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Community Shield

  • 12. August 2012
  • • 14:30
  • • Villa Park, Birmingham
  • Schiedsrichter: K. Friend
  • • Zuschauer: 36394
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ENDE
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3:2- Manchester City dreht Spiel gegen dezimiertes Chelsea

3:2- Manchester City dreht Spiel gegen dezimiertes Chelsea

Getty Images

In ungewohnten roten Trikots begann für den englischen Meister das Unternehmen „neue Saison“. Und Manchester zeigte sich durchaus in beeindruckender Form gegen Chelsea.

Birmingham. In einem spannenden Spiel holte sich Manchester City den ersten Titel der neuen Saison. Im Spiel um den Community Shield gewann der englische Meister gegen den FC Chelsea mit 3:2.

Munterer Beginn von beiden Teams

Es war ein munterer Beginn im Villa Park. Beiden Teams war zu Beginn die Lust auf die neue Spielzeit anzumerken. Chelsea versuchte mit schnellen Kombinationen nach vorne zu spielen, wirkte aber zunächst ein wenig zu ungestüm. Die Citiziens wirkten etwas reifer in der Spielanlage und hatten in der dritten Minute auch die erste Torchance, doch Cech konnte einen Freistoß von Tevez zur Ecke abwehren.

City wird stärker

Mit zunehmender Spieldauer übernahm aber der Meister mehr und mehr Kontrolle über Ball und Spiel. Bereits im Mittelfeld wurden die Räume sehr eng gemacht und das Team aus London konnte sich kaum in Szene setzen. Ramires wirkte etwas zu verspielt und Lampard bekam zunächst kaum Zugriff auf die Partie.

Konzentration auf die Defensive

Das Spiel wurde nun etwas zäh. Beide Mannschaften konzentrierten sich zunächst einmal auf die jeweilige Defensive, lediglich Manchester versuchte ab und an einmal etwas fürs Angriffspiel zu tun, doch mehr als ein Kopfball von Aguero in der 24. Minute, der aber dann doch gut einen Meter am Tor vorbeistrich, sprang dabei nicht heraus.

Chelsea mit erstem Torschuss nach 25 Minuten

Es dauerte bis zur 25. Minute, ehe sich Chelsea das erste Mal im Strafraum der Citiziens anmeldete- wenn auch schüchtern. Nach einem Querpaß von Ramires kam Lampard aus etwa 15 Metern frei zum Schuss, doch der Routinier traf den Ball nicht richtig, und so hatte Pantilimon keine Mühe, zu seinem ersten Ballkontakt zu kommen.

Aktivposten Hazard

Vier Minuten später versuchte sich Neuzugang Hazard einmal aus etwa 25 Metern. Doch auch dieser Schuss stellte den Keeper des Meisters vor keinerlei Probleme. Dennoch gehörte der Belgier durchaus zu den Aktivposten bei Chelsea. Immer wieder versuchte erl, eins-gegen-eins-Situationen zu initiieren, um somit die dichtgestaffelte Defensive Citys vor Probleme zu stellen.

„EL Nino“ schlägt zu

So plätscherte das Spiel vor sich hin, bis dann in der 40. Minute Chelsea mit der ersten richtigen Torchance in Führung ging. Ramires tankte sich bis zur Strafraumgrenze durch und passte quer zu Torres. Und „El Nino“ lupfte den Ball eiskalt über den herausstürzenden Pantilimon zum 1:0 ins Netz.

Platzverweis für Ivanovic

Nur zwei Minuten später aber brannten bei Ivanovic die Sicherungen durch. Der Verteidiger grätschte etwa 18 Metern vor dem Tor mit beiden Beinen voran Kolarov um. Nur folgerichtig dann die rote Karte für den Serben. Eine vollkommen überflüssige und brutale Aktion des 28-Jährigen.

Halbzeitführung für Chelsea

So ging Chelsea also mit zehn Mann und einem 1:0 in die Pause. Eine Führung, die zwar nicht unverdient war, dennoch aber durchaus überraschend kam. Manchester hatte zwar etwas mehr Ballbesitz, machte aber deutlich zu wenig daraus.

Torres mit starken Szenen

Die ersten Minuten des zweiten Durchgangs standen dann im Zeichen von Torres. In der 47. Minute startete der Europameister ein Solo von der Mittellinie bis in den Strafraum, wo ihm dann Kolarov in allerletzter Minute den Ball vom Fuß spitzeln konnte. Kurze Zeit später wieder ein Alleingang des Spaniers, der aber ziemlich unsanft von Kompany gebremst wurde.

Toure mit dem Ausgleich

Doch acht Minuten nach Wiederanpfiff kopierte Manchester dann quasi den Gegner. Mit dem ersten ernstzunehmenden Angriff erzielte der Premier-League-Champion den Ausgleich. Eine Flanke von Milner wurde nur unzureichend, nämlich in die Mitte geklärt. Toure stand an der Strafraumgrenze und schoss den Ball humorlos flach ins Gehäuse von Cech.

Traumtor von Tevez

Sechs Minuten später dann der Auftritt von Carlos Tevez. Mit dem Ball am Fuß lief der Argentinier an der Strafraumgrenze entlang, konnte weder von Luiz noch von Terry vom Spielgerät getrennt werden und nagelte die Kugel dann zum 2:1 ins rechte obere Eck.

Chelsea im Rausch- 3:1

Und der Meister spielte sich nun in eine Art Rausch. In der 65. Minute leitete Tevez einen Konter über die linke Seite ein, Kolarov flankte maßgenau und benutzerfreundlich für Nasri, der den Ball aus acht Metern volley am chancenlosen Cech vorbei im Tor unterbrachte.

Chelsea taucht ab

Von den Blues war nun wenig bis gar nichts mehr zu sehen. Es gab kaum noch Befreiungsaktionen. Zu dominant, zu präsent, zu aggressiv hielten die Citiziens nun dagegen. Angetrieben durch Kolarov und Milner wirbelten Tevez und Nasri die Chelsea-Verteidigung nun das eine ums andere Mal gehörig durcheinander.

City lässt Ball und Gegner laufen

In der Folge ließ Manchester die Kugel nun sicher und gelassen durch die eigenen Reihen laufen und beruhigte das Spiel und vermutlich auch Chelsea etwas, ließ man doch nun spürbar dabei nach, den Gegner unter Druck zu setzen.

Anschlusstor durch Betrand

Möglicherweise aber ließ nun auch etwas die eigene Konzentration nach. In der 79. Minute nämlich konnte Pantiliomon einen Schuss von Sturridge nicht festhalten, Bertrand stand goldrichtig und staubte zum 2:3-Anschlusstreffer ab.

Chelseas Joker bringen noch einmal Schwung

Und plötzlich, nachdem man eine gute halbe Stunde kaum noch an der Partie teilgenommen hatte, war Chelsea wieder da. Die beiden Joker Sturridge und Bertrand machten enorm Betrieb im und um den Strafraum des Meistes. Und auch die bis dato vollkommen abgetauchten Lampard und Cole waren nun in der Lage, sich ins Match einzubringen.

Manchester verdienter Sieger

Doch das Aufbäumen kam zu spät. Manchester brachte den Vorsprung routiniert ins Ziel und gewann nicht nur verdient das Spiel, sondern mit dem Community Shield auch den ersten Titel der Saison. Beeindruckend war hierbei die starke halbe Stunde nach der Pause, als man Chelsea förmlich an die Wand spielte. Bei den Blues gab es als Positivum wenigstens zu vermelden, dass Torres offenbar wieder Lust am Toreschießen hat.

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