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UEFA Champions League

  • 24. April 2013
  • • 20:45
  • • Signal-Iduna-Park, Dortmund
  • Schiedsrichter: B. Kuipers
  • • Zuschauer: 65829
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ENDE
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Vierfacher Robert Lewandowski lässt Borussia Dortmund vom Finale träumen

Vierfacher Robert Lewandowski lässt Borussia Dortmund vom Finale träumen

Festejo cuarto gol Lewandowski

Dank eines Viererpacks des Polen steht der BVB dicht vor dem Einzug ins Finale der Königsklasse. Madrid enttäuschte auf allen Ebenen.

Dortmund. Nach einer königlichen Gala und einer historischen Weltklasse-Leistung von Robert Lewandowski träumt Borussia Dortmund vom Champions-League-Endspiel gegen Bayern München. Der polnische Torjäger erzielte im Halbfinal-Hinspiel gegen Real Madrid alle vier Tore (8./50./55./67., Foulelfmeter) beim hochverdienten 4:1 (1:1)-Sieg gegen Real Madrid. Somit hat der BVB eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel am 30. April in Madrid. Im Finale am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion könnte es dann zum deutschen Duell gegen die Bayern kommen, die in ihrem Hinspiel am Dienstag den FC Barcelona mit 4:0 besiegt hatten.

Lewandowski schreibt Geschichte

Lewandowski ist der erste Spieler, dem in der über 20-jährigen Geschichte der Champions League vier Treffer in einem Halbfinale gelangen. Die leise Hoffnung Reals und seiner Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira lebt dank des Tores von Superstar Cristiano Ronaldo, der nach einem groben Schnitzer von Nationalverteidigers Mats Hummels den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte (43.).

Ronaldo hat somit bereits zwölf Saisontore in der Champions League. Lewandowski, dem innerhalb von 18 Minuten ein Hattrick gelang, schraubte seine Ausbeute auf zehn Treffer. Beim BVB zeigte der von den Fans zumeist freundlich empfangene Mario Götze am Tag nach Bekanntwerden seines Wechsels zu den Bayern eine ordentliche Leistung, er bereitete auch das 1:0 vor.

Am Einsatz Götzes hatte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp („Mich hat das genauso weggedonnert wie die Fans“) im ersten Champions-League-Halbfinale des BVB seit 15 Jahren keine Sekunde gezweifelt. Im defensiven Mittelfeld erhielt Sven Bender den Vorzug vor Kapitän Sebastian Kehl. Real-Coach José Mourinho hatte seine Startelf schon am Tag zuvor bekannt gegeben, musste sie aber noch auf einer Position verändern: Für Ángel dí Maria, der Vater geworden ist, begann Luka Modric in der offensiven Dreierreihe zwischen Mesut Özil und Ronaldo. Auch Sami Khedira gehörte im defensiven Mittelfeld zur Startelf. Im Tor erhielt Diego López wieder den Vorzug vor Iker Casillas.

Dortmund von Beginn an voll da

Auf dem Feld wurde von der ersten Sekunde an um jeden Meter Boden gekämpft. Beide Teams gingen von Beginn an kompromisslos zu Werke. Mourinhos Plan, dem BVB damit den Schneid abzukaufen, ging jedoch nicht auf. Im Gegenteil: Schon in der 7. Minute hätte der BVB in Führung gehen können. Der starke Bender eroberte den Ball im Mittelfeld gegen Khedira, Marco Reus setzte zu einem sensationellen Solo über 50 Meter an, seinen Schuss parierte López jedoch, der Abpraller sprang knapp am einschussbereiten Lewandowski vorbei.



Wenige Sekunden später fiel dann doch die Führung. Nach einer Flanke von Götze stahl sich Lewandowski seinem Bewacher Pepe im Rücken weg und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Auch in der Folge ließen die Dortmunder kein bisschen nach und bekämpften die Königlichen leidenschaftlich. Deren Star Cristiano Ronaldo musste weite Wege gehen, um sich wenigstens im Mittelfeld den ein oder anderen Ball zu holen. Die erste Real-Chance hatte dennoch Ronaldo, bezeichnenderweise durch einen 30-Meter-Freistoß, der letztlich aber leichte Beute für Weidenfeller war (24.).

Kurz vor der Pause schien der BVB die bis dahin klar unterlegenen Madrilenen selbst aufzubauen. Hummels verschätzte sich bei einem hohen Ball mit dem Rücken zum Tor, trat beim geplanten Rückpass auf Weidenfeller in den Rasen. Gonzalo Higuain reagierte blitzschnell, bediente Ronaldo und der hatte keine Mühe, den Ball ins Tor zu schieben. Der Portugiese ist somit nach Raúl, Ruud van Nistelrooy, Lionel Messi und Thierry Henry der fünfte Spieler in der Geschichte, der 50 Treffer in der europäischen Königskasse auf dem Konto hat.

BVB lässt sich nicht beirren

„Dortmund war von der Spielanlage her die ganz klar bessere Mannschaft“, sagte Bundestrainer Joachim Löw zur Pause bei Sky: „Aus einer einzigen Chance macht Real das 1:1. Das ist bitter für Dortmund.“

Doch der BVB bewies nach der Pause eindrucksvoll, dass er sich auch dadurch nicht aus dem Konzept bringen ließ. Wieder gelang ein Blitzstart, wieder vollendete Lewandowski: Nach einem Schuss von Reus nahm er den Ball mit dem Rücken zum Tor an und drückte ihn über die Linie. Fünf Minuten später eine ähnliche Situation: einen verunglückten Schuss von Schmelzer nahm Lewandowski an und drosch ihn bedrängt von zwei Gegenspielern unter die Latte.

Nun spielte sich der BVB in einen Rausch, die Real-Stars waren nur noch Statisten. Nach einem Foul von Xabi Alonso an Reus nahm sich Lewandowski wie selbstverständlich den Ball zum Strafstoß und ließ López erneut keine Abwehrchance.

Neben dem Polen überzeugte bei den Dortmundern vor allem Bender. Bei Real hinterließen Alonso und Khedira noch den besten Eindruck.

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