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Bundesliga

  • 9. Mai 2015
  • • 15:30
  • • Commerzbank-Arena, Frankfurt am Main
  • Schiedsrichter: D. Siebert
  • • Zuschauer: 50600
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ENDE
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Oczipka brachte die Eintracht mit einem direkten Freistoß in Führung

Frankfurt beendet Negativserie gegen Hoffenheim

Oczipka brachte die Eintracht mit einem direkten Freistoß in Führung

Bongarts

Frankfurt startet furios und präsentiert sich gnadenlos effektiv. Die Standards machen am Ende den Unterschied, eine Negativserie ist endlich beendet. Die Analyse.

Eintracht Frankfurt gewann am 32. Spieltag der Bundesliga souverän mit 3:1 (3:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Das Team von Trainer Thomas Schaaf rückt in der Tabelle damit bis auf zwei Zähler an den direkten Konkurrenten heran.

Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank Arena brachte Bastian Oczipka die Eintracht mit einem direkten Freistoß (18.) in Führung - für den Außenverteidiger war es der erste Treffer in seinem 110. Bundesligaspiel.

Haris Seferovic (27.) und Timothy Chandler (34.) mit einem Kopfball machten noch vor der Pause alles klar, wobei die Hausherren zum ersten Mal in dieser Spielzeit gleich dreifach im ersten Durchgang erfolgreich waren. Kevin Volland gelang nach dem Seitenwechsel ebenfalls per direktem Freistoß (51.) noch der Ehrentreffer.

Die SGE, die in ihrer Bundesligageschichte nach einem Drei-Tore-Vorsprung noch nie verloren hatte, erzielte nach 423 Minuten ohne Treffer endlich wieder ein Tor und stoppte damit eine Serie von sechs Spielen ohne Sieg.

Für Hoffenheim setzte es dagegen die erste Niederlage gegen die Hessen seit Januar 2013, wobei man nach den Siegen von Augsburg und Dortmund im Kampf um einen Europa-League-Startplatz einen herben Rückschlag hinnehmen musste.

Der Spielfilm

Vor dem Anpfiff: Thomas Schaaf verändert sein Team im Vergleich zum 0:1 in Bremen auf drei Positionen. Für Bamba Anderson (Knorpel- und Meniskusschaden) ist Carlos Zambrano dabei, Sonny Kittel (Kreuzbandriss) wird durch Stefan Aigner ersetzt und Timothy Chandler rückt für Nelson Valdez (Oberschenkelprobleme) in die Startformation.

Markus Gisdol tauscht nach dem 1:1 bei Borussia Dortmund dagegen nur auf einer Position - der nach einem grippalen Infekt wiedergenesene Sebastian Rudy rückt für Jeremy Toljan (Bank) in die erste Elf.

13.: Seferovic mit dem Abschluss. Aigner hat auf der rechten Seite viel Platz und spielt den Ball zum Schweizer, der aus spitzem Winkel schießt. Die Kugel landet am Außennetz.

18., 1:0, Oczipka: Frankfurt bekommt einen Freistoß aus 18 Metern aus halbrechter Position zugesprochen. Der Außenverteidiger schießt mit links auf das Torwarteck. Baumann ist noch dran, kann den Ball aber nicht mehr abwehren.

22.: Doppelchance für Hoffenheim! Volland schickt über links Szalai in den Strafraum. Dieser scheitert aus kurzer Distanz am herauseilenden Trapp. Der Ball fliegt im hohen Bogen an den Fünfer, wo Firmino angerauscht kommt, die Kugel aber über den Kasten köpft!

27., 2:0, Seferovic: Stendera spielt von der Mittellinie den Ball zum Schweizer Angreifer, der knapp im Abseits steht. Er läuft los, hängt die Innenverteidiger ab und schließt aus 14 Metern eiskalt ins kurze Eck ab.

34., 3:0, Chandler: Oczipka bringt eine Ecke von der rechten Seite mit Zug zum Tor in den Strafraum. Am Fünfer setzt sich der Amerikaner durch und verlängert das Leder per Kopf in die linke Torecke.

51., 3:1, Volland: Hoffenheim bekommt einen Freistoß aus 30 Metern zugesprochen. Volland legt sich den Ball zentral zurecht und jagt ihn traumhaft ins linke Eck!

86.: Seferovic bedient Inui, der von der Mittellinie alleine losläuft. Im Strafraum lässt er sich dann viel zu viel Zeit und schießt nach zwei Drehungen deutlich am Tor vorbei. Das hätte das 4:1 sein müssen!

Fazit: Verdienter Sieg für die Frankfurter, die vor der Pause dreimal eiskalt zuschlugen und nach dem Seitenwechsel den Vorsprung gegen ein harmloses Hoffenheim geschickt verteidigten.

Der Spieltag in Bildern

Der Star des Spiels: Timothy Chandler hielt die Abwehr hinten dicht und war nicht nur bester Zweikämpfer seiner Mannschaft, sondern hatte auch noch die meisten Ballkontakte. Krönte seine Leistung mit dem Treffer zum 3:0.

Der Flop des Spiels: Ermin Bicakcic erwischte einen unglücklichen Nachmittag. Ließ sich beim Treffer von Seferovic vom Schweizer abschütteln und machte auch beim Treffer von Chandler im Kopfballduell eine ungute Figur. Folgerichtig musste er zur Pause in der Kabine bleiben.

Der Schiedsrichter: Daniel Siebert musste sich mit vielen Nicklichkeiten auseinandersetzen, leitete die Partie aber unaufgeregt. Die Freistoßentscheidungen vor den Toren waren korrekt, Seferovic stand vor dem 2:0 aber eindeutig im Abseits.

Das fiel auf:

  • Hoffenheim agierte von Beginn an mit starkem Pressing und stand teilweise extrem hoch, womit Frankfurt nicht zu einem geordneten Spielaufbau kam. Die Hausherren versuchten es daher immer wieder mit langen Bällen.
  • Dabei präsentierte sich die Eintracht in einer insgesamt relativ hektischen und temporeichen ersten Halbzeit gnadenlos effektiv. Aus drei Schüssen auf das gegnerische Tor entstanden drei Tore, zwei davon nach Standardsituationen.
  • Die Gäste wechselten zur Pause gleich drei Mal und agierten nun wesentlich zielstrebiger, nachdem von ihnen trotz großen Arbeitsaufwandes im ersten Durchgang gar nichts zu sehen gewesen war. Frankfurt zog sich komplett zurück und lauerte auf Konter.
  • Die Eintracht stellte in der zweiten Halbzeit das Zentrum geschickt zu und zog den Kraichgauern somit den Zahn, nachdem Kevin Volland und Roberto Firmino über die Außenbahnen kaum Akzente setzen konnten.

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