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Primera Division

  • 18. April 2015
  • • 18:00
  • • Estadio Municipal de Riazor, A Coruña (La Coruña)
  • Schiedsrichter: David Fernandez Borbalan
  • • Zuschauer: 24693
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Die Königlichen hielten Malaga erfolgreich in Schach

Real Madrid folgt siegreichem FC Barcelona

Die Königlichen hielten Malaga erfolgreich in Schach

Getty Images

Real feiert einen Dreier, obwohl Ronaldo einen Elfer vergibt. Atletico siegt dank Griezmann. Barca bezwang Valencia mit einem Blitztreffer und Messis 400. Pflichtspieltor.

Mit einem Sieg über den FC Malaga hält Real Madrid Anschluss an den FC Barcelona. Cristiano Ronaldo verschoss erst einen Elfmeter, ehe er in der Nachspielzeit das Spiel entschied. Atletico Madrid besiegte zuvor Deportivo La Coruna mit 2:1 (2:0), während Barca dem FC Valencia mit 2:0 (1:0) das Nachsehen gab. Die Katalanen boten im ersten Durchgang eine enttäuschende Vorstellung, Luis Suarez hatte aber schon nach 54 Sekunden den Führungstreffer erzielt. Los Che blieben trotz starker Vorstellung glücklos, Daniel Parejo scheiterte per Elfmeter. Lionel Messi machte alles klar (90.+4).

Real Madrid – FC Malaga 3:1 (1:0)

Tore: 1:0 Ramos (24.), 2:0 James (69.), 2:1 Juanmi (71.). 3:1 Ronaldo (90.+2)

Bes. Vorkommnis: Ronaldo verschießt Elfmeter (67.)

In der ersten Halbzeit war Real Madrid den Gästen drückend überlegen. Malaga konnte sich bis auf wenige Ausnahmen nicht aus der eigenen Hälfte befreien und ließ den Königlichen rund 70 Prozent Ballbesitz. Diesen nutzte Sergio Ramos schließlich in der 24. Spielminute mit einem Kopfball in abseitsverdächtiger Position. Cristiano Ronaldo brachte den Ball zuvor per Freistoß von der linken Seite in die Mitte und sicherte sich so einen Assist.

Madrid, das bereits nach wenigen Minuten Gareth Bale und in der zweiten Halbzeit Luca Modric verletzungsbedingt auswechselte, musste vor der Pause nur einmal wirklich zittern: In der 36. Minute hatte Darder im Strafraum freistehend die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen, zog aber deutlich über das Tor. Bis auf diese Aktion war Malaga schlicht zu passiv in der Offensive.

Nach dem Wiederanpfiff änderte sich dies. Die Gäste wagten sich häufiger in die gegnerische Spielhälfte und hatten durch Amrabat, der von rechts kommend mit seinem Schuss nur knapp am langen Pfosten vorbeizog, ihre bis dahin beste Torchance (54.). Real fand in dieser Phase nicht mehr richtig ins eigene Spiel und verlor zu schnell den Ball.

Erst nach einer guten Stunde zeigten die Königlichen wieder ihre Offensivstärken. Nachdem James im gegnerischen Strafraum gefoult wurde, trat Ronaldo zum Elfmeter an, scheiterte jedoch am Pfosten (67.). James machte es zwei Minuten später besser: Nach einer starken Kombination jagte der Kolumbianer den Ball aus 20 Metern in den Winkel. Defensiv zeigten die Hauptstädter jedoch immer wieder Lücken. So kam Malaga in der 71. Minute durch Juanmi völlig freistehend zum Anschlusstreffer. Am Ausgleich schnupperte der Gast aber nicht - im Gegenteil: Superstar Ronaldo besorgte den Endstand in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz.

Deportivo La Coruna - Atletico Madrid 1:2 (0:2)

Tore: 0:1, 0:2 Antoine Griezmann (5., 22.), 1:2 Oriol Riera (78.)

Früh stellte der Meister die Weichen gegen das abstiegsbedrohte Deportivo La Coruna auf Sieg. Mit den ersten beiden Chancen erspielte sich Atletico eine frühe 2:0-Führung. Nach einem Koke-Freistoß schien der Ball eigentlich schon geklärt, doch Gimenez brachte ihn nochmal zu Griezmann, der die Kugel zum 1:0 per Fallrückzieher in die Maschen nagelte (5.). Auch bei seinem zweiten Treffer bewies der Franzose seine Klasse – und seine hervorragende Schusstechnik. Aus spitzem Winkel knallte er den Ball mit einem Dropkick ins lange Eck (22.).

Neben den tollen Toren des Petit Diable passierte lange nicht viel, weil Atletico nur das Nötigste tat und Depor die Mittel fehlten, eine solide agierende Abwehr der Gäste in Bedrängnis zu bringen. Das Interessanteste was im ersten Durchgang noch passierte, war die Verbannung von Atletico-Trainer Diego Simeone auf die Tribüne. Er hatte sich nach einem Foul an seinen Doppel-Torschützen vehement bei den Schiedsrichtern beschwert.

Im zweiten Durchgang blieb das Bild unverändert. Atletico erspielte sich einige Gelegenheiten, ohne zwingend zu werden. Trotzdem hatten sie in der 73. Minute eine Vierfach-Chance auf die vorzeitige Entscheidung, die Jose Gimenez, Fernando Torres, Raul Garcia und erneut Gimenez allerdings in feinster Slapstick-Manier vergaben. So konnte La Coruna in der 78. Minute mit ihrem erst zweiten Torschuss der Partie noch den Anschlusstreffer durch Oriol Riera markieren. Danach kam allerdings nicht mehr viel vom Tabellen-Siebzehnten der Primera Division, sodass Madrid einen glanzlosen aber verdienten Sieg einfahren konnte.

FC Barcelona - FC Valencia 2:0 (1:0)

Tore:  1:0 Suarez (1.), 2:0 Messi (90.+4)

Bes. Vorkommnis:  Bravo (Barca) pariert Elfmeter von Parejo (10.)

"Was wäre gewesen, wenn…?" dürfte nach dem Schlusspfiff eine beliebte Frage im Lager der Gäste sein. Was wäre wohl gewesen, wenn Daniel Parejo nach Foul von Gerard Pique an Rodrigo den fälligen Strafstoß nicht vergeben hätte (10.)? Valencia dominierte den ersten Durchgang komplett, schnürte Barca am eigenen Strafraum ein - nutzte aber seine Chancen schlicht nicht. Rodrigo schlenzte die Kugel am langen Eck vorbei (3.), Paco Alcacers Schuss blockte Javier Mascherano (21.) und kurz darauf rettete gegen den Flachschuss des Mittelstürmers für den geschlagenen Claudio Bravo nur den Pfosten (33.).

Die Katalanen bekamen spielerisch lange keinen Fuß in die Tür, symptomatisch: Nach der ersten Viertelstunde führte Barcelona nach Fouls mit 6:0. Allerdings führten die Hausherren auch nach Toren - und das dank des schnellsten Barca-Liga-Treffers seit sechs Jahren. Sergio Busquets leitete mit einem Pass in den Lauf von Lionel Messi den Konter ein und dessen Ablage schob Luis Suarez mit dem Außenrist ins lange Eck (1.).

Messi selbst hatte nach schöner Kombination noch die erste Barca-Chance nach dem Treffer (40.) und knallte zudem einen Freistoß an die Latte (64.). Im zweiten Durchgang konnten die Katalanen dann auch ihr gewohntes Passspiel aufziehen und bekamen die Partie deutlich besser in den Griff. Barcelona hatte sich auf Valencias Spiel eingestellt und den Gästen fiel offensiv wie auf Knopfdruck plötzlich überhaupt nichts mehr ein. Das Spiel verflachte in der Schlussphase von Minute zu Minute, nach Valencias letztem Angriff konterte Barca und Messi traf komplett freistehend im zweiten Versuch zum Endstand (90.+4).

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