thumbnail Hallo,
Live

Bundesliga

  • 3. Oktober 2010
  • • 17:30
  • • Signal-Iduna-Park, Dortmund
  • Schiedsrichter: F. Meyer
  • • Zuschauer: 80720
2
ENDE
0

Spielbericht Bundesliga: Borussia Dortmund - FC Bayern München

Spielbericht Bundesliga: Borussia Dortmund - FC Bayern München

In der gelben Hölle von Dortmund hatte der FC Bayern München nur in Halbzeit eins etwas Grund zur Freude – in Halbzeit zwei machte es die Borussia besser und schickte den Rekordmeister mit 2:0 nach Hause und somit auch ab in die tiefe Krise. Der BVB tanzt auch weiterhin im Sonnenschein der Bundesliga.

(seh) Dortmund. Für den FC Bayern München stand bei Borussia Dortmund ein selbsternanntes Endspiel an. Nach einem ganz schwachen Saisonstart wollte der deutsche Rekordmeister ausgerechnet bei den frischaufspielenden Dortmundern zurück in die Erfolgsspur finden. In der gelben Hölle von Dortmund hatten die Bayern allerdings nur in Halbzeit eins etwas Grund zur Freude – in Halbzeit zwei machte es die Borussia besser und schickte den Rekordmeister mit 2:0 nach Hause und somit auch ab in die tiefe Krise

PERSONAL & TAKTIK


Bei der Borussia hat sich eine feste Formation im 4-5-1-Schema eingespielt, in dem Stoßstürmer Lucas Barrios vom wirbelnden offensiven Mittelfeldtrio Shinji Kagawa, Kevin Großkreutz und Jakub „Kuba“ Blaszczykowski unterstützt wurde. Rechtsverteidiger Patrick Owomoyela, der gegen Sevilla geschont wurde und nur zu einem Kurzeinsatz kam, war mit Sprunggelenksbeschwerden nicht dabei. Neuzugang Lukas Piszczek von Hertha BSC Berlin lief für ihn auf. Sebastian Kehl, Florian Kringe, Mohamed Zidan und Dede waren nicht dabei.

Beim FC Bayern lief Danijel Pranjic erneut in der Startelf auf. Als Linksverteidiger durfte Edson Braafheid von Beginn an ran. Auch wenn es zuletzt öffentliche Diskussionen um einen Systemwechsel gab, setzte Trainer Louis van Gaal auf sein favorisiertes 4-5-1-System. Im Angriff musste Miroslav Klose draußen bleiben, denn für ihn  lief Mario Gomez von Beginn an auf.

SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE

„Wenn wir das verlieren, ist die Hölle los. Wir müssen bis an die Grenzen gehen“, wusste es Bayerns Ivica Olic vor dem Anpfiff treffend auf den Punkt zu bringen. Mit dieser Aussage sprach der Kroate, der sich zunächst mit dem Platz auf der Bank abfinden musste, dass aus, was alle Beteiligten denken und zum Teil auch indirekt geäußert haben. In Halbzeit eins war der Druck auf die Mannschaft aus München allerdings nur in wenigen Szenen zu sehen.

Auf der Gegenseite konnten es die Gastgeber von Broussia Dortmund etwas ruhiger angehen, denn sie haben einen grandiosen Saisonstart hingelegt. „Sie werden sicherlich mit einer gehörigen Portion Wut kommen. Das ist und bleibt zudem eine Mannschaft voller internationaler Top-Stars“, warnte BVB-Coach Jürgen Klopp vor der Partie. In Halbzeit eins stand vor allem Bayerns Angreifer Mario Gomez im Fokus, denn der Nationalspieler hatte die besten Möglichkeiten für sein Team. In einem Spiel, das sich hauptsächlich im Mittelfeld abspielte, vergab der FCB-Stürmer gleich zwei gute Einschussmöglichkeiten. Die Borussia präsentierte sich zurückhaltend, während die Bayern mit einem frühen Pressing den Druck erhöhen wollten. Zur Pause gingen beide Mannschaften allerdings mit dem gleichen Ergebnis in die Kabine – mit null Toren.

SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE

Mit viel Kritik betrachteten die BVB-Verantwortlichen die Leistung der eigenen Mannschaft in der ersten Halbzeit. Nach dem Pausentee kamen die „Gelb-Schwarzen“ wie ausgewechselt zurück. Die Borussia dominierte das Geschehen und spielte mit viel Euphorie auf die eigenen Fans. Torjäger Lucas Barrios nutzte in der 52. Minute die erste richtige BVB-Chance eiskalt zur 1:0-Führung, ehe  Nuri Sahin nur acht Minuten später einen sehenswerten Freistoß zum 2:0 verwandelte.

Die Bayern waren längst geschockt und der schnelle Doppelpack der Hausherren sorgte für weitere Missstimmungen im Team des deutschen Rekordmeisters. Mit vielen Verunsicherungen fanden die Gäste aus München kein Mittel gegen die zweikampfstarken Dortmunder. Die Euphorie von den Rängen hatte längst Einzug in die Beine der BVB-Akteure erhalten. Lucas Barrios hatte in der 69. Minute sogar die endgültige Demütigung und den dritten Treffer der Borussia auf dem Fuß, doch sein Schuss aus knapp 14 Metern landete nur am Pfosten des gegnerischen Gehäuses. Der deutsche Rekordmeister fand in Halbzeit zwei keinen Zugang zum Spiel und befindet sich nach dieser Niederlage verdientermaßen endgültig in einer tiefen Krise.

SCHLÜSSELSPIELER & -SZENEN

In Halbzeit wurde der FC Bayern München immer schwächer, nachdem die ersten 45 Minuten noch ganz ordentlich waren. Borussia Dortmund brauchte zwei Chancen und sorgte somit innerhalb von nur acht Minuten für eine komfortable 2:0-Führung.

SPIELER DES SPIELS:  Sven Bender

Im Mittelfeld von Borussia Dortmund lieferte Sven Bender eine starke Partie ab. Der Ersatz von Kapitän Sebastian Kehl agierte ruhig, solide und abgeklärt. Zudem war er an der Vorbereitung der 1:0-Führung mit seinem starken Einsatz beteiligt.

SCHIEDSRICHTER: Florian Meyer – Note: 8

Zusammen mit seinem Schiedsrichtergespann leistete sich Florian Meyer in Halbzeit eins nur einen Fehler, als sie eine Abseitsstellung von Mario Gomez nicht sahen. Gomez scheiterte nur knapp am Torerfolg, sodass es zu keinen gravierenden Auswirkungen kam. In Halbzeit zwei ließ er lange die Gelbe Karte stecken – vielleicht etwas zu lange. Dennoch ging Florian Meyer nicht die Kontrolle im Spiel verloren.

Anmerkung: Die Noten reichen wie bei der Spielnote von einem Punkt (grottenschlecht) bis zu zehn Punkten (Weltklasse).

SPIELNOTE: 7.5

In Halbzeit eins hatten nur die Bayern zwei gute Möglichkeiten, ehe das Spiel in Halbzeit zwei vor allem dank der Dortmunder immer besser wurde. Es war spannend und manchmal sogar hochklassig, was der BVB aufbot.

FAZIT

Am Ende war es ein verdienter Sieg für Borussia Dortmund. Es war der sechste Sieg in Folge in der Bundesliga. Dortmund hat zehn Punkte mehr als der FC Bayern auf dem Konto und liegt drei Punkte hinter Tabellenführer Mainz 05.

Eure Meinung: Wie habt Ihr das Spiel gesehen?

Dazugehörig