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Serie A

  • 16. Februar 2014
  • • 12:30
  • • Stadio Angelo Massimino, Catania
  • Schiedsrichter: P. Mazzoleni
  • • Zuschauer: 12487
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ENDE
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Serie A: AS Rom siegt souverän, Juventus weiter auf Titelkurs

Serie A: AS Rom siegt souverän, Juventus weiter auf Titelkurs

Getty Images

Juventus lässt den Patzer gegen Hellas vergessen und macht es gegen den anderen Verona-Klub besser. Lazio verliert weiter an Boden auf die internationalen Ränge.

Mailand. Der AC Milan kann doch noch gewinnen – dank eines genialen Moments von Mario Balotelli. Der defensiv starke FC Bologna wehrte sich lange erfolgreich und musste sich letztlich nur aufgrund eines Traumtores geschlagen geben. Am Sonntag zog Lazio Rom im Mittagsspiel bei Catania Calcio den Kürzeren. Juventus Turin, der SSC Neapel und der AS Rom gaben sich keine Blöße.

AS Rom - Sampdoria Genua 3:0 (1:0)

Tore:
1:0 Destro (44.), 2:0 Pjanic (54.), 3:0 Destro (57.)
Gelb-Rot:
Gastaldello (Genua, 81.)

Die Roma ist zurück in der Spur. Nach der biederen Nullnummer im Derby della Capitale gegen Lazio und dem bitteren Pokal-Aus durch die herbe 0:3-Pleite gegen Napoli bewies der Tabellenzweite Moral und kämpfte die unter Sinisa Mihajlovic erstarkte Samp nieder. Spielentscheidender Mann bei der Roma war Mattia Destro, der mit zwei Toren seine sagenhafte Quote nach langer Knieverletzung aufbesserte. Seit seinem Comeback im Dezember trifft Destro im Schnitt alle 76 Minuten das Tor.

Ohne den an muskulären Problemen laborierenden Francesco Totti merkte man der Elf von Rudi Garcia dabei zunächst den Respekt vor dem Gegner an. Genua hatte sieben Punkte aus den letzten drei Spielen geholt - die letzten beiden davon jeweils zu Null gewonnen. Dementsprechend schwer tat sich die Roma. Eine der seltenen Chancen vergab Gervinho, dessen Abschluss aus spitzem Winkel noch auf der Linie geklärt wurde. Die Gastgeber erhöhten aber sukzessive den Druck und drängten auf das 1:0, das schließlich noch vor der Pause fiel.

Mattia Destro erlöste die Hauptstädter per Kopf nach einer Ecke. Im zweiten Durchgang gab es zunächst Aufregung um ein Handspiel von Mehdi Benatia im Strafraum - bei strenger Regelauslegung hätte man auf Strafstoß für Genua entscheiden können. Dafür klingelte es auf der Gegenseite. Miralem Pjanic zauberte einen Freistoß aus fast 30 Metern wuchtig ins linke Eck. Direkt im Anschluss die Entscheidung, als Destro ein Gervinho-Zuspiel aus der Drehung verwertete. Zehn Minuten vor Schluss wurde er unter stehenden Ovationen verabschiedet. Momente später holte sich Genuas Daniele Gastaldello nach wiederholtem Foulspiel noch die Gelb-Rote Karte ab.

Juventus Turin - Chievo Verona 3:1 (2:0)

Tore: 1:0 Asamoah (17.), 2:0 Marchisio (29.), 2:1 Caceres (51./ET), 3:1 Llorente (58.)

Juventus marschiert weiter unbeirrt in Richtung Meisterschaft. Auch Verona konnte den Turinern kein Bein stellen. Die seit Oktober in der Liga unbezwungenen Bianconeri hatten weit weniger Probleme als noch beim peinlichen Remis nach Zwei-Tore-Führung gegen Chievos Stadtrivalen Hellas und kamen auch mit einer besseren B-Elf zum nie gefährdeten Sieg. Erfreulich aus Juve-Sicht: Taktgeber Andrea Pirlo legte beide Tore auf  und verdoppelte damit seine Vorlagenquote in dieser Saison.

Nachdem sich die Elf von Trainer Antonio Conte in der Anfangsphase noch schwer tat, wurde Kwadwo Asamoahs sehenswerter Führungstreffer zum Brustlöser für den Gastgeber. Der Ghanaer zirkelte den Ball nach Zusammenspiel mit Fernando Llorente aus der Distanz in den linken Torwinkel. Danach lief es flüssiger beim Meister - Claudio Marchisio münzte die Überlegenheit um und erhöhte per Abstauber nach einem Pirlo-Freistoß auf 2:0.

Erinnerungen an das 2:2 gegen Hellas wurden kurz nach Wiederbeginn wach, als Martin Caceres unglücklich von Stephan Lichtsteiner angeschossen wurde und ins eigene Tor traf. Diesmal aber blieb Juve dran und ging auf die Entscheidung. Llorente köpfte eine Ecke zum beruhigenden 3:1 ein - Pirlo sammelte dabei seinen zweiten Assist des Nachmittags. Juve zeigte sich auch in der letzten halben Stunde spielfreudig, verpasste aber das vierte Tor.

Sassuolo Calcio - SSC Neapel 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 Dzemaili (37.), 0:2 Insigne (55.)

Die neapolitanischen Festspieltage gehen weiter. Nachdem die Mannschaft von Rafael Benitez unter der Woche im Halbfinale der Coppa unter den Augen von Diego Maradona eine 2:3-Hinspielpleite gegen die Roma noch drehte und ins Finale einzog, konnte sie nun mit dem Erfolg über Sassuolo den Champions-League-Qualifikationsrang festigen. Die Süditaliener packten die Gelegenheit beim Schopfe und setzten sich nach der Fiorentina-Pleite erstmals entscheidend ab.

Dabei gestaltete sich der Auftakt zäh. Die mutigen Gastgeber bespielten Napoli effektiv und ließen den Favoriten nicht zur Entfaltung kommen. Blerim Dzemaili erlöste erst gegen Ende des ersten Durchgangs seine Farben, als er eine Ablage von Marek Hamsik von der Strafraumkante zur schmeichelhaften 1:0-Führung einschoss. Allmählich löste sich bei den Gästen der Knoten und Napoli fing an, ein flüssigeres Kombinationsspiel aufzuziehen.

Dennoch dauerte es bis zehn Minuten nach Wiederanpfiff, ehe die Benitez-Elf die Vorentscheidung herbeiführte. Der gut aufgelegte Hamsik bediente Lorenzo Insigne und der 1,63 Meter kleine Dribbler schoss unhaltbar ins rechte Eck ein, nachdem er sich im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durchsetzte. Das Spiel war danach praktisch entschieden, da von Sassuolo kein Aufbäumen mehr kam. Auf Platz vier sind es nun schon sechs Punkte Vorsprung.

Catania Calcio – Lazio Rom 3:1 (1:1)

Tore: 1:0 Izco (1.), 1:1 Mauri (45.), 2:1 Spolli (48.), 3:1 Peruzzi

Zu Beginn beider Halbzeiten ging es viel zu schnell für das Team von Edy Reja: Als Izco nach wenigen Sekunden per Halbvolley die Führung für den Tabellensiebzehnten ins Netz drückte, befand sich die Defensive im kollektiven Tiefschlaf. Ohne Hernanes fiel den Laziali dann auch offensiv weitestgehend wenig ein: Flanken und hohe Bälle auf den gut zugestellten Klose waren Standard, lediglich der eine oder andere Weitschuss kam dazu.

Als Mauri kurz vor dem Pausenpfiff per Kopf platziert zum Ausgleich traf, ließ man sich nach Wiederanpfiff erneut überrumpeln. Spolli traf nach einer Ecke unter die Latte, beim schönen Angriff über Peruzzi zehn Minuten später gab es wiederum keine Gegenwehr.

Danach gaben sich die Gäste auf, Catania spielte in der zweiten Halbzeit einige Konter nicht zu Ende. Klose fiel nur einmal durch einen Kopfball auf, der ging allerdings knapp vorbei (78.). Lazio bleibt auf Platz zehn, Catania schöpft Hoffnung im Abstiegskampf.

AC Milan – FC Bologna 1:0 (0:0)

Tore: 1:0 Balotelli (87.)

Gegen über weite Strecken harmlose Gäste schafften die Rossonieri dank Mario Balotelli den wichtigen Heimdreier. Lange Zeit ließ Bologna in der Defensive überhaupt nichts zu und auf Seiten des AC fehlte es vor allem an Kreativität im Offensivspiel. Doch dann kam Balotelli. Aus dem nichts entschied der bis dahin abgetauchte Nationalspieler mit einem unglaublichen Distanzschuss die Partie.

Milan war bemüht die Vorgaben von Trainer Clarence Seedorf umzusetzen und hatte die Partie 60 Minuten lang im Griff, schaffte es aber nicht sich ernsthafte Torchancen zu erarbeiten. Gegen die Kompakte Defensive Bolognas fanden die Rossonieri kein erfolgreiches Mittel. Da sich Balotelli oft aus dem Sturmzentrum zurückfallen ließ, kamen in der Spitze kaum torgefährliche Aktionen zustande.

Lediglich in der 80. Minute schien Milan dem Führungstreffer nahe, doch Kaka und Pazzini brachten den Ball außer kurzer Distanz nicht im Gehäuse unter. Die Gäste hatte nach einer knappen Stunde gleich dreimal die Chance den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen und in Führung zu gehen. Zunächst jagte Jonathan Cristaldo eine weite Hereingabe aus dem Halbfeld knapp über den Kasten, eine Minute später versuchte es Christodoulopoulos aus der Distanz und fand im starken Abiati seinen Meister.

Als alles schon nach einer schnöden Punkteteilung aussah sorgte Mario Balotelli doch noch für den magischen Moment des Spiels. Der 23-Jährige fasste sich aus rund 25 Metern halbrechter Position ein Herz, nagelte den Ball in die linke obere Torecke und mutierte so zum Matchwinner.


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