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FA Cup

  • 5. Mai 2012
  • • 18:15
  • • Wembley Stadium, London
  • Schiedsrichter: P. Dowd
  • • Zuschauer: 89102
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ENDE
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Chelsea wieder auf Englands Pokalthron - 2:1 über Liverpool lässt „Blues“ jubeln!

Chelsea wieder auf Englands Pokalthron - 2:1 über Liverpool lässt „Blues“ jubeln!

Gettty Images

Der 1. Titel ist im Kasten für den FC Chelsea! Nach einer Kampfleistung setzte man sich im FA-Cupfinale gegen den FC Liverpool mit 2:1 durch. Es trafen Ramires, Drogba und Carroll.

London. Der FC Chelsea ist Pokalsieger im englischen FA-Cup! Nach 90 hart umkämpften Minuten setzte sich die Truppe von Roberto di Matteo gegen den FC Liverpool mit 2:1 durch und holte sich seinen vierten Pokalsieg in den letzten sechs Jahren. Das wichtige Führungstor für die Blues erzielte Ramires. Danach fand Liverpool besser ins Spiel, war aber vor dem Tor nicht abgeklärt genug. Bitter bestraft wurde dies von Didier Drogba, der in der zweiten Halbzeit nachlegte und für die Entscheidung sorgte. Für den Anschlusstreffer sorgte der eingewechselte Andy Carroll. Liverpool bäumte sich am Ende immer stärker auf, kam aber nicht mehr zum Ausgleich, der am Ende verdient gewesen wäre. Carroll selbst köpfte noch ein weiteres Mal gefährlich auf den Kasten der Hauptstädter - doch Petr Cech rettete sensationell und wohl vor, oder zumindest auf, der Linie.

Ramires sorgt für die frühe Führung

Mit hohem Tempo und noch höherer Spannung begann das Pokalfinale im Wembley. Beide Teams versuchten, Fehler möglichst zu meiden und zu Beginn kein Risiko zu gehen. Der erste Fehler dieser Art passierte dem Carling-Cup Sieger Liverpool: mit einem öffnenden Ball schickte Juan Mata Ramires auf die Reise, der sich mit dem Ball stark gegen zwei Verteidiger des FC Liverpool behauptete. Sein Abschluss aus halbrechter Position konnte vom nicht ganz unschuldigen Keeper Reina nicht mehr abgewehrt werden und brachte den Hauptstädtern die Führung. Im direkten Gegenzug hatte Craig Bellamy eine großartige Chance, doch sein Abschluss aus etwa zehn Metern wurde von Branislav Ivanovic kurz vor der Linie geklärt.

Liverpool danach besser im Spiel

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Teams immer wieder Nadelstiche setzten konnten. Besonders auffällig war immer wieder Ramires, der diverse Zweikämpfe im Mittelfeld annahm, gewann und Bälle eroberte. Nicht nur wegen seines Tores war der Flügelspieler für Chelsea in den ersten 30 Minuten besonders wertvoll. Liverpool kombinierte auf hohem Niveau, kam allerdings meist nur bis zum Strafraum. Für die größte Gefahr sorgte ein abgefälschter Flankenball. Chelsea, das das Zepter zunehmend aus der Hand gab, verteidigte zwar kompakt, konnte sich aber nach vorne nur noch unzureichend befreien. Zwei Weitschüsse von Lampard und Drogba zeigten die steigende Ratlosigkeit des Di-Matteo-Teams. Mikel und Agger setzten zudem mit härteren Fouls für beide Teams Zeichen.

Drogba legt nach - eiskalt zum 2:0

Nach dem Seitenwechsel legte Chelsea wieder eine Schippe drauf, erspielte sich sofort eine Chance, bei der Cole statt zu schießen zu passen versuchte. Dies misslang, sodass man eine gute Gelegenheit liegen ließ. Diese nutzte wenige Momente später Didier Drogba, der nach einem wunderbaren Pass in die Gasse von Lampard relativ freistehend vor Reina auftauchte und mit links flach ins rechte untere Toreck einnetzte. Weitere Chancen gab es in der Folge für Mata und nochmal Drogba, der ans Außennetz schoss.



Eingewechselter Carroll verkürzt für die Reds

Für Hoffnung sorgte der eingewechselte Andy Carroll, der von Anfang an ordentlich Druck machte. Nach einem Ball von Luis Enrique kam der Strafraumstürmer an den Ball und vollendete wuchtig ins Gehäuse von Torwart Petr Cech. Nach weiteren Flanken von Luis Enrique und Glen Johnson köpfte Carroll zwei Mal über das Tor. Auch Gerrard und Henderson kamen zu weiteren Schusschancen, doch scheiterten meist an eigener Unfähigkeit. Liverpool war nun die klar bessere Mannschaft.

Wembley-Tor im Wembley-Stadion?

Für kontroverse Diskussionen sorgte eine Szene in der 83. Minute, als Glen Johnson erneut Andy Carroll im Strafraum fand. Dieser köpfte aus gut fünf Metern wuchtig auf den Kasten von Petr Cech, der den Ball nach oben an die Latte abwehrte, bevor die Chelsea-Abwehr klären konnte. Ball hinter der Linie oder nicht? Kein Tor sagt der Referee! Die TV-Bilder lösten es nicht final auf, die Tendenz geht aber dazu, dass der Ball nicht mit vollem Umfang hinter der Linie war. Eine unglaublich schwierige Entscheidung, bei dem sich das Gespann anschließend nochmal beraten hatte - doch es blieb dabei: kein Tor!

Chelsea holt die Trophäe

Zum vierten Mal in sechs Jahren hat der FC Chelsea damit den FA-Cup in England gewonnen. Nach 2007, 2009 und 2010 reichte es auch 2012 zum großen Triumph. Roberto Di Matteo führt seinen Triumphzug seit der Übernahme des Teams Anfang März also nahtlos fort. Liverpool geht mit einem Titel aus der Saison, Chelsea ebenfalls - allerdings nur vorerst. Die ganz große Chance wartet am 19. Mai in München. Beim großen Finale der UEFA Champions League.

Eure Meinung: Geht der Titel verdient an den FC Chelsea?


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