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Weltmeisterschaft

  • 17. Juni 2014
  • • 21:00
  • • Estádio Governador Plácido Aderaldo Castelo, Fortaleza, Ceará
  • Schiedsrichter: C. Çakιr
  • • Zuschauer: 60342
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"Goldköpfchen" Neymar und Co. wollen mit Mexiko eine Rechnung begleichen

WM-Gastgeber Brasilien will im zweiten Gruppenspiel gegen Mexiko eine alte Rechnung begleichen. Der ganz große Druck aber ist weg.

Fortaleza/Teresópolis. Bei ihrer erfolgreich gestarteten Mission "Hexa" wollen die Brasilianer im zweiten Schritt eine offene Rechnung mit Mexiko begleichen. Der Stachel des verlorenen Olympia-Finals gegen El Tri vor zwei Jahren sitzt noch immer tief, im zweiten WM-Gruppenspiel am Dienstag (16.00 Uhr Ortszeit/21.00 Uhr MESZ) sollen die Mexikaner in Fortaleza für die Demütigung bezahlen.

"Das war sehr schlimm, wir wollten diese Goldmedaille unbedingt", sagt Offensivspieler Hulk, dessen Einsatz wegen anhaltender Oberschenkelprobleme aber gefährdet ist. Auch Superstar Neymar, der sich nach seinen zwei Treffern zum WM-Start eine neue Frisur mit blonden Strähnen gönnte, konnte die damalige 1:2-Finalniederlage nicht verhindern und sinnt nun auf Revanche.

Die Mexikaner aber sind nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen Kamerun ein gefährlicher Gegner. "Die Jungs werden auf dem Platz alles rauslassen, jeden Tropfen Schweiß, den sie haben, um das Resultat zu erzielen, das wir haben wollen", versprach Trainer Miguel Herrera.

"Mexikaner haben Top-Qualität"

Die Brasilianer sind gewarnt. "Die Mexikaner haben Top-Qualität, ein großartiges Team", sagte Kapitän Thiago Silva. Das hat Brasilien aber auch. Außerdem ist die gewaltige Anspannung abgefallen, im Team herrscht wieder brasilianische Lebensfreude. Auf dem Flug nach Fortaleza packten Dante und Dani Alves die Samba-Trommeln aus und stimmten sich auch musikalisch ein. Denn Neymar und Co. wollen wieder Samba-Fußball zelebrieren, statt Ergebnis-Fußball zu arbeiten.

"Ich habe eine Riesenlast auf meinen Schultern empfunden, die haben wir von uns genommen. Wir können jetzt gelöster in die Partie gegen Mexiko gehen", sagte Kapitän Thiago Silva. Der Innenverteidiger von Paris St. Germain weiß aber auch, dass sich an der grundsätzlichen Erwartung der fast 200 Millionen Brasilianer nichts geändert hat. Die Mission "Hexa", der sechste WM-Titel, muss erfüllt werden.

Nationaltrainer Luiz-Felipe Scolari geht deswegen auch keine Experimente ein und setzt auf die eingespielte Sieger-Elf der Eröffnungspartie, sofern Hulk wieder fit werden sollte. "Ich habe im ersten Spiel nicht aufgehört zu spielen, und wenn Gott will, wird es mich auch im zweiten Spiel nicht stoppen", sagte Hulk.

Scolari verärgert

Ein auch spielerisch überzeugender Auftritt gegen Mexiko würde zudem die störenden Nebengeräusche durch den höchst umstrittenen Elfmeter gegen Kroatien verstummen lassen. Coach Scolari ärgert sich noch immer über die seiner Meinung durch ausländische Medien lancierten Verschwörungstheorien.

Die Brasilianer sind wild entschlossen, sich durch nichts und niemanden auseinanderbringen zu lassen. Viele meinen, dieser besondere Zusammenhalt habe in Fortaleza seinen Ursprung, auch bei einem Spiel gegen Mexiko. Als beim zweiten Gruppenspiel des Confed Cups vor einem Jahr im Estádio Castelão die Nationalhymne wie üblich nach 90 Sekunden gestoppt wurde, sangen erst die Fans und dann die Spieler den Text einfach weiter. So machen es die Seleção und ihre Anhänger auch bei der WM.

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