance auf dem Fuß, fand aber in Gianluigi Buffon seinen Meister.

Juve profitierte beim 1:0 durch Winter-Neuzugang Pablo Osvaldo vom Zufall, weil der Ball von Paul Pogba durch einen Trabzon-Spieler in den Lauf des Nationalstürmers abgefälscht wurde, der locker verwandeln konnte. Damit hatte er seinen Teamkollegen Carlos Tevez (6./31.) oder Pogba (50./89.) in punkto Kaltschnäuzigkeit einiges voraus. Erst in der Nachspielzeit hatte der Franzose sein Visier von der Strafraumgrenze scharf gestellt.

Esbjerg fB - AC Florenz 1:3 (1:3)

Tore: 0:1 Matri (9.), 1:1 Pusic (10.), 1:2 Ilicic (15.), 1:3 Aquilani (37./FE)

Gegen den Tabellenvorletzten der dänischen Liga hat der AC Florenz zwar einen standesgemäßen Sieg eingefahren, aber keineswegs den erwarteten Klassenunterschied gezeigt. Esbjerg war vor allem in der ersten Hälfte ebenbürtig und stand der Viola nur in der Chancenverwertung in etwas nach.

Die war vor allem in der Anfangsphase top, als Alessandro Matri in der 9. Minute einen weiten Ball aus dem Halbfeld im Strafraum freistehend annahm und trocken verwandelte. Pusic' Ausgleich und die neuerliche Fiorentina-Führung durch Josip Ilicic waren beinahe eine Kopie: begünstigt durch eine zu kurze Abwehr konnten die Schützen aus dem Strafraum vollstrecken.

Beim dritten und letzten Tor profitierte Florenz von einem Foul des ehemaligen St. Pauli-Spielers Davidson Drobo-Ampem an Ryder Matos. Den fälligen Strafstoß verwandelte Alberto Aquilani sicher (37.). Nach der Pause ging die Fiorentina dann spendabel mit ihren Möglichkeiten um, von denen zwei auf das Konto des nach 55 Minuten eingewechselten Mario Gomez gingen (57./87.).

Dynamo Kiew - FC Valencia 0:2 (0:0)

Tore: 0:1 Vargas (79.), 0:2 Vida (90.+2)

Geisterspiel in Nikosia: Wegen der Unruhen in der Ukraine ließ die UEFA beide Teams kurzfristig nach Zypern fliegen. Valencias Koch durfte mit Dynamo reisen, weil er schon in Kiew weilte. Erst in der Schlussphase wurde es spannend. Dynamo-Torwart Oleksandr Shovkovskiy musste mit Muskelproblemen raus, endlich schossen die Spanier erstmals aufs Tor.

Ersatzmann Oleksandr Rybka klärte drei Kopfbälle von Eduardo Vargas, Seydou Keita und Jonas aus kürzester Distanz mit Glanzparaden, dann war es zu viel. Vargas kam wieder frei zum Kopfball und besorgte die Führung. Der Bann war gebrochen: Direkt danach köpfte der Torschütze nochmals gegen den Pfosten, bevor Kiews Verteidiger Domogoj Vida mit einem Eigentor zu Beginn der sechsminütigen Nachspielzeit das 2:0 besorgte.

Zuvor hatten beide Teams vor den leeren Rängen des Neo-GSP-Stadions nicht wirklich ins Spiel gefunden. Den einzigen Schuss aufs Tor in der gesamten ersten Halbzeit gab Miguel Veloso in der 7. Minute für Kiew ab. Es war ein harmloser Roller. Kurz vor der Pause musste Diego Alves nochmals eingreifen, als Jeremain Lens eine Flanke abrutschte. Lens war es auch, der direkt nach Wiederanpfiff den Ball aus kürzester Distanz über das Tor beförderte.

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