thumbnail Hallo,
Live

Freundschaftsspiel

  • 4. September 2014
  • • 17:00
  • • Stadion Tušanj, Tuzla
  • Schiedsrichter: D. Grujić
3
ENDE
0

Karim Benzema und Co. setzten sich gegen Spanien durch

Tests: Spanien verliert erneut, Italien siegt bei Conte-Debüt und Ibra ist Schwedens neuer Rekordtorschütze

Karim Benzema und Co. setzten sich gegen Spanien durch

Gettyimages

Beim ersten Spiel unter dem neuen Coach schlägt Italien die Niederlande, Spanien unterliegt Frankreich. Ibra hatte mit Schweden gegen Estland besonderen Grund zum Jubeln.

In Spiel eins nach dem WM-Desaster setzte es für Spanien die nächste Niederlage. In Paris musste man sich Frankreich mit 0:1 geschlagen geben. Zuvor hatte Italiens neuer Trainer Antonio Conte die Niederlande in seinem ersten Spiel mit 2:0 geschlagen. Gegenüber Guus Hiddink erlebte hingegen einen denkbar schlechten Start. Zlatan Ibrahimovic ist unterdessen Schwedens neuer Rekordtorjäger: Dank seines Doppelpacks gegen Estland übertraf er eine Uralt-Bestmarke. Belgien schlägt Australien, Derweil feierte Bosnien-Herzegowina im Testspiel gegen Liechtenstein einen ungefährdeten 3:0-Erfolg.

Frankreich – Spanien 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Remy (73.)

Für den entthronten Weltmeister Spanien geht die Leidenszeit weiter. Im ersten Test nach dem Debakel in Brasilien verlor das Team von Vicente del Bosque gegen Frankreich mit 1:0. Ohne Casillas, Pique, Xavi, Iniesta und Xabi Alonso in der Startelf zeigten die Gäste im Stade de France in Paris zu Beginn ihr gewohntes Kurzpassspiel. Dafür debütierten mit Carvajal, Raul Garcia und San Jose drei neue Spieler in der Startelf.

Die erste Chance hatte jedoch Karim Benzema, dessen Abschluss de Gea erst im Nachfassen sichern konnte. In der Folge pressten die Spanier extrem früh und bereiteten den Franzosen immer wieder Probleme. Das Ganze jedoch ohne wirkliche Strafraumszenen. Nach 50 Minuten jubelten die Franzosen, doch das Tor von Karim Benzema wurde fälschlicher Weise aberkannt.

Gute zwanzig Minuten vor dem Ende gab es dann aber keine Zweifel, als Valbuena auf Remy zurücklegte und der Neuzugang des FC Chelsea trocken abschloss. Sieben Minuten vor dem Ende hatte David Silva die riesen Chance zum Ausgleich, doch der Mittelfeldmann von Manchester City schob den Ball am knapp am Pfosten vorbei.

Italien – Niederlande 2:0 (2:0)

Tore: Immobile (3.), De Rossi (10.)

Rote Karte: Martins Indi (Niederlande)

Das Spiel hatte noch gar nicht richtig angefangen, da war es schon entschieden. Die Niederländer, die auf den angeschlagenen Robben verzichten mussten, verschliefen den Start komplett und fingen sich bereits in der dritten Minute den ersten Treffer. Dortmunds Ciro Immobile enteilte seinem Verfolger nach schönem Pass von Bonucci, umkurvte Keeper Cillessen und schob locker ein.

Es kam aber noch dicker für die Elftal. Martins Indi fällte Zaza nur wenige Minuten später im Strafraum und sah dafür zu Recht die Rote Karte. De Rossi verwandelte den anschließenden Elfmeter sicher unten links (10.). Die Squadra Azzurra, bei der Pirlo mit Hüftproblemen fehlte, spielte ihre Überzahl in der Folge clever aus und kam noch vor dem Seitenwechsel zu guten Gelegenheiten. Cillessen rettete mehrfach in höchster Not. Zehn Minuten vor Schluss traf der eingewechselte Mattia Destro mit seinem Kopfball noch die Latte.

Guus Hiddinks Mannschaft fand auch in der zweiten Hälfte nie wirklich ins Spiel und ließ echte Torchancen über 90 Minuten vermissen. Schon am Dienstag kann sich die Elftal gegen Tschechien in der Qualifikation rehabilitieren. Für Italien geht es dann gegen Norwegen.

Belgien - Australien 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Mertens (18.), 2:0 Witsel (77.)

Die Belgier hatten sich dieses Spiel vermutlich einfacher vorgestellt. Australien spielte gut mit, war aber letztlich chancenlos. Insbesondere am Ende der zweiten Halbzeit drehte die belgische Reserve nochmal auf.

Die frühe Führung für Belgien erzielte Dries Mertens in der 18. Minute. In den kommenden Minuten hatte Belgien zwar mehr vom Spiel, doch auch Australien kam mit langen Bällen immer wieder gefährlich vor das Tor von Thibaut Courtois. Bei den Belgiern stand der Wolfsburger Kevin de Bruyne in der Startformation, Superstars Eden Hazard und Romelu Lukaku setzten das Spiel jedoch aus. Beide wurden durch ihre jüngeren Brüder Thorgan und Jordan ersetzt.

In der zweiten Halbzeit zogen die Roten Teufel das Tempo merklich an, Axel Witsel sorgte in der 77. Minute mit einem sehenswerten Schuss von der Strafraumgrenze für die Entscheidung. Ein verdienter Sieg für Belgien, die insbesondere in der Schlussphase viele Chancen herausspielten.

Schweden – Estland 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 Ibrahimovic (3.), 2:0 Ibrahimovic (24.)

Dank Superstar Zlatan Ibrahimovic feierten die Schweden einen ungefährdeten 2:0 Sieg gegen Estland. Bereits nach vier Minuten war der Stürmer von PSG zur Stelle und drückte den Ball per Volleyabnahme knapp hinter die Linie. Alle Abwehraktionen von Keeper Pareiko nützten nichts. Auch ohne Torlinientechnik erkannte der Assistent das Tor an.

Zwanzig Minuten später war "Ibrakadabra" wieder zur Stelle. Nach Vorlage von Larsson erzielte der 32-Jährige mit der Hacke das 2:0. Es war sein 50. Länderspieltreffer im 99. Länderspiel, wodurch Ibrahimovic nun alleiniger Rekordtorschütze seines Landes ist. Er löste Sven Rydell ab, der zwischen 1923 und 1932 in 43 Einätzen 49 Treffern erzielte. Beim anschließenden Jubel zog der Stürmer sein Trikot aus und zeigte ein Shirt mit der Nummer 50.  Die Gelbe Karte gab es oben drauf.

In der Folge passiert wenig und die Schweden dominierten weiterhin die Partie. Die vielen Wechseln in den zweiten 45 Minuten, zu denen auch Branimir Hrgota zählte, zerstörten den Spielfluss, sodass es am Ende beim 2:0 blieb.

Bosnien-Herzegowina - Liechtenstein 3:0 (3:0)

Tore: 1:0 Ibisevic (2.), 2:0 Ibisevic (14.), 3:0 Dzeko (24.)

Direkt zu Beginn der Partie sorgte der Favorit aus Bosnien für klare Verhältnisse. Durch einen Doppelschlag von Vedad Ibisevic stand es nach weniger als einer Viertelstunde 2:0 für die Hausherren. Auch im weiteren Spielverlauf taten sich die Gäste sichtlich schwer und kamen nur vereinzelt zu Chancen.

Für die vorzeitige Entscheidung sorgte noch vor der Pause Edin Dzeko, der in der 24. Spielminute auf 3:0 erhöhte. Nach der Halbzeit flachte die Partie sichtlich ab. Während Liechtenstein wie bereits im ersten Abschnitt die Mittel fehlten, mangelte es der Mannschaft von Trainer Safet Susic am nötigen Elan, um am Ergebnis noch etwas zu ändern. 

Dazugehörig