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Bundesliga

  • 23. November 2013
  • • 18:30
  • • Signal-Iduna-Park, Dortmund
  • Schiedsrichter: M. Gräfe
  • • Zuschauer: 80645
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Dortmund hofft auf Jubler gegen Bayern

Der deutsche "Clasico": Ein "ganz spezielles Spiel"

Dortmund hofft auf Jubler gegen Bayern

Getty Images

Bayerns Erzrivale ist vom Verletzungspech geplagt. Dennoch ist ein Sieg gegen den deutschen Rekordmeister Pflicht, will man den Anschluss an die Tabellenspitze nicht verlieren.

Dortmund.  An Tagen wie diesen spielt eine Fußball-Nation verrückt. Der deutsche "Clasico", der Giganten-Gipfel als Neuauflage des Champions-League-Finales zwischen Vize-Meister Borussia Dortmund und Triple-Gewinner Bayern München, ist an Brisanz nicht zu überbieten. Fest steht: Die Fußball-Fans im Lande drücken dem angeschlagenen BVB im Heimspiel des 13. Bundesliga-Spieltages am Samstag die Daumen.

"Denn sollten die Bayern in Dortmund gewinnen, sind es sieben Punkte Vorsprung. Das ist schon viel, dann kann ich mir vorstellen, dass sich die Bayern das nicht mehr nehmen lassen. Sieben Punkte Vorsprung, das wäre schon die halbe Miete", glaubt Kaiser Franz Beckenbauer.

Es geht um viel für die Bayern, doch um noch mehr für die von einer Verletztenmisere schockierten Westfalen, für die sich innerhalb von vier Tagen eine ganze Saison vorentscheiden kann. Denn am Dienstag steht für das Team von Trainer Jürgen Klopp das noch wichtigere Gruppen-Endspiel in der Champions League gegen den SSC Neapel auf dem Spielplan.

Klopp: "Wir versuchen, ein guter Gegner zu sein"

Doch schon der Hype um das Duell der Branchenführer ist kaum zu toppen, obwohl Bayern-Coach Pep Guardiola sagt: "Dieses Spiel könnte im April oder Mai wichtig sein - aber jetzt ist November." Dennoch wird die Partie in rund 200 Ländern weltweit übertragen. Eine halbe Million Tickets hätten die Borussen verkaufen können, doch "nur" 80.645 Zuschauer können live dabei sein, wenn die gebeutelten Borussen aus einem "speziellen Spiel" ein "ganz Besonderes" (Trainer Jürgen Klopp) machen wollen.

Die Blessuren von Mats Hummels und Marcel Schmelzer im Länderspiel, nur neun Tage nach dem Kreuzbandriss von Neven Subotic, haben für einen Kahlschlag in der Abwehrkette gesorgt. Klopp ist zum Improvisieren gezwungen. "Alle Fußballer sind es gewohnt, mit Verletzungen umzugehen. Das einzige Problem ist, dass am Samstag ausgerechnet die beste Mannschaft der Welt kommt", sagte der BVB-Coach in einem Radio-Interview bei WDR2. Der Zeitpunkt sei nicht sehr günstig.

"Dennoch werden wir versuchen, ein guter Gegner zu sein", ergänzte der 46-Jährige und setzt auf die derzeit erfolgreichste Offensive der Liga (32 Tore). Sein Münchner Kontrahent Guardiola untermauerte seinen Respekt vor dem BVB: "Es tut mir leid für Subotic und Hummels. Dennoch werden in der Dortmunder Aufstellung gute Spieler stehen. Wenn du spielst mit Angst, ohne Mut - drei Punkte BVB."

Wiederholt Dortmund das Kunststück vom Supercup?

Immerhin konnten die Borussen ihren Erzrivalen bereits vor dem Ligastart im Endspiel um den Supercup (2:1) schlagen, es war die bisher einzige Pflichtspiel-Niederlage der Bayern in diesem Jahr. In der Liga ist Dortmund gegen die Bayern seit sechs Begegnungen unbesiegt. Die Münchner sind jedoch bereits seit 37, auswärts seit 24 Spielen ungeschlagen. Die letzte Auswärtsniederlage bezogen sie am 11. April 2011 - in Dortmund (0:1).

"Dortmund ist die einzige Mannschaft, die die Bayern schlagen kann", sagte der Ex-Borusse Karlheinz Riedle bei einer Promi-Umfrage des SID, und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bestätigte: "In einem Spiel ist Dortmund immer in der Lage, gegen Bayern München zu gewinnen."

Götze droht Spießrutenlauf

Doch dafür, so Klopp, "brauchen wir alles, was Borussia Dortmund zu bieten hat". Man werde alles in die Waagschale werfen. Charakter und Leidenschaft seiner Mannschaft sind garantiert, den Rest sollen die Zuschauer beitragen. Oder anders gesagt: Die Bayern erwartet ein Hexenkessel - und Mario Götze vermutlich eim Spießrutenlauf. Guardiola ist vor seinem ersten deutschen "Clasico" nach zahlreichen in Spanien mit dem FC Barcelona gegen Real Madrid überzeugt: "Dieses Spiel wird Mario weiterbringen."

Es ist wahrscheinlich, dass der Jungstar, der im Sommer für die festgeschriebene Ablösesumme von 37 Millionen Euro zu den Bayern wechselte, für den verletzten Franck Ribéry (Rippen-Anbruch) auflaufen wird. "Mario ist abgezockt genug, das wegzustecken", glaubt Klopp. "Das ist aber bei uns kein Thema, wir brauchen jedes Korn für unsere eigene Sitiuation."

Bleibt die Frage, für welche der beiden Titelaspiranten der Druck angesichts des ungleichen Kampfes höher ist. Matthias Sammer, Münchens Sportdirektor und einstiger Meistertrainer des BVB (2002), traut dem Braten nicht und meinte bei Sky: "Sie spielen die Mitleidsschiene. Mir wäre ein Spiel gegen komplette Dortmunder lieber gewesen. So wird ihr Zusammenhalt noch größer sein. Darauf müssen wir vorbereitet sein."

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Spieler im Fokus

S. Papastathopoulos

Position: Abwehrspieler

Spiele: 15

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Kein Hummels, kein Subotic - in Dortmunds Hintermannschaft muss nun Sokratis das Kommando übernehmen. Vom Edel-Reservisten zum Abwehrchef, so schnell kann es gehen.

A. Robben

Position: Mittelfeldspieler

Spiele: 19

  • 17
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Für Arjen Robben war Dortmund zuletzt so etwas wie der Lieblingsgegner. In Abwesenheit des verletzten Franck Ribery ist es nun am Niederländer, gegen den Erzrivalen für Highlights zu sorgen.

Redaktionstipp

Die Abwehr kostet Dortmund den Sieg. Das Provisorium in der Defensive sieht gegen Bayerns Star-Ensemble kein Land und kann nur mit Mühe eine höhere Niederlage verhindern.

Letzte fünf Spiele

Direktes Duell

Borussia Dortmund

Bayern München

Siege
2
0
3
Siege

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Leser-Tipps

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Unentschieden
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39%
50%

Top 3 Tipps

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2 - 1
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