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UEFA Champions League

  • 27. November 2013
  • • 18:00
  • • Arena Khimki, Khimki
  • Schiedsrichter: A. Gautier
  • • Zuschauer: 14000
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Miese Platzbedingungen in Moskau

FC Bayern München: Anreise-Chaos überlagert Maulwurfsdebatte

Miese Platzbedingungen in Moskau

Getty

Das Sportliche geriet bei der Reise des FC Bayern zum Spiel in der Champions League bei ZSKA Moskau in den Hintergrund. Stattdessen wurde viel über Maulwürfe diskutiert.

Moskau. Kurzzeitig geriet sogar die Maulwurf-Affäre bei Bayern München in den Hintergrund. Chaotische Zustände nach der ohnehin verspäteten Landung in Moskau sorgten beim deutschen Rekordmeister für zusätzlichen Ärger. Nachdem der Bus mit den Teamklamotten nach einem Wintereinbruch über drei Stunden im Stau der russischen Metropole steckengeblieben war, musste Trainer Pep Guardiola vor dem Champions-League-Match gegen ZSKA Moskauzu allem Überfluss sogar das Abschlusstraining in der schneebedeckten Chimki-Arena absagen.

"Mit diesen Bedingungen müssen wir klar kommen. Es wird eine Frage des Kopfes", sagte Guardiola vor dem Spiel am Mittwoch (18.00 Uhr/Liveticker bei Goal) bei ZSKA Moskau mit finsterer Miene.

Schon vor der beschwerlichen Anreise war seine Laune nicht viel besser gewesen. Diskussionen über den "Verräter" in den eigenen Reihen hatten den Triple-Sieger am Dienstag an Bord des Airbus A321 bis ins winterliche Moskau begleitet. Zwar war Präsident Uli Hoeneß vor dem Abflug bemüht, die tierische Geschichte wegzulächeln - die Stars fanden die Maulwurf-Schlagzeilen dagegen überhaupt nicht lustig.

Lahm kann nicht drüber lachen

"Nein, ich schmunzle nicht. Es gibt Regeln in einem Team. Wenn die jemand bricht, ist das für eine Mannschaft nicht erfreulich", sagte Kapitän Philipp Lahm und kündigte mit Bestimmtheit an, "dass wir alle miteinander sprechen werden". Auch Arjen Robben findet es "traurig, dass so etwas passiert. So etwas gehört nicht zu einer richtig großen Mannschaft." Es sei aber "nichts Neues" für ihn: "Ich bin schon seit fünf Jahren beim FC Bayern, und das war schon immer so."

Das Thema Maulwurf beschäftigte alle auf der Reise nach Russland. Während Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge "die leise Hoffnung" hegt, "dass sich der Maulwurf mit dem Schnee in den Winterschlaf verabschiedet hat und das Thema damit erledigt ist", versuchte Hoeneß, die Diskussionen der letzten Tage zu verharmlosen.

"Die Spieler lachen sich halb tot über die Schlagzeilen. Ich lächle auch darüber. Wenn das unsere einzigen Probleme sind, können wir gut damit leben", sagte der Präsident, stand mit dieser Meinung aber ziemlich alleine da.

Für Rummenigge ist es "ethisch und moralisch nicht okay, dass Spieler Informationen nach außen streuen". Er sei aber "überzeugt, dass das ein Ausrutscher war, der in Zukunft nicht mehr vorkommt. Alles andere würde mich bei der Mannschaft, die einen guten Charakter hat, überraschen."

Zu seiner Zeit hätte es "einen Fall Jupp Kapellmann" gegeben, führte der Bayern-Boss weiter aus, "den musste Uli Hoeneß verkaufen, weil die Mannschaft es so wollte". Bisher ist aber nicht bekannt, wer aktuell Interna aus Sitzungen nach außen trägt. Trainer Pep Guardiola ist noch intensiv auf Maulwurf-Jagd.

Personelle Probleme rücken in den Hintergrund

Fußball gespielt wird beim FC Bayern, der neben Franck Ribery, Bastian Schweinsteiger, Holger Badstuber, Diego Contento, Claudio Pizarro und Xherdan Shaqiri kurzfristig auch noch auf Torjäger Mario Mandzukic (Wadenprobleme) verzichten muss, allerdings trotzdem - und das nach wie vor sehr erfolgreich. Belastend sei das ganze Theater nicht, meinte Lahm, das habe man am Samstag beim 3:0 im Bundesliga-Gipfel in Dortmund gesehen.

Nun will der bereits für die K.o.-Phase qualifizierte Rekordmeister seine Erfolgsgeschichte auch in der Königsklasse fortschreiben, den zehnten Sieg in Serie landen und damit den FC Barcelona überflügeln. "Selbstverständlich ist so etwas reizvoll. Wir wollen den Rekord alleine haben", unterstrich der Kapitän.

Dies hätte den Nebeneffekt, dass der erste Platz in Gruppe D vor Manchester City so gut wie perfekt wäre, "wir im Achtelfinale erst mal auswärts antreten und gewissen Krachern am Anfang aus dem Weg gehen", betonte Rummenigge. Zudem gebe es eine Million Euro an Siegprämie, "und die drei Punkte stehen uns im UEFA-Ranking gut zu Gesicht".

Die widrigen Umstände sollen keine Ausrede sein. Schon am Dienstagabend versuchten die Münchner das Beste aus der ungewohnten Situation zu machen. Anstatt auf dem Platz zu trainieren, vertrieben sie sich mit Fußballtennis in der Kabine die Zeit. Zudem gab es einen kleinen Imbiss, bevor sie im noblen Mannschaftshotel Ritz Carlton eincheckten.

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Spieler im Fokus

S. Doumbia

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Der Stürmer von der Elfenbeinküste ist eine echte Gefahr: Neun Tore in elf Ligaspielen, auch in der Königsklasse stehen bereits zwei Treffer zu Buche - aufgepasst, Bayern!

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Da Mandzukic ausfällt und auch Pizarro verletzt ist, könnte der Torschütze gegen Dortmund erneut an seinen Qualitäten als falscher Neuner feilen dürfen - mit größerem Erfolg als zuletzt fürs DFB-Team?

Redaktionstipp

Im winterlichen Moskau lassen die Bayern wie üblich nichts anbrennen und landen einen knappen Sieg.

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Bayern München

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