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DFB Pokal

  • 18. August 2014
  • • 18:30
  • • Stadion der Freundschaft, Cottbus
  • Schiedsrichter: T. Kinhöfer
  • • Zuschauer: 16184
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N. E.
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Hamburger SV siegt 4 - 1 nach Elfmeterschießen

Konnte die Niederlage gegen Heidenheim nicht verhindern: Torsten Mattuschka

DFB-Pokal: Hamburger SV wendet Blamage ab, Union Berlin und Ingolstadt raus

Konnte die Niederlage gegen Heidenheim nicht verhindern: Torsten Mattuschka

Dank Adler können die Hamburger in die nächste Runde einziehen, während Union die Segel streichen muss und Ingolstatdt sich gegen Offenbach blamiert

Der Hamburger SV konnte sich im DFB-Pokal erst im Elfmeterschießen gegen Energie Cottbus für die nächtse Runde qualifizieren. Der 1. FC Heidenheim hat sich im einzigen Zweitliga-Duell der ersten Runde gegen Union Berlin durchgesetzt und zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte die zweite Runde erreicht. Der FC Ingolstadt blamierte sich gegen Kickers Offenbach und schied im Elfmeterschießen aus.

Hamburger SV - Energie Cottbus 1:4 n. E., 2:2 n.V. (1:1, 1:0)

Tore: 1:0 Zeitz (10. Foulelfmeter), 1:1 Westermann (70.), 1:2 van der Vaart (96.), 2:2 Michel (105.)

Der Hamburger SV hat dank René Adler eine bittere Pokalpleite gerade noch verhindert. Der Torhüter parierte in der ersten Runde des DFB-Pokals im Elfmeterschießen bei Drittligist Energie Cottbus die Versuche von Fabian Pawela und Sven Michel und bewahrte seine Mannschaft damit vor einer Blamage. Den entscheidenden Elfmeter zum 4:1 verwandelte Artjoms Rudnevs. Nach der Verlängerung hatte es 2:2 gestanden, nach 90 Minuten 1:1 (0:1).

Das Team von Trainer Mirko Slomka ließ trotz des glücklichen Sieges aber vor allem in der ersten Hälfte Erinnerungen an die schwache Vorsaison aufkommen. Cottbus war durch einen Foulelfmeter von Manuel Zeitz (10.) sogar in Führung gegangen. Heiko Westermann per Kopf (70.) rettete den HSV in die Verlängerung, in der Rafael van der Vaart einen Freistoß sehenswert ins Netz zirkelte (96.). Nach dem Ausgleich von Michel (105.) musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen, mit dem glücklicheren Ende für den Favoriten.

Die Cottbuser erlebten einen wunschgemäßen Start. Zwar dominierten die Hamburger die ersten Minuten, doch nach einem harten Einsteigen von Torwart Adler gegen Fanol Perdedaj entschied Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) zurecht auf Elfmeter. Zeitz verwandelte sicher.

Von einem Zwei-Klassen-Unterschied war auch im weiteren Spielverlauf der ersten Hälfte nicht viel zu sehen. Lediglich HSV-Kapitän van der Vaart hatte mit zwei Schüssen gefährliche Offensivaktionen (15./37.). Ansonsten präsentierten sich die Gäste im Angriff zu unbeweglich und machten es den hoch verteidigenden Gastgebern viel zu einfach. Auch in den Zweikämpfen hatte der Bundesligist oft das Nachsehen - die Halbzeitführung der Cottbuser war durchaus verdient.

Erst nach einer Standardsituation fiel dann der Ausgleich. Westermann köpfte zur Freude der mitgereisten Hamburger Fans einen Freistoß von van der Vaart zum 1:1 ein. Anschließend musste der Cottbuser Torhüter Kevin Müller gleich mehrfach in letzter Sekunde retten, ehe er gegen den Freistoß von van der Vaart machtlos war. Cottbus zeigte aber Moral und Michel eine tolle Einzelleistung, die er mit dem 2:2 krönte.

1. FC Heidenheim - Union Berlin 2:1 (0:0)

Tore: 1:0 Schnatterer (53. Elfmeter), 2:0 Grimaldi (69.), 2:1 Schönheim (79.)

Marc Schnatterer per Handelfmeter (53.) und Adriano Grimaldi (69.) trafen beim 2:1 (0:0)-Sieg gegen den Ligakonkurrenten Union Berlin. Der Anschlusstreffer von Fabian Schönheim (79.) war zu wenig für die Gäste. 2011 hatte Heidenheim Werder Bremen geschlagen.

Die Eisernen aus der Hauptstadt warten dagegen weiter auf den ersten Saisonsieg und den ersten Pflichtspiel-Erfolg unter Neu-Trainer Norbert Düwel. In die Liga war der Pokalfinalist von 2001 mit zwei Unentschieden gestartet.

Heidenheim, mit einem Sieg und einer Niederlage zum Auftakt der Premierensaion in der zweiten Liga, stellte zu Beginn die bessere Mannschaft. Schnatterer scheiterte vor 7600 Zuschauern bei einem Fernschuss zunächst an Union-Keeper Mohamed Amsif (12.), ein Freistoß des Mittelfeldspielers flog zudem nur knapp am Pfosten vorbei (31.).

Nach der Pause wurden die Schwaben belohnt. Die Entscheidung zu Schnatterers verwandeltem Strafstoß, dem ein Handspiel des Berliners Toni Leistner vorausgegangen sein soll, war allerdings umstritten. Grimaldi nutzte einen Fehler von Amsif per Kopf ehe Schönheim das Spiel kurzzeitig noch einmal spannend machte.

Kickers Offenbach - FC Ingolstadt 4:2 n. E. (0:0, 0:0)

Der FC Ingolstadt hat sich in der ersten Runde des DFB-Pokals blamiert und ist nach einer erschreckend schwachen Leistung am Regionalligisten Kickers Offenbach gescheitert. Obwohl die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl fast die gesamte zweite Halbzeit in Überzahl agierte, unterlag sie mit 2:4 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 0:0 gestanden.

Held des Abends war Klaus Gjasula, der den entscheidenden Elfmeter für Offenbach verwandelte. Kickers-Abwehrspieler Sascha Korb hatte wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen (48.). Bereits in der vergangenen Saison hatten die Kickers überraschend das Viertelfinale erreicht.

Vor 7386 Zuschauern in Offenbach erwischten beide Teams einen schwachen Beginn. Zahlreiche technische Fehler und Ungenauigkeiten ließen keinen Spielfluss aufkommen. Von einem Zwei-Klassen-Unterschied war zunächst nichts zu sehen. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit erspielte sich der Favorit aus Ingolstadt kurzzeitig ein leichtes Übergewicht, ohne aber große Torgefahr auszustrahlen.

Auch, nachdem Schiedsricher Florian Meyer (Burgdorf) Korb des Feldes verwies, blieb das Angriffsspiel der Gäste harmlos und durchschaubar. Die Hausherren beschränkten sich ausnahmslos auf die Defensive und hielten den FCI mit großem Einsatz vom eigenen Tor fern.

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