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Bundesliga

  • 4. April 2015
  • • 18:30
  • • Signal-Iduna-Park, Dortmund
  • Schiedsrichter: K. Kircher
  • • Zuschauer: 80667
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Entscheidende Akteure: Torschütze Lewandowski und Spieler des Spiels Boateng

Analyse: Bayern schlägt ungefährliche Dortmunder

Entscheidende Akteure: Torschütze Lewandowski und Spieler des Spiels Boateng

Bongarts

In Dortmund fahren die Bayern einen weiteren wichtigen Sieg auf dem Weg zum Titel ein. Gegen größtenteils harmlose Borussen reicht dem Rekordmeister ein Tor von Lewandowski.

Aus dem Signal-Iduna-Park berichtet Daniel Buse

Der FC Bayern München hat das Top-Spiel des 27. Bundesliga-Spieltags bei Borussia Dortmund mit 1:0 (1:0) gewonnen. Damit bleibt der Rekordmeister weiterhin mit zehn Punkten Vorsprung souveräner Tabellenführer.

Die Stimmen zum Spiel

Vor 80.677 Zuschauern im Signal Iduna Park in Dortmund sorgte das Tor des Ex-Dortmunders Robert Lewandowski in der 36. Minute in einem taktisch geprägten Duell mit nur wenigen Höhepunkten für den Unterschied. Für die Dortmunder war es die erste Niederlage nach sieben Liga-Spielen ohne Pleite. Die Bayern revanchierten sich für die vor zwei Wochen erlittene Heimniederlage gegen Gladbach und siegten wie schon in der Vorsaison beim BVB (damals 3:0).

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff:

Bei den Dortmundern gibt es im Vergleich zum 3:2-Sieg in Hannover drei Änderungen: Marcel Schmelzer, Sven Bender und Kevin Kampl rückten für Oliver Kirch, Sebastian Kehl und Shinji Kagawa in die Startelf.

Die Bayern bringen im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach gleich vier neue Leute: Medhi Benatia, Dante, Philipp Lahm und Thomas Müller dürfen für Holger Badstuber, David Alaba, Arjen Robben und Mario Götze ran.

8.: Rafinha mit dem Steilpass von rechts in den Rücken von Hummels. Müller nutzt den Platz und hebt den Ball über den herauslaufenden Weidenfeller. Allerdings verpasst er das Tor und Subotic
klärt.

36., 0:1, Lewandowski: Hummels rückt gegen Lewandowski heraus, verliert aber das Duell. Müller stößt in die entstandene Lücke und wird vom Polen halblinks im Strafraum bedient. Müller scheitert mit seinem Schuss an Weidenfeller, den Abpraller köpft der heranstürmende Lewandowski ins leere Tor.

61.: Bender setzt im Mittelfeld nach und hat Glück, dass er von Boateng angeschossen wird. So landet der Ball genau im Lauf von Reus, der halbrechts frei durch ist, seinen Schuss aber ans Außennetz jagt. Riesenchance!

69.: Wechsel bei den Bayern: Lahm geht, Thiago feiert nach über einjähriger Verletzungspause sein Comeback. Sein letztes Pflichtspiel absolvierte er am 29. März 2014 beim 3(cat) gegen Hoffenheim.

88.: Freistoß BVB aus rund 25 Metern zentraler Position. Reus schlenzt die Kugel Richtung linkes, unteres Eck. Neuer macht sich lang und hält den Ball sensationell fest. Starke Aktion des Bayern-Keepers!

Fazit: Bayern sichert sich den Sieg mit einer ordentlichen ersten Hälfte mit Chancenplus und einer stabilen Abwehr im zweiten Durchgang. Die Dortmunder waren bemüht, aber insgesamt zu ungefährlich.

Einzelkritik: FCB-Dreierkette stark

Der Star des Spiels: Jerome Boateng. Der Bayern-Innenverteidiger war immer dort, wo es brannte. Ahnte viele Situationen voraus und war robust und konsequent in seinen Zweikämpfen. Leistete sich keinen Patzer.

Der Flop des Spiels: Kevin Kampl. Das Spiel der Dortmunder lief bezeichnenderweise meist über rechts – und damit nicht über Kampls Seite. Der Winter-Neuzugang konnte auf dem linken Flügel erneut nicht zeigen, was er ins BVB-Spiel einbringen kann. Kaum gelungene Aktionen.

Der Schiedsrichter: Knut Kircher. Versuchte es zunächst mit seiner gewohnt unaufgeregten und großzügigen Art. Als sich zur Mitte der ersten Hälfte die harten Fouls mehrten, griff er spät mit Gelben Karten durch, wobei seine Bewertungen nicht immer nachvollziehbar waren. Nach dem Seitenwechsel wurde er von den Spielern nicht mehr so oft gefordert und brachte die Partie besser über die Bühne.

Der 27. Spieltag in Bildern

Das fiel auf:

  • Der BVB probierte es – wie schon einige Male gegen die Bayern – mit einem extremen Pressing. Die Borussia setzte den FCB-Spielaufbau schon weit vorne unter Druck und verhinderte damit vor allem in den Anfangsminuten einen geplanten Spielaufbau der Bayern. Zu Dortmunder Ballgewinnen in den gefährlichen Zonen führte der ganze Aufwand allerdings nicht.
  • Die Dortmunder spielten ihr übliches 4-2-3-1, allerdings agierte Marco Reus nicht wie sonst auf dem linken Flügel, sondern als zentraler Spieler im offensiven Mittelfeld. Er war es auch, der zusammen mit Pierre-Emerick Aubameyang und Kevin Kampl für das konsequente Pressing der Schwarz-Gelben die Hauptverantwortung mit dem Anlaufen der Gegenspieler übernahm.
  • Während der BVB presste und auch reichlich Ballbesitz hatte, fehlte dem Dortmunder Spiel die Tiefe. In der ersten Hälfte verzeichneten die Gastgeber keine einzige gefährliche Szene, denn die eng stehenden drei Bayern-Innenverteidiger fingen die Steilpässe auf die schnellen Reus und Aubameyang ab – und Flanken in den Strafraum kamen gegen die körperlich im Bayern-Strafraum unterlegenen Dortmunder gar nicht zum Einsatz.
  • Das Spiel in die Spitze machten die Bayern deutlich besser. Mit längeren Pässen aus dem Mittelfeld des 3-5-2-Systems nach Ballgewinnen wurden Thomas Müller und Robert Lewandowski in gefährliche Positionen geschickt. Dabei nutzte der FCB vor allem die Räume, die den Gästen das Einrücken der BVB-Außenverteidiger auf beiden Seiten bescherte – so wie beim 1:0.
  • Die Dortmunder versuchten es in der zweiten Hälfte zunächst mit einer deutlich offensiveren Position für Marco Reus, der oft in die Spitze rückte. Aber die Maßnahme brachte ebenso wenig Entscheidendes wie die Hereinnahmen von Shinji Kagawa und Adrian Ramos.

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