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Bundesliga

  • 5. April 2014
  • • 18:30
  • • Signal-Iduna-Park, Dortmund
  • Schiedsrichter: K. Kircher
  • • Zuschauer: 80000
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ENDE
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Stuttgart, Bremen, Braunschweig: Kampf um die Existenz

Der VfB, Braunschweig und Bremen kämpfen um die Existenz. In Augsburg kommt es zum bayerischen Derby, Dortmund empfängt ambitionierte Gäste.

Stuttgart. Bayern München legt keinen Wert mehr auf die Bundesliga, aber Braunschweig, Werder und Stuttgart kämpfen ums Überleben. In Derbys geht es für die Abstiegskandidaten um wichtige Punkte.

Stuttgart - Freiburg (Sa., 15.30 Uhr)

Das sagen die Beteiligten:

Huub Stevens (Trainer Stuttgart): "Es wird immer knapper. Und enger. Das nächste ist immer das allerwichtigste Spiel."

Christian Streich (Trainer Freiburg): "Der VfB wird alles tun, um zu gewinnen. Wir dürfen uns nicht verstecken, sondern versuchen, Fußball zu spielen."

Personal:

Bei Stuttgart fehlen: Kirschbaum (Muskelbündelriss), Niedermeier (Rotsperre), Funk (U 23), Rojas (Trainingsrückstand), Sararer (Wadenprobleme)

Bei Freiburg fehlen: Jullien (nicht berücksichtigt), Mujdza (Syndesmoseanriss und Außenbandriss im rechten Sprunggelenk),Pilar (Außenbandriss im Sprunggelenk), Schuster (Gelbsperre), Zuck (nicht berücksichtigt), Dembele (nicht berücksichtigt), Hanke (Patellasehnenreizung)

Darum geht's:

Der VfB steckt mitten im Existenzkampf. Mit 24 Punkten sind die Schwaben 16., nur zwei Zähler vor dem Letzten Braunschweig und ebenfalls zwei hinter Nürnberg, das momentan den rettenden 15. Platz belegt. Huub Stevens' Bilanz ist negativ: Einem Sieg und einem Remis stehen zwei Niederlagen gegenüber. Eine weitere Pleite, noch dazu im Derby gegen Freiburg, würde den VfB an den Rand des Abgrunds drängen.

Bei den Breisgauern richtete sich das Hauptaugenmerk zuletzt auf Trainer Streich, der sich mit Nürnbergs Verbeek ein Verbalscharmützel lieferte. Sportlich hat sich der SC in den vergangenen vier Spielen etwas Luft verschafft. Dank dreier Siege und insgesamt zehn Punkten verbesserte man sich auf Rang 14 - fünf Zähler vor Stuttgart. Nicht nur deswegen liegt der Druck klar beim gastgebenden VfB.

Die OPTA-Facts zum Spiel:

Gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten holte der VfB zuhause im Schnitt so viele Punkte (2.43), und gegen kein Team haben die Schwaben eine ebenso hohe Siegquote (78.6%).
5 Punkte holte der VfB in der Rückrunde, alle anderen Teams mindestens 8. Zudem kassierte nur Hoffenheim in der Rückrunde ebenso viele Gegentore wie Stuttgart (24). Ein Drittel seiner 33 Saisontore schoss der SCF in den vergangenen 4 Partien (11). Einen solchen Lauf hatte Freiburg in der Bundesliga zuletzt vor 13 Jahren (im März/April 2001 sogar 13 Tore in 4 Spielen).

Stuttgart verspielte 28 Punkte nach eigener Führung (in der Rückrunde alleine 19), mit Abstand die meisten ligaweit. Den Höchstwert seit Einführung der 3-Punkte-Regel hält übrigens Schalke: 34 verspielte Punkte 1999/00.

Nürnberg - Gladbach (Sa., 15:30 Uhr)

Das sagen die Beteiligten:

Mike Frantz (Nürnberg): "Wir hatten einen guten Start in die Rückrunde. In den folgenden Spielen haben wir es dann leider nicht mehr geschafft, unser Spiel in der gleichen Weise aufzuziehen. Wir haben vor der Rückrunde gesagt, dass 35 Punkte zum Klassenerhalt reichen. Dazu fehlen uns jetzt noch drei Siege."

Lucien Favre (Trainer Gladbach): "Nürnberg kämpft gegen den Abstieg, das sagt alles. Wir kennen diese spezielle Situation. Es wird ein Kampf. In der Hinrunde war es beim 3:1-Sieg nicht einfach für uns."

Personal:

Bei Nürnberg fehlen: Uphoff (nicht berücksichtigt), Chandler (Außenmeniskusriss), Antonio (Knorpelschaden), Nilsson (Muskelfaserriss), Pogatetz (Gelb-Rote Karte), Campana (Oberschenkelverletzung), Gebhart (Adduktorenprobleme), Hasebe (Knieoperation), Stark (Gelbsperre), Ginczek (Kreuzbandriss)

Bei Gladbach fehlen: Mero (nicht berücksichtigt), Stranzl (Teilriss der Innenbänder im Sprunggelenk), Wendt (Aufbautraining nach Innenbandriss)

Darum geht's:

Abstiegskampf versus Europa-Ambitionen: Während der Club vier der letzten fünf Spiele verlor und sich mit 26 Punkten auf dem Schleudersitz wiederfindet, kletterte Gladbach wieder auf einen Euro-League-Platz. Personell pfeift Nürnberg aus dem letzten Loch, muss unter anderem Chandler, Pogatetz, Hasebe und den langzeitverletzten Ginczek ersetzen. Die fränkischen Hoffnungen ruhen erneut auf Angreifer Josip Drmic, der mit zehn Treffern bester Rückrundenschütze der Liga ist.

Gladbach spielt eine wechselhafte Rückrunde, rutsche vom Winterplatz drei ins vordere Mittelfeld ab. Am vergangenen Wochenende schlug die Favre-Elf den HSV - ein Erfolg, der beim akut gefährdeten Club bestätigt werden soll. Mit 45 Punkten rangiert Gladbach zwei Zähler hinter Wolfsburg, weitere zwei fehlen auf das Viertplatzierte Leverkusen. Außer Stranzl und Wendt stehen alle Stammkräfte zur Verfügung.

OPTA-Facts zum Spiel:

Kein Bundesligist teilte so lange nicht mehr die Punkte wie Nürnberg (11 Spiele). Der Club traf bereits 22-mal in der laufenden Bundesliga-Saison Aluminium. Den Bundesliga-Höchstwert für die meisten Alu-Treffer in einer Saison seit detaillierter Datenerfassung durch Opta 2004/05 hält der BVB mit 23 aus der Saison 2011/12.

Patrick Herrmann wurde in dieser Saison 25-mal ausgewechselt, niemand sonst mehr als 20-mal. Damit stellte Hermann den historischen Bundesligarekord von Rene Eijkelkamp ein, der 1997/98 ebenfalls 25-mal ausgewechselt wurde.

Raphael Schäfer (125) hielt die meisten Bälle in dieser Saison, Marc-Andre ter Stegen folgt mit 113 auf Rang 3 (dazwischen liegt Oliver Baumann mit 124). Schäfer gab beim 0-1 in Mönchengladbach im März 2002 sein BL-Debüt.

Bremen - Schalke (Sa., 15.30 Uhr)

Das sagen die Beteiligten:

Robin Dutt (Trainer Bremen): "Schalke hat vor allem in der Offensive eine unglaubliche Qualität und Effektivität. Theoretisch werden wir auch am Samstag nach einem Sieg nicht durch sein."

Jens Keller (Trainer Schalke): "Wir wollen unseren Lauf fortsetzen. Wenn wir punkten, haben wir es in der Hand. Da schauen wir nicht auf die Konkurrenten."

Personal:

Bei Bremen fehlen: Strebinger (nicht berücksichtigt), Röcker (nicht berücksichtigt), Kroos (Knieverletzung), Stevanovic (nicht berücksichtigt), Stevanovic (nicht berücksichtigt), von Haacke (nicht berücksichtigt), Yildirim (Adduktorenprobleme)

Bei Schalke fehlen: Aogo (Kreuzbandriss), Santana (Faserriss), Fuchs (Meniskusoperation), Höwedes (Muskelbündelriss), Kirchhoff (Syndesmoseriss), Uchida (Sehnenverletzung), Clemens (Schambeinentzündung), Höger (Kreuzbandriss), Klingenburg (nicht berücksichtigt), Farfan (Kniereizung)

Darum geht's:

Nach drei sieglosen Partien wirkte Bremens Last-Minute-Sieg in Hannover wie eine Befreiung - jetzt ist Werder Zwölfter. Viel wichtiger sind allerdings die 32 Zähler, die ein Acht-Punkte-Polster auf den Relegationsplatz bedeuten. So steht eine unter allen Umständen komplizierte Saison vor dem glücklichen Ende.

Schalke absolviert eine national überragende Rückrunde, verlor von den letzten 13 Spielen nur in München. Dabei ließ sich S04 weder vom demoralisierenden 1:6 gegen Real Madrid noch der angewachsenen Verletztenliste aus der Bahn werfen. Auch beim 0:0 in Dortmund hielt sich das Keller-Team schadlos. Mit 54 Punkten liegt Schalke nur einen Zähler hinter der Borussia, aber bereits sieben vor Bayer Leverkusen. Das Rennen um die Vize-Meisterschaft ist eröffnet.

OPTA-Facts zum Spiel:

Schalke hat die letzten 5 Bundesliga-Duelle gegen Bremen alle gewonnen (3-1-Sieg im Hinspiel) - dabei gelangen den Knappen jeweils mindestens 2 Tore. Werder Bremen hat aktuell nur gegen Borussia Dortmund und den FC Bayern (je 6 Niederlagen in Folge) längere Niederlagenserien in der Bundesliga vorzuweisen als gegen Schalke (5). In diesen letzten 13 Spielen kassierte Schalke nur 1-mal mehr als 1 Gegentor (beim 1-5 in München), 8-mal wurde in dem Zeitraum zu Null gespielt. Keller holte im Schnitt 1.87 Punkte als Trainer der Knappen - das ist der höchste Wert aller Schalker Bundesliga-Trainer (Interimstrainer nicht berücksichtigt).

Frankfurt - Mainz (Sa., 15.30 Uhr)

Das sagen die Beteiligten:

Alex Meier (Frankfurt): "Das Derby gegen Mainz ist schon etwas Besonderes, aber auch nicht übertrieben, wie es vielleicht bei anderen Derbys zugeht."

Nikolce Noveski (Mainz): "Für die Fans ist es etwas Besonderes, kein Spiel wie jedes andere. Wir wollen ihnen die Reise mit einem Sieg verschönern - ein Erfolg wäre auch für uns und mit Blick auf unsere aktuelle Situation von großer Bedeutung. Aber es wird eine echte Aufgabe. Im Derby gibt es keine Geschenke."

Personal:

Bei Frankfurt fehlen: Özer (nicht berücksichtigt), Anderson (Syndesmoseoperation), Oczipka (muskuläre Probleme), Kittel (Knorpelschaden im Knie), Rode (Knorpelschaden im Knie), Schwegler (Virus)

Bei Mainz fehlen: Müller (nicht berücksichtigt), Wetklo (nicht berücksichtigt), Baumgartlinger (Aufbautraining nach Knieoperation), Schahin (Aufbautraining nach Leistenoperation)

Darum geht's:

Wenn sich Frankfurt und Mainz zum Rhein-Main-Derby treffen, ist Brisanz garantiert - unabhängig vom Tabellenstand. Weiß man jedoch, dass Mainz seine Europa-Chance am Leben erhalten will und die Eintracht rechnerisch noch längst nicht gerettet ist, verstärkt sich der Spannungsbogen zusehends. Interessanterweise weisen beide Klubs dieselbe Bilanz der jüngsten fünf Spiele auf: Zwei Siege, ein Remis, zwei Niederlagen.

Mainz rangiert einen Punkt hinter dem regulären Euro-League-Platz, den Gladbach belegt; falls Bayern und Dortmund das Pokalfinale erreichen, würde aber auch der siebte Rang genügen. Der diesjährige Euro-League-Teilnehmer Frankfurt hat acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone, verpasste es jedoch in Wolfsburg (1:2), die Erfolgsserie auszudehnen - und das Abstiegsgespenst endgültig aus der Bankenmetropole zu vertreiben.

OPTA-Facts zum Spiel:

Mainz konnte nur 1 der 5 BL-Duelle gegen Augsburg gewinnen und holte im Schnitt nur 0.80 Punkte gegen die Schwaben (wie gegen Dortmund) - nur gegen die Bayern weist der FSV einen niedrigeren Punkteschnitt auf (0.69 - mind. 3 Partien).

Im Oktober 2011 gelang dem FCA der 1. Sieg in der Bundesliga, Gegner damals war der FSV, der im heimischen Stadion mit 0-1 unterlag (Torschütze: Callsen-Bracker). Mainz verwertet 51.7% seiner Großchancen - nur Augsburg (54.9%) und Bayern (55.4%) haben eine bessere Quote. Der 7. Platz, den Mainz im Moment belegt, könnte für den FSV bzw. den FCA für die EL-Teilnahme genügen - vorausgesetzt Bayern und Dortmund qualifizieren sich für das DFB-Pokalfinale.

Augsburg - FC Bayern (Sa., 15.30 Uhr)

Das sagen die Beteiligten:

Daniel Baier (Augsburg): "Wenn bei uns im Team jeder zu 100 Prozent daran glaubt, dass wir das Spiel gewinnen können, dann können wir auch die Bayern schlagen."

Dante (Bayern München): "Wir sind zwar schon Meister, aber wir werden sicher nichts herschenken und dort locker auftreten. Es ist ein Derby. Wir müssen dranbleiben und auch für unsere Fans gewinnen."

Personal:

Bei Augsburg fehlen: lavan (Adduktorenprobleme), Hahn (Gelbsperre), Moravek (Muskelsehneneinriss im Oberschenkel),To. Werner (Bruch der Augenhöhle), Ji (muskuläre Probleme)

Bei Bayern fehlen: Raeder (nicht berücksichtigt), Badstuber (Aufbautraining), Contento (Bänderdehnung), Thiago (Innenbandteilriss im Knie), Weiser (nicht berücksichtigt), Weihrauch (nicht berücksichtigt)

Darum geht's:

Augsburg kämpft noch um den Einzug in die Europa League, aktuell haben die Fuggerstädter aber sechs Punkte Rückstand auf den Tabellensechsten Borussia Mönchengladbach. Mit Andre Hahn und Tobias Werner fehlen dem Tabellenachten zudem zwei wichtige Leistungsträger. Mit dem FC Bayern wartet auf die Mannschaft von Markus Weinzierl zudem eine echte Mammutaufgabe im Bayern-Derby. Jeder Punkt gegen den vorzeitigen Meister wäre sicherlich ein Erfolg.

Auf Seiten des Münchner Ligaprimus dagegen warnt Innenverteidiger Dante vor dem Spiel gegen das Überraschungsteam der Saison. Man müsse "mit voller Power in die Zweikämpfe gehen und hochkonzentriert sein", um gegen Augsburg nicht eine böse Überraschung zu erleben. Der Fokus der Münchner, die auf den verletzten Diego Contento verzichten müssen, liegt aber sicherlich jetzt schon auf dem Champions-League-Rückspiel gegen Manchester United.

OPTA-Facts zum Spiel:

Augsburg wartet seit über 52 ½ Jahren auf einen Pflichtspielsieg gegen die Bayern - die letzten 13 Pflichtspielduelle gingen allesamt verloren (u.a. alle 5 in der BL). Der FCB gewann die letzten 10 Auswärtsspiele in der Bundesliga und brach damit den eigenen Bundesliga-Rekord aus der Vorsaison (damals 9 Siege in Serie).

Der FCA holte aus den letzten 4 Partien nur 1 Punkt, traf jedoch ausschließlich auf Klubs aus den Top 7 der Tabelle (Schalke, Wolfsburg, Leverkusen und Mainz). Augsburgs Trainer Markus Weinzierl spielte zwischen 1995 und 1999 für die 2. Mannschaft des FC Bayern - bei den Profis kam er nie zum Einsatz.

Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg (Sa., 18.30 Uhr)

Das sagen die Beteiligten:

Jürgen Klopp (Trainer BVB): "Ein absolutes Spitzenspiel in der Liga, Wolfsburg ist in einer guten Phase, einer guten Verfassung, sowieso eine starke Mannschaft."

Dieter Hecking (Trainer Wolfsburg): "Beim BVB brauchen wir sehr viel Mut, die nötige Ruhe, Passsicherheit aber auch Risikobereitschaft in der Vorwärtsbewegung. Die Voraussetzungen, in Dortmund etwas mitzunehmen, sind absolut gegeben."

Personal:

Bei Dortmund fehlen: Alomerovic (BVB II), Schmelzer (Faserriss), Subotic (Kreuzbandriss), S. Bender (Schambeinentzündung),Blaszczykowski (Kreuzbandriss), Gündogan (Nervenwurzelentzündung)

Bei Wolfsburg fehlen: Benaglio (Haarriss im Mittelfinger), Klose (Kapseleinriss im Sprunggelenk), Sprenger (nicht berücksichtigt),Thoelke (nicht berücksichtigt), Medojevic (Rückenprobleme), Seguin (nicht berücksichtigt), Vieirinha (Rückstand nach Kreuzbandriss), Dost (Entzündung am Hüftbeuger), Scheidhauer (nicht berücksichtigt)

Darum geht's:

Dortmund bekommt es nach der deutlichen 0:3-Niederlage gegen Real Madrid im Champions-League-Viertelfinale mit dem VfL Wolfsburg zu tun. Gegen den Tabellenfünften wollen die Dortmunder den dritten Sieg in vier Spielen einfahren und den Vorsprung auf Rang vier vergrößern. Dabei können die Dortmunder auch wieder auf Robert Lewandowski zählen, der unter der Woche zum Zuschauen verdammt war.

In Wolfsburg dagegen schielt man noch leise Richtung Champions-League-Plätze. Auf die Ruhrgebiets-Klubs Dortmund und Schalke sind es zwar schon acht bzw. sieben Punkte Rückstand, Wölfe-Trainer Dieter Hecking rechnet sich aber durchaus Chancen auf Platz vier aus, der immerhin für die Qualifikation zur Champions League reichen würde. Allerdings warten die Wölfe bereits seit drei Spieltagen auf einen Sieg.

OPTA-Facts zum Spiel:

Dortmund holte nur 1 Punkt aus den letzten 3 BL-Spiele gegen Wolfsburg, eine so lange Sieglos-Serie gegen einen aktuellen Bundesligis­ten haben die Schwarz-Gelben sonst nur gegen den FC Bayern und gegen Gladbach. Die Niedersachsen haben die letzten 6 Partien am Samstagabend allesamt gewonnen - das ist Rekord für ein Team seit Einführung des Topspiels 2009/10.

Nur 10 Tage nach dem Topspiel in der Bundesliga treffen Dortmund und Wolfsburg an gleicher Stelle schon wieder aufeinander. Dann empfängt die Borussia den VfL zum Halbfinale im DFB-Pokal.
Der BVB hat auswärts (29) mehr Punkte geholt als zu Hause (26). Von den letzten 8 BL-Partien im heimischen Stadion konnte Dortmund lediglich 2 gewinnen (2 Remis, 4 Niederlagen).

Eintracht Braunschweig - Hannover 96 (So., 15.30 Uhr)

Das sagen die Beteiligten:

Mirko Boland (Braunschweig): "Es ist ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen wollen oder vielleicht sogar müssen, um weiterhin im Kampf um den Klassenerhalt dabei zu sein."

Tayfun Korkut (Trainer Hannover): "Wir müssen einen kühlen Kopf zu bewahren, aber auch gleichzeitig die nötige Leidenschaft und Aggressivität auf dem Platz zu zeigen"

Personal:

Bei Braunschweig fehlen: Petkovic (Innenmeniskusriss), Bellarabi (Leistenprobleme), Erwig-Drüppel (Rückstand), Khelifi (Syndesmoseriss), Pfitzner (Rippenbruch), Korte (Kreuzbandriss), Oehrl (Aufbautraining)

Bei Hannover fehlen: Fuhry (nicht berücksichtigt), Miller (Knieverletzung), Cherundolo (Karriereende), Felipe (Trainingsrückstand),Schulze (nicht berücksichtigt), Schmiedebach (Rotsperre), Diouf (Schulteroperation), Kasumovic (nicht berücksichtigt), Sobiech (Knieoperation)

Darum geht's:

Eintracht Braunschweig hat die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch lange nicht aufgegeben und könnte sich bei einem Derbysieg auf Relegationsplatz 16 schieben. In den letzten fünf Spielen kassierte die Eintracht, die auf Stürmer Karim Bellarabi verzichten muss, nur eine Niederlage und verkürzte den Abstand zum rettenden Ufer. Im Hinspiel erkämpfte sich das Team von Thorsten Lieberknecht immerhin einen Punkt, diesmal soll natürlich mehr herausspringen.

Auch Hannover 96 möchte natürlich am liebsten die drei Punkte aus dem Niedersachsen-Derby entführen, würde so doch das kleine Polster zu der Abstiegszone zumindest bestehen bleiben, wenn nicht sogar ausgebaut werden. Der Tabellenvierzehnte muss allerdings auf den rotgesperrten Manuel Schmiedebach verzichten. Für die Mannschaft von Tayfun Korkut wäre eine Niederlage eine Katastrophe, weil man dann wiederin akute Abstiegsgefahr geraten würde.

OPTA-Facts zum Spiel:

Braunschweig liegt seit Spieltag 13 durchgehend auf dem letzten Tabellenplatz, könnte diesen mit einem Sieg aber eventuell verlassen - der Rückstand auf Hamburg (Platz 17) und Stuttgart (Platz 16) beträgt nur je 2 Punkte. Hannover hat 5 Punkte Vorsprung auf Hamburg und Stuttgart und spielt an den letzten 6 Spieltagen noch gegen alle 5 Teams, die in der Tabelle hinter 96 stehen.

96 verlor die letzten 3 Partien und holte aus den letzten 9 Partien nur 5 Punkte. In diesem Zeitraum holte Braunschweig doppelt so viele Zähler (10). Braunschweig kassierte in den letzten 10 Partien immer mindestens 1 Gegentor, 96 in 13 der letzten 14 Partien. Aber: Das Hinspiel endete ohne Tore.

Hertha BSC - 1899 Hoffenheim (So, 17.30 Uhr)

Das sagen die Beteiligten:

Jos Luhukay (Trainer Hertha): " Hoffenheim ist unberechenbar. Sie haben auf der einen Seite in der Offensive eine unglaublich hohe Qualität, kassieren auf der anderen Seite aber auch viele Tore"

Markus Gisdol (Trainer Hoffenheim): "Wir wollen das gute Gefühl der letzten Woche einfach laufen lassen. Die Mannschaft wird Gas geben." 

Personal:

Bei Hertha fehlen: Burchert (nicht berücksichtigt), Sprint (nicht berücksichtigt), Franz, Kluge (beide U 23), Cigerci (Gelbsperre), Lustenberger (Trainingsrückstand)

Bei Hoffenheim fehlen: Paterok, Stolz, Sassi, Romario. Akpoguma (alle nicht berücksichtigt), Wiese (freigestellt), Abraham (Trainingsrückstand), Braafheid (U 23), Vukcevic (Reha), Schipplock (Trainingsrückstand)

Darum geht's:

Hertha BSC liebäugelt noch ein wenig mit der Europa-League, könnte doch aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit eines DFB-Pokalfinals mit doppelter Beteiligung aus den ersten Sechs auch Rang sieben für Europa reichen. Dort steht aktuell Mainz 05, acht Punkte dahinter liegt die Hertha punktgleich mit Hoffenheim. Allerdings steckt die alte Dame aktuell in einer Formkrise und kassierte vier Pleiten in Folge. Gegen Hoffenheim sollen erstmals seit dem 22. Spieltag wieder drei Punkte her.

Ähnlich wie die Hertha schaut auch noch Hoffenheim heimlich, still und leise in Richtung Europa. Nach zwei Siegen gegen Hannover 96 und Bayer Leverkusen ließ der Tabellenneunte mit einem 3:3-Unentschieden gegen den FC Bayern aufhorchen. Ein Sieg gegen die Hertha würde 1899 sicherlich im Kampf um Europa weiterhelfen. Kommende Woche steigt für die Mannschaft von Markus Gisdol dann das Duell gegen den FC Augsburg, wo sich entscheiden wird, wer noch Hoffnungen auf einen Platz in der Europa League haben darf.

OPTA-Facts zum Spiel:

Hertha BSC und 1899 Hoffenheim treffen zum 8. Mal in der Bundesliga aufeinander. 4 Berliner Siegen stehen 2 Siege der Kraichgauer gegenüber (1 Remis). In den letzten 3 Duellen blieb die Hertha ohne Niederlage (2 Siege, 1 Remis).

2014 noch ohne Heimsieg! In den letzten 5 Heimspielen konnte die Hertha nicht gewinnen (1 Remis, 4 Niederlagen). Berlin traf nur 3-mal in diesem Zeitraum und kassierte 11 Gegentreffer.
Ewiger Torrekord? 1899 verbuchte in den bisherigen 28 Spielen 125 Treffer (63-62) und jagt den Saisonrekord von Eintracht Frankfurt (155 Treffer 1981/82). In den verbleibenden 6 Partien würde ein Schnitt von 5.0 Toren genügen.

Hoffenheim schoss 63 Tore und hat nach den Bayern (82) die beste Offensive der Liga. Allerdings haben die Kraichgauer auch die schlechteste Defensive im Oberhaus (62 Gegentreffer).

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