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Premier League

  • 26. Oktober 2013
  • • 13:45
  • • Selhurst Park, London
  • Schiedsrichter: C. Foy
  • • Zuschauer: 20050
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ENDE
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Roberto Soldado schoss die Spurs gegen Hull City zum Sieg

Premier League: Soldados Elfer sichert Spurs-Sieg

Roberto Soldado schoss die Spurs gegen Hull City zum Sieg

Getty Images

Tottenham hat einen wichtigen Arbeitssieg eingefahren. Arsenal festigte bei Crystal Palace die Tabellenführung. Auch United und Liverpool gewannen.

London.  Die Tottenham Hotspur schlugen am 9. Spieltag der Premier League Hull City knapp. Der FC Arsenal müht sich zum Dreier über Crystal Palace. Liverpool feierte einen Kantersieg beim West Bromwich, während Manchester United nach doppeltem Rückstand noch gewann. Chelsea und Manchester City beschließen das Wochenende mit dem Kracher (zum Spielbericht).

Tottenham Hotspur - Hull City 1:0 (0:0)

Tore: 1:0 Soldado (80./Handelfmeter)

Der dritte Elfmeter, das dritte Tor - Neuzugang Roberto Soldado hat seinen Tottenham Hotspur in der Schlussphase abermals vom Punkt den späten Dreier gerettet. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff bekamen die Spurs einen Handelfmeter zugesprochen, der Spanier trat an und versenkte cool zum 1:0-Endstand. Dabei taten sich die Londoner lange schwer.

Vor heimischem Publikum an der White Hart Lane gab zwar nur der Gastgeber den Ton an, aber es fehlten die zündenden Ideen, um gefährlich vor das Tor von Hull zu kommen. Trainer Andre Villas-Boas wurde zunehmend nervös und griff lautstark von der Seitenlinie ein. Doch es nützte nichts: Mit insgesamt nur vier Torschüssen ging es in die Kabinen. Lewis Holtby durfte von Beginn an ran, konnte aber auch nur selten Akzente setzen und wurde nach gut einer Stunde unter die Dusche geschickt.

Auch Ersatzmann Christian Eriksen tat sich schwer, dem lahmenden Kreativspiel Impulse zu verleihen und so strich die Zeit allmählich davon - bis zum entscheidenden Pfiff von Referee Michael Oliver. Nach der Führung waren die Spurs aber noch einmal im Glück. Tom Huddlestone knallte kurz vor dem Abpfiff bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte einen Distanzschuss an den Pfosten. Die Spurs wahren mit nun 19 Punkten als Vierter den Kontakt nach oben. Hull bleibt als Neunter auf einem einstelligen Tabellenplatz.


Manchester United - Stoke City 3:2 (1:1)

Tore: 0:1 Crouch (4.), 1:1 van Persie (43.), 1:2 Arnautovic (45.), 2:2 Rooney (78.), 3:2 Hernandez (80.)

Lange sah es nach dem ersten Sieg von Stoke City im Old Trafford seit 1976 und dem ersten Sieg der Potters über United seit 1984 aus. Vor allem in der ersten Hälfte deckte die Elf von United-Legende Mark Hughes Manchesters Defensivschwächen in der jungen Ära von David Moyes schonungslos auf und hatte eine Handvoll hochkarätiger Chancen, bei denen allein David de Gea im Bilde war.

Bei den überfallartigen Angriffen der Gäste über den Ex-Bremer Marko Arnautovic und Sturm-Schlacks Peter Crouch zeigte sich die Defensive der Red Devils vor der Pause unzählige Male überfordert. Erst traf Crouch im Sitzen gegen de Gea (4.), nachdem der erste Versuch vom United-Keeper noch abgewehrt worden war. Arnautovic gelang bei seinem Premierentor für Stoke ein Traum-Freistoß vom linken Strafraumeck in die Mauerecke.

United rannte zwar dauerhaft mit Macht, aber lange auch ohne Ideen an. Van Persies zwischenzeitlicher 1:1-Ausgleich per Abstauber (43.) war eher ein Resultat des Willens als von fußballerischer Klasse. Nach dem Seitenwechsel ließ Manchester den Gast dann kaum noch aus der eigenen Hälfte kommen. Der spektakuläre Kopfball von Wayne Rooney im Rückwärtsfallen (78.) und der Kopfball-Kracher des eingewechselten Javier Hernandez (80.) bescherten Manchester letztlich einen Sieg der Moral.

FC Liverpool - West Bromwich Albion 4:1 (2:0)

Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Suarez (12., 18., 55.), 3:1 Morrison (66./Foulelfmeter), 4:1 Sturridge (77.)

Zwischen April und September musste Liverpools Star-Angreifer Luis Suarez wegen seiner Bissattacke gegen Chelseas Branislav Ivanovic in der Premier League zuschauen. Verlernt hat der Uruguayer aber nichts, wie er mit seinen Saisontoren vier bis sechs im vierten Saisonspiel gegen die Baggies demonstrierte.

Nach zwölf Minuten tanzte Suarez Liam Ridgewell und Jonas Olsson aus, ehe er mit rechts einnetzte. Sechs Minuten später köpfte er eine scharfe Flanke von Aly Cissokho aus stolzen 16 Metern unhaltbar ins linke obere Eck. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff verlängerte er einen Freistoß von Steven Gerrard unhaltbar per Kopf in die Maschen.

Auch zwischen den Toren des Uruguayers bekamen die Zuschauer an der Anfield Road über weite Strecken Einbahnstraßenfußball ihrer Mannschaft zu sehen. Erst nach dem 0:3 kam West Bromwich besser ins Spiel und erzwang in der 66. Minute einen Foulelfmeter, den James Morrison verwandelte. Suarez' kongenialer Sturmpartner Sturridge stellte mit einem traumhaften Heber aus vollem Lauf schließlich den alten Abstand wieder her. Es war sein achtes Saisontor.

Crystal Palace - FC Arsenal 0:2 (0:0)

Tore: 0:1 Arteta (47./Elfmeter), 0:2 Giroud (88.)

Rote Karte: Arteta (65./Arsenal/Notbremse)

In einer insgesamt müden ersten Hälfte war vor allem Arsenal vom Anspruch eines Spitzenreiters weit entfernt. Die offensiven Kreativen, darunter auch Mesut Özil, tauchten weitgehend ab, bei den erspielten Halbchancen von Giroud (3.), Cazorla (35.) und Ramsey (38.) fehlte es an Präzision. Palace kam über Ex-Gunner Marouane Chamakh (28.) und Guedioura (30.) ebenfalls zu Chancen aus der Distanz.

Die Anfangsminuten im zweiten Durchgang gehörten dann wieder Arsenal, genauer gesagt Serge Gnabry. Der Deutsche war bereits nach acht Minuten für den verletzten Mathieu Flamini gekommen und wurde von Guedioura nach feiner Körpertäuschung im Sechzehner gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Mikel Arteta sicher, keine zwei Minuten später ging ein Versuch von Gnabry ganz knapp am rechten Pfosten vorbei.

Dass es noch einmal spannend wurde, lag an einer umstrittenen Entscheidung von Referee Chris Foy: Bei einem Konter von Crystal geriet Chamakh mit Arteta aneinander, Foy entschied auf Notbremse und Rot. Den Ausgleich verhinderten die Querlatte, an der ein Schuss von Joel Ward abprallte (74.) und Torwart Szczesny, der einen Weitschuss von Jedinak wenige Sekunden später sensationell entschärfte. Kurz vor Schluss machte dann Giroud per Kopf alles klar.

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