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Freundschaftsspiel

  • 13. Mai 2014
  • • 20:45
  • • Imtech Arena, Hamburg
  • Schiedsrichter: David Fernandez Borbalan
  • • Zuschauer: 37569
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Jüngstes DFB-Team aller Zeiten mit Nullnummer gegen Polen

Die zweite Reihe der deutschen Nationalmannschaft wusste gegen Polen nicht zu überzeugen. Insgesamt kamen zwölf Spieler zu ihrem Länderspiel-Debüt.

Hamburg. Zwölf Neulinge, null Tore, wenig Erkenntnisse: Die jüngste deutsche Nationalmannschaft aller Zeiten hat die Positiv-Serie gegen Polen fortgesetzt - zu einem Sieg der deutschen "U21" reichte es beim Debütantenball am Dienstagabend in Hamburg zum Start in die WM-Vorbereitung aber nicht.

Beim 0:0 konnte das unerfahrene und ganz junge Team von Bundestrainer Joachim Löw, der auf 20 Akteure aus seinem 30-köpfigen vorläufigen WM-Kader verzichten musste, nicht glänzen, agierte aber vor 37.569 Zuschauern engagiert und über weite Strecken überlegen. Immerhin standen gleich acht Neulinge - mindestens sechs Debütanten hatte es zuletzt vor knapp 63 Jahren gegeben - in der deutschen Startelf, die ein Durchschnittsalter von 21,45 Jahren aufwies.

Die bisher jüngste deutsche Mannschaft in der 106-jährigen Länderspiel-Geschichte hatte es beim ersten Länderspiel am 5. April 1908 beim 3:5 gegen die Schweiz gegeben. Damals war das DFB-Team im Schnitt 21,5 Jahre jung gewesen.

Jüngste deutsche Akteure gegen Polen, die in nun 18 Duellen gegen Deutschland noch nie gewinnen konnten, waren die beiden Schalker Max Meyer (18) und Leon Goretzka (19), die in der Startelf standen, sowie der eingewechselte Maximilian Arnold (19). Sie waren ebenso das erste Mal dabei wie Antonio Rüdiger (21), Shkodran Mustafi (22), Oliver Sorg (23), Sebastian Rudy (24), Christoph Kramer (23), Kevin Volland (21) sowie nach der Pause Andre Hahn (23), Sebastian Jung (23) und Christian Günter (21).

Kaum neue Erkenntnisse für Löw

Am Mittwoch oder Donnerstag will Löw entscheiden, welche 25 oder 26 Spieler er ins Trainingslager nach Südtirol (21. bis 31. Mai) mitnimmt. Aus dem Polen-Kader dürfen sich zehn Profis Hoffnungen machen. In Hamburg konnte von den Neulingen vor allem Meyer mit einer engagierten Leistung auf sich aufmerksam machen. Ansonsten hielten sich die Erkenntnisse für Löw in Grenzen.

Die deutschen "Junioren" begannen gegen die Polen, bei denen die Dortmunder Jakub Blaszczykowski, Robert Lewandowski und Lukasz Piszczek fehlten, selbstbewusst, aggressiv und dominant. Volland hatte in der 3. Minute die erste Chance. Der Schuss des Hoffenheimers, neben Routinier Miroslav Klose einziger Angreifer im vorläufigen WM-Aufgebot, wurde aber abgeblockt.

Zudem verfehlte ein Schuss von Julian Draxler (13.) in der Anfangsphase knapp das Ziel. Der 20 Jahre alte Schalker war in seinem 11. Länderspiel erstmals Kapitän. Die erste Gelegenheit für die Polen, die sich nicht für die WM qualifizieren konnten, hatte Marcin Robak, dessen Kopfball aber für Ron-Robert Zieler (18.) keine Probleme darstellte.

In der Folge konnten die Gäste die Partie etwas offener gestalten - ohne das DFB-Team ernsthaft in Gefahr zu bringen. Die Deutschen störten früh und waren immer wieder bemüht, schnell umzuschalten. Dabei gelang nicht immer alles.

Rüdiger verpasst große Chance

Die größte Chance zur Führung hatte Rüdiger, dessen Kopfball nach einem Eckball von Draxler der Kölner Slawomir Peszko von der Linie köpfte (32.). Zudem hatten die Polen Glück, dass Schiedsrichter Fernandez Borbolan (Spanien) bei einer Attacke von Pawel Olkowski an Volland (36.) nicht auf Strafstoß entschied.

Nach dem Wechsel verhalf Löw dann dem Augsburger Hahn zur DFB-Premiere und zur Gelegenheit, für die WM vorzuspielen. Auch Marc-Andre ter Stegen und Benedikt Höwedes wechselte er ein. Hahn war es auch, der kurz nach der Pause im Strafraum den Ball erkämpfte, diesen aber in aussichtsreicher Position leichtfertig herschenkte.

Deutschland blieb am Drücker, doch Meyer und Draxler zielten trotz viel Raum erst einmal zu ungenau. Zudem scheiterte der spielfreudige Meyer an Polens Keeper Artur Boruc (57.). Die Polen schafften es dagegen kaum, sich in Szene zu setzen. Die deutsche Defensive um den meist umsichtigen Matthias Ginter und Mustafi war kaum gefordert. In der 84. Minute hatte Hahn die große Chance zum Siegtreffer, doch Polens Maciej Rybus rettete für den schon geschlagenen Boruc.

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