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Serie A

  • 6. Dezember 2013
  • • 20:45
  • • Stadio Renato Dall'Ara, Bologna
  • Schiedsrichter: P. Mazzoleni
  • • Zuschauer: 21000
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Serie A: Roma siegt dank Joker Destro - Pleite in Turin verschärft Lazio-Krise

Nach vier sieglosen Spielen in Serie konnte der AS Rom wieder einen Sieg einfahren. Für Stadtrivale Lazio gab es ohne Klose gegen Torino den nächsten Rückschlag.

Rom. Der AS Rom bleibt durch den Sieg im Spitzenspiel in der Serie A gegen den AC Florenz in Schlagdistanz zur Spitze. Lazio Rom muss den Blick weiter nach unten richten. Der SSC Neapel hat gegen Udinese wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft verloren und nach dem zarten Aufschwung der letzten Wochen hat der AC Milan wieder an Boden verloren. Am 15. Spieltag konnten die Rossoneri beim 2:2 (1:1) in Livorno noch von Glück sagen, wenigstens einen Punkt mitgenommen zu haben. Juventus Turin hatte bereits am Freitagabend beim FC Bologna gewonnen.

FC Torino - Lazio Rom 1:0 (1:0)

Tore: 1:0 Glik (19.)

Die Durststrecke von Lazio hält weiter an. Seit Ende Oktober wartet der Pokalsieger auf einen Erfolg in der Liga und muss mittlerweile sogar ein Auge auf die Abstiegszone haben. Ohne den weiterhin verletzt fehlenden Klose startete Lazio engagiert, kassierte aber nach knapp 20 Minuten den Gegentreffer nach einem unnötigen Foul im Mittelfeld. Den langen Ball verwertete Kamil Glik zum 1:0 für Torino.

Die Laziali ließen sich nicht hängen und waren um den Ausgleich bemüht, agierten im letzten Spielfelddrittel aber zu ideenlos. Überwiegend harmlose Distanzschüsse aus der zweiten oder dritten Reihe waren die Folge. Auch die Hausherren boten nur allzu selten Spielkultur, so dass die knapp 18.000 Zuschauer im Stadio Olimpico keinen wirklichen Leckerbissen zu sehen bekamen.

Die Gäste erhöhten nach dem Seitenwechsel den Druck, doch gegen tiefstehende Turiner ging es weiter nur mit hohen Bällen und allzu optimistischen Abschlüssen. So erklärte sich nach einer guten Stunde die Statistik von 15:3 Schüssen und 28:5 Flanken. Vladimir Petkovic brachte mit Sergio Floccari einen weiteren Stürmer und Torino damit zunehmend in Not. Der Schlusspfiff beendete aber Lazios späten Sturmlauf. Die Römer müssen Turin vorbeiziehen lassen und sind nur noch vier Punkte von Platz 18 entfernt.

AS Rom - AC Florenz 2:1 (1:1)

Tore: 1:0 Maicon (7.), 1:1 Vargas (29.), 2:1 Destro (67.)

Gelb-Rote Karte: Pjanic (88./Rom/wiederholtes Foulspiel)

Der AS Rom bleibt Verfolger Nummer eins von Juventus Turin in der Serie A. Nach zuletzt vier Unentschieden in Serie gelang  der Roma gegen den AC Florenz endlich wieder ein Sieg und bleibt damit in der laufenden Saison als einzige Mannschaft weiter ungeschlagen.

In einer äußerst flotten und ausgeglichenen Partie bewies Roma-Coach Rudi Garcia sein goldenes Händchen, indem er in der 57. Minute Matchwinner Mattia Destro für Alessandro Florenzi ins Spiel brachte. Nach feiner Vorarbeit des äußerst emsigen Gervinho traf der 22-Jährige zehn Minuten nach seiner Einwechslung zum 2:1-Endstand, nur um in der 90. Minute wieder für den defensiveren Michael Bradley Platz machen zu dürfen.

Die Toskaner, die erneut auf den verletzten Mario Gomez verzichten mussten, präsentierten sich nach dem 4:3-Spektakel gegen Hellas Verona offensiv zwar erneut in Spiellaune und ließen sich durch den frühen Rückstand durch Maicon nicht verunsichern. Sie ließen im Laufe des Spiels allerdings zu viele Chancen liegen und verpassten nach der Halbzeit sogar mehrmals die Chance zur Führung. Durch das dritte sieglose Auswärtsspiel in Folge verpasste Florenz die Chance, einen Angriff auf den dritten Rang der Serie A zu starten.

SSC Neapel - Udinese Calcio 3:3 (2:1)

Tore: 1:0, 2:0 Pandev (38., 41.), 2:1 Fernandez (45./Eigentor), 2:2 Fernandes (70.), 3:2 Dzamaili (71.), 3:3 Basta (80.)

Sechs Tore in einem Spiel, gleichmäßig verteilt auf zwei Mannschaften, lassen ein Fußballfeuerwerk vermuten. Doch das Duell zwischen dem Tabellendritten aus Neapel und dem Dreizehnten aus Udine fällt in dieser Hinsicht eher unter die Rubrik "Etikettenschwindel".

Fast 40 Minuten lang war die Partie ein kompletter Langweiler, ehe der unauffällige Hamsik-Vertreter Goran Pandev zunächst nach einer Ecke und dann auf Zuspiel von Gonzalo Higuain seinen Doppelpack zum 2:0 schnürte. Ein Eigentor und ein Fehler des Reina-Vertreters Rafael bei einem an sich ungefährlichen Weitschuss von Bruno Fernandes gaben dem Spiel erst die Dramatik für die Schlussphase.

Hier war Blerim Dzemaili nach erneuter Vorarbeit des häufig auf die Flügel rochierenden Higuain zur Stelle, ehe auf der Gegenseite Dusan Basta bereits das dritte Tor der Partie nach einer Ecke erzielte. So kam es zu einer verdienten Punkteteilung zwischen zwei Mannschaften, denen offensiv allzu oft die großen Ideen und defensiv die Zuordnung fehlten.

AS Livorno - AC Milan 2:2 (1:1)

Tore: 0:1, 2:2 Balotelli (7., 83.) 1:1 Siligardi (26.), 2:1 Paulinho (58.)

Starke Anfangsphase, gute Endphase, dazwischen viel Leerlauf – so sieht der Arbeitsnachweis des AC Milan in Livorno aus. Nach dem frühen 1:0 durch Mario Balotellis Stolpertor aus wenigen Metern (7.) zog sich die Allegri-Elf komplett zurück und verlor völlig die Spielkontrolle.

Erst nach gut einer Stunde konnte Milan gegen den Tabellensiebzehnten seine größere Klasse wieder ein Übergewicht und in Torchancen ummünzen. Ein Freistoßhammer von Mario Balotelli war allerdings vonnöten, um die sechste Saisonniederlage abzuwenden.

Dazwischen durfte Livorno, das sieben seiner letzten neun Spiele verlor, schalten und walten. Milans Passivität fand ihren Höhepunkt vor dem Ausgleich durch Luca Siligardi, der unbedrängt in die Mitte ziehen und zum 1:1 abschließen konnte (26.). Auch Paulinhos trockenem Abschluss zum zwischenzeitlichen 2:1 ging eine Unaufmerksamkeit der Milan-Abwehr voraus.

FC Bologna - Juventus 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 Vidal (12.), 0:2 Chiellini (90.)

Siebter Sieg in Folge, zum siebten Mal zu Null - die Alte Dame zieht in Italien weiter davon. Gegen Bologna suchte Juve zehn Minuten nach einer Lücke in der Defensive, dann fand Federico Pelusos Flanke von links Vidal am langen Pfosten, der den Ball aus kurzer Distanz überlegen an Keeper Gianluca Curci vorbeihob. Zuvor war der starke Marchisio von der Hintermannschaft Bolognas noch auf der Torlinie gestoppt worden.

Während Juve über Marchisio, Quagliarella und Vidal immer gefährlich war, ließ die Hintermannschaft jedoch den einen oder anderen Freistoß zu, Buffon musste mehrfach gegen Diamanti retten (25., 34,).

Nach 39 Minuten musste Mirko Vucinic dann verletzt runter, für ihn kam Fernando Llorente. Der führte sich nach einer etwas ruhigeren Phase mit einem Schuss aus kurzer Distanz ein, allerdings zu unplatziert (62.).

Kurz darauf verdändelte er nach einem Konter frei vor Curci, Juve kam in dieser Phase zu guten Kontern, aber Bologna vergab in der Schlussphase seinerseits gute Gelegenheiten: Cristaldo und Morleo zielten jeweils knapp vorbei. Kurz vor dem Ende machte Chiellini nach einer Ecke von Carlos Tevez per Kopf alles klar.

Mit nun schon 40 Punkten zieht Juve erst einmal auf sechs Punkt weg, die Roma kann am Samstag aber noch nachlegen. Alle Augen ruhen jetzt auf dem entscheidenden Champions-League-Spiel am Dienstag in Istanbul.

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