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DFB Pokal

  • 17. Mai 2014
  • • 20:00
  • • Olympiastadion Berlin, Berlin
  • Schiedsrichter: F. Meyer
  • • Zuschauer: 76197
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N. V.
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"Dicke Luft" bei den Bayern - Gut gelaunter BVB auf Rekordjagd

Borussia Dortmund und Bayern München stehen sich im 71. Finale des DFB-Pokals gegenüber. Die Stimmung der beiden Trainer hätte am Tag zuvor unterschiedlicher nicht sein können.

Berlin. Wenn die Letzten wirklich die Ersten sind, müsste Borussia Dortmund nach dem Saison-Highlight auf dem Siegerpodest stehen. Mit Verspätung flog der Vizemeister in Berlin ein, dennoch präsentierten sich Trainer Jürgen Klopp und Kapitän Sebastian Kehl bei der Pressekonferenz am Tag vor dem 71. Finale um den DFB-Pokal in bester Laune und Stimmung. Zwei Meter weiter saß ein nachdenklicher Pep Guardiola. Mit ernster Miene nahm er Stellung zu der Situation bei Bayern München und seinem Debüt im deutschen Pokalfinale am Samstag.

Die Fragen nach dem Personal und besonders der überraschenden Verbannung von Torjäger Mario Mandzukic aus dem Bayern-Kader beantwortete er kurz angebunden: "Es war meine Entscheidung." Frage: "Ist er verletzt, hätte er spielen können?" Guardiola lakonisch: "Er hätte spielen können. Es war meine Entscheidung. Wir hatten 20 Spieler, wir haben uns für 18 entschieden." Das war's - und es nährte Spekulationen über ein getrübtes Betriebsklima beim Rekordpokalsieger (16), ausgerechnet vor dem viel zitierten "Traumfinale".

Der Spanier wirkte verkrampft, wenngleich er versuchte, die Saison mit der Meisterschaft und dem verpassten Endspiel in der Königsklasse schön zu reden. Schnell wurde klar: Es geht um mehr als nur den 5,7 Kilogramm schweren und 52 Zentimeter hohen Goldpokal und das Prestige: Es geht um das zehnte Double der Klubhistorie und die Bewertung einer Saison.

Klopp: Lewandowski "kann spielen"

Die Borussen haben ihre Saisonziele, sprich Platz zwei in der Bundesliga und das Überwintern in der Königsklasse bis zum Viertelfinal-Aus, erreicht. Der vierte Pokalsieg soll die Saison veredeln. "Das ist das größte Finale, das man so spielen kann, weil man es schneller erreichen kann als ein Champions-League-Finale", sagte Klopp, der locker und gelöst mit einigen flotten Sprüchen Lacher provozierte. "Aus meiner Sicht reicht die Meisterschaft, das ist genug, lass Dir nichts erzählen", rief er Guardiola zu.

Dem 43-Jährigen huschte ein kurzes Lächeln über das Gesicht. Guardiola hat Sorgen, er muss auf Bastian Schweinsteiger verzichten. Den Nationalspieler plagen Schmerzen an der Patellasehne, er bleibt zunächst in München und wird zumindest zum Daumendrücken am Samstag einfliegen. Ob sogar die Teilnahme an der WM gefährdet sei? Guardiola: "Ich hoffe, dass er mit nach Brasilien fahren kann."

Kollege Klopp gab Entwarnung beim künftigen Münchner Robert Lewandowski. Der Bundesliga-Schützenkönig hatte das Training am Donnerstag abgebrochen. "Kein Problem", signalisierte Klopp, "er kann spielen." Fehlen wird Torhüter Mitchell Langerak (Knieprobleme), einer der Pokal-Helden von 2012, der damals für den verletzten Roman Weidenfeller beim 5:2 über die Bayern eine Stunde das Tor hütete.

Niersbach: "Wir hätten 500.000 Karten verkaufen können"

Um seine Spieler in Stimmung zu bringen, habe Klopp Videosequenzen vom damaligen Triumph per WhatsApp an die Spieler verschickt, verriet BVB-Kapitän Sebastian Kehl. Die Borussen wollen nicht nur den Titel, sondern auch als erster Klub in die Geschichte eingehen, der den Pokal ohne Gegentor gewinnt, meinte der Routinier.

Das wäre eine imposante Bestmarke. Ohnehin schlägt das Endspiel alle Rekorde. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach stellte bereits eine nie zuvor erlebte Ticket-Nachfrage fest: "Wir hätten auch 500.000 Karten verkaufen können." Allein beim BVB wurden rund 300.000 Kartenwünsche registriert. 74.907 Fans werden am Samstag das 30. Endspiel im Olympiastadion, dem "deutschen Wembley", vor Ort verfolgen können.

Das Duell des Meisters gegen den "Vize" wird in 189 Länder übertragen - in so viele wie nie zuvor. 802 Medienvertreter werden vom Duell der deutschen Branchenführer berichten und den übertragenden TV-Sendern exzellente Quoten bescheren. Vor zwei Jahren wurden 13,5 Millionen Zuschauer an den bundesdeutschen Bildschirmen gezählt - eine neue Bestmarke scheint vorprogrammiert.

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