thumbnail Hallo,
Live

Weltmeisterschaft

  • 25. Juni 2014
  • • 22:00
  • • Estadio Jornalista Mário Filho (Maracanã), Rio de Janeiro, Rio de Janeiro
  • Schiedsrichter: N. Doue
  • • Zuschauer: 73749
0
ENDE
0

Viele harte Duelle prägten das Spiel zwischen Frankreich und Ecuador

Ecuador als einziges südamerikanisches Team ausgeschieden - Frankreich Gruppensieger

Viele harte Duelle prägten das Spiel zwischen Frankreich und Ecuador

Gettyimages

Mit dem 0:0 ist Frankreich durch, vergibt bester Chancen, doch hängen bleiben eine Reihe Ellbogenattacken. Ecuador fightet zu zehnt, doch es reicht nicht.

Rio de Janeiro.  Qualifiziert, aber fast blamiert: Frankreich ist mit Hängen und Würgen als Gruppensieger ins WM-Achtelfinale eingezogen und hat die bösen Geister von 2010 endgültig vertrieben. Mit einer besseren B-Elf kam die Equipe Tricolore gegen Ecuador in Überzahl nicht über ein  0:0 hinaus, eine Katastrophe wie beim peinlichen Vorrunden-Aus vor vier Jahren lag aber nicht mehr in der Luft.

Die Südamerikaner schieden als einziges von sechs Teams ihres Kontinents aus, weil sie den zweiten Platz noch an die Schweiz verloren. Die Eidgenossen gewannen das Fernduell durch ein 3:0 gegen Honduras.

Den Tiefpunkt einer völlig verkorksten WM erlebte Ecuadors Kapitän Antonio Valencia. Der Stürmer von Manchester United sah in der 50. Minute nach grobem Foulspiel an Lucas Digne die Rote Karte und schwächte sein Team damit entscheidend.

Nun gegen Nigeria

Karim Benzema und Co. reichte der eine Punkt zum Gruppensieg, die Spuren ihrer großen Vorbilder verließen sie aber. Die Weltmeister-Equipe von 1998 bleibt das einzige französische Team in der WM-Geschichte, das die Vorrunde mit neun Punkten beendet hat. Gegner in der Runde der letzten 16 ist am Dienstag in Sao Paulo Nigeria.

Ohne Stammkräfte wie Patrice Evra, Raphael Varane, Patrice Evra oder Mathieu Valbuena versprüht die Equipe Tricolore nicht den Glanz der ersten beiden Partien und hätte trotz drückender Überlegenheit in Überzahl beinahe noch das 0:1 kassiert.

Frankreichs Trainer Didier Deschamps hatte im Vergleich zum 5:2 gegen die Schweiz munter durchgewechselt. Der Weltmeister von 1998 schonte gleich fünf Stammkräfte und musste auch auf den gelbgesperrten Yohan Cabaye verzichten. Heraus kam die jüngste französische WM-Elf seit 1978, doch auch sie zeigte sich von Beginn an absolut konkurrenzfähig.

Sakho im Glück

Die Franzosen spielten schnell und schnörkellos, hatten aber auch direkt Glück. Nach einen Ellbogenschlag in Gesicht von Oswaldo Minda hätte Mamadou Sakho früh die Rote Karte sehen müssen (8.). Doch der ivorische Schiedsrichter Noumandiez Doue übersah die Szene. Gegen Antonio Valencia, der in der Aktion vor dem Platzverweis mit der Sohle voran in Digne gegangen war, reagierte er später relativ streng.

Ecuadors Profis wirkten ausgerechnet im entscheidenden Vorrundenspiel etwas gehemmt und gingen - Valencia ausgenommen - nicht mit der gewohnten Vehemenz in die Zweikämpfe. Die erste gute Szene ließ bis zur 33. Minute auf sich warten, doch Frankreichs Torwart Hugo Lloris hatte keine Probleme mit dem Schuss von Michael Arroyo.

Benzema ohne Erfolg

Fünf Minuten zuvor hatte Karim Benzema die größte Chance der ersten Halbzeit vergeben. Ecuadors Torwart Alexander Dominguez schätzte eine hohe Flanke falsch ein und verfehlte den Ball, der bereits dreimal erfolgreiche Star der Franzosen war von der Gelegenheit so überrascht, dass er freistehend den Ball mit dem Kopf ebenfalls nicht kontrollieren konnte.

In der 38. Minute war Dominguez nach einem Kopfball von Paul Pogba aber wieder auf dem Posten - ebenso wie Lloris drei Minuten später bei einem Kopfball von Enner Valencia.

Nach der Roten Karte gegen seinen Namensvetter Antonio geriet Ecuador mehr und mehr unter Druck, den Franzosen fehlte aber vor dem Tor die Konsequenz aus den ersten beiden Spielen. Sie vergaben reihenweise Chancen, unter anderem Paul Pogba (73.) bei einem Kopfball freistehend aus fünf Metern.

Dazugehörig