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UEFA Champions League

  • 22. November 2011
  • • 18:00
  • • Olimpiyskiy stadion Luzhniki, Moskva
  • Schiedsrichter: P. Kralovec
  • • Zuschauer: 19100
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ENDE
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Moskaus Berezutskiy bringt Lille auf die Siegerstraße

Moskaus Berezutskiy bringt Lille auf die Siegerstraße

Gettyimages

Ein kurioses Eigentor und ein Geniestreich von Eden Hazard entschieden am Ende die Partie. Lille investierte mehr und kann sich wieder Hoffnungen auf die nächste Runde machen.

Moskau. Im Champions League-Spiel zwischen ZSKA Moskau und dem OSC Lille konnten sich die Franzosen verdient durchsetzen. Im Endspiel, um den Einzug ins Achtelfinale aus eigener Kraft noch schaffen zu können, siegte der französische Meister mit 2:0.

So haben sie gespielt

Wie zu erwarten war, begann bei Lille das Offensivtrio Cole, Sow und Hazard im gewohnten 4-3-3. Bei den Russen war Vagner Love als einzige Spitze aufgeboten und die Hausherren wollten Lille mit Kontern aushebeln. Der eigentlich wiedergenese Honda stand nicht einmal im Aufgebot der Russen.

Hohes Tempo zu Beginn

Kein langes Abtasten zu Beginn des Spiels. Lille attackierte früh und versuchte den Spielaufbau der Russen zu stören. Die erste Gelegenheit hatten die Russen in der zehnten Minute mit einem Fernschuss von Oliseh, der jedoch über das Gehäuse von Landreau ging. Kurz darauf die erste Möglichkeit für Lille, als Eden Hazard auf der Außenposition seinen Gegenspieler narrte und mit einem feinen Chip Joe Cole in Szene setzte, dessen Abschluss jedoch leichte Beute für Torwart Gabulov war.

Debuchy trifft die Latte

Nach einem Getümmel im Strafraum kam Debuchy aus sechs Metern frei zum Schuss und setzte den Ball volley an die Latte. Zu dem Zeitpunkt waren bereits zwanzig Minuten gespielt und den Franzosen fiel in der Offensivbewegung mehr ein, als den sich auf Konter konzentrierenden Russen. In der Folge verflachte das Spiel jedoch zunehmend. Lille mit mehr Ballbesitz, aber ohne zwingende Chancen.

Gueye trifft das leere Tor nicht

In der 39. Minute dann die große Chance für Moussa Sow, der per Heber sieben Meter vor dem Tor freigespielt wurde, jedoch von Ignashevich entscheidend am Abschluss gehindert wurde. Der Ball trudelte Richtung Toraus und selbst der mitgelaufene Gueye schaffte es nicht, den Ball aus spitzem Winkel im leeren Tor unterzubringen. Die Franzosen hatten in der ersten Hälfte mehr vom Spiel und man merkte, dass für Lille heute nur ein Sieg zählt.

Berezutskiy trifft – ins eigene Netz

Vier Minuten nach Wiederanpfiff dann die Führung für die Gäste. Und das durch ein spektakuläres Eigentor. Lille kombinierte sich schnell zum Sechzehner und von da wurde Sow halbhoch freigespielt. Die mangelhafte Ballannahme des Stürmers wollte Vasiliy Berezutskiy klären und überlupfte seinen Torwart unhaltbar aus 15 Metern. Die verdiente Führung für das aktivere Team.

ZSKA fehlt der Wille

Eine Antwort der Elf von Leonid Slutski blieb in den folgenden Minuten aus. Die bis dato nur verteidigende Mannschaft, konnte in der Offensive keine Akzente setzen. Die nächste Gelegenheit gehörte somit wieder den Gästen, als erneut Sow mit einem Heber über die Viererkette in Szene gesetzt wurde. Sein strammer Schuss war jedoch nicht platziert und Gabulov konnte abwehren. Der Senegalese übersah dabei den mitgelaufenen und besser postierten Hazard in der Mitte.

Sow im dritten Anlauf

In der 63. Minute dann das 2:0 für die „Doggen“. Eden Hazard, der bis dahin lediglich einen soliden Auftritt hinlegte, bediente mit einem Traumpass Joe Cole der per Direktabnahme den Ball an den Innenpfosten beförderte. Den Abstauber konnte dann Moussa Sow verwerten, der schneller schaltete als die Verteidiger von ZSKA Moskau.

Treffer von Jelen Zählt nicht

Zehn Minuten vor dem Ende war es wieder Hazard der mit einem traumhaften Zuspiel Jelen im Strafraum freispielte. Doch wegen Abseitsstellung wurde der Treffer nicht gegeben. Für diesen Zuckerpass zu erreichen, hätte der Stürmer den Positionsvorteil nicht einmal gebraucht.

Moskau zu verhalten

Am Ende ein verdienter und wichtiger Sieg für den OSC Lille, der somit am nächsten Spieltag im Heimspiel gegen Trabzonspor alles klar machen kann um sich fürs Achtelfinale zu qualifizieren. ZSKA Moskau hat sich in diesem Spiel eigentlich selbst geschlagen. Die defensive Ausrichtung und das Eigentor spielte den Franzosen hervorragend in die Karten.

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