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Weltmeisterschaft

  • 24. Juni 2014
  • • 18:00
  • • Estádio Governador Magalhães Pinto, Belo Horizonte, Minas Gerais
  • Schiedsrichter: D. Haïmoudi
  • • Zuschauer: 57823
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Partyschreck Costa Rica: Ticos strotzen vor Selbstvertrauen

Während die Engländer um Wayne Rooney bald in den Urlaub fliegen, steht Costa Rica im Achtelfinale. Jetzt träumt die No-Name-Truppe von weiteren Großtaten.

Belo Horizonte. 3:1 gegen Uruguay, 1:0 gegen Italien - die Fans in der Heimat rasten aus, die Fußball-Welt ist erschüttert. Und die "Ticos" aus Costa Rica legen nach ihrem erstaunlichen WM-Start in der sogenannten "Todesgruppe" D endgültig jede Zurückhaltung ab. "Ich kann nicht sagen, wo unsere Grenze liegt - weil ich es nicht weiß", sagt etwa Celso Borges vor der Partie gegen die längst gescheiterte ehemalige Großmacht England (Dienstag, 18 Uhr im Live-Ticker).

Während die stolzen Briten mit ihren angeblichen Superstars Wayne Rooney oder Steven Gerrard nach der Partie in den Urlaub fliegen, strebt die No-Name-Truppe von Trainer Jorge Luis Pinto für das Achtelfinale weitere Großtaten an. "Wir haben Geschichte wiederholt, aber jetzt wollen wir uns endgültig verewigen. Darum geht es", sagt Borges, der quirlige Mittelfeldakteur von AIK Stockholm.

"Werden alles geben"

Schon einmal stand der Partyschreck aus Costa Rica unter den besten 16 Fußball-Nationen dieser Welt - vor 24 Jahren in Italien. Die Presse feierte damals das "Wunder von Genua", der Vater von Borges war dabei. Diesmal soll aber nicht in der nächsten Runde Schluss sein, wie damals gegen die ehemalige Tschechoslowakei (1:4). "Wir werden alles geben, um unseren Fans eine unauslöschliche Erinnerung zu verschaffen", sagt Borges.

Die Begeisterung in Costa Rica, das kaum größer ist als Niedersachsen, rund um die neuen Helden könnte größer kaum sein. Nach den zwei Siegen verwandelten Tausende Fans die Hauptstadt San José in ein rot-weiß-blaues Farbenmeer und brachten den Verkehr zum Erliegen, die Kirchenglocken läuteten. "Niemand hätte vorher auch nun einen Dollar auf uns gesetzt", sagt Stürmer Joel Campbell.

Costa Rica kann es sich gegen England, dem dritten Ex-Weltmeister in dieser Gruppe, sogar erlauben, einige Spieler für das anstehende Achtelfinale zu schonen - was für eine Schmach für die Trümmer-Truppe von der Insel. "Es wird ein paar Veränderungen geben", sagt Trainer Pinto, der eine extrem unangenehme und aggressive Mannschaft für Brasilien zusammengestellt hat.

Schnell, hungrig, diszipliniert

Spieler wie die Angreifer Campbell, Bryan Ruiz oder Abwehrkante Oscar Duarte waren vor dem Turnier nur einigen Experten bekannt. Aber sie sind schnell, hungrig, diszipliniert und in körperlicher Top-Form - Italien und Uruguay wurden förmlich überrannt. Keine guten Aussichten für die angeschlagenen Engländer, denen die dritte Pleite im dritten Spiel in Brasilien und damit eine ultimative Blamage droht.

Im Gegensatz zu Rooney und Co. strotzen die Costa Ricaner nur so vor Selbstvertrauen. "Wir sind noch nicht fertig", sagte Trainer Pinto schon nach dem Sieg gegen Italien: "Wir werden noch drei, vier Matches hier haben. Da bin ich mir sicher."

Das Märchen des Fußball-Zwergstaates soll noch lange nicht zu Ende sein. Auch Abwehrspieler Junior Diaz von Mainz 05 sehnt sich nach dem nächsten Coup: "Jetzt dürfen wir sogar noch größere Träume träumen." Die "Ticos" haben ihre Zurückhaltung endgültig aufgegeben.

Letzte fünf Spiele

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Costa Rica

England

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