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Süper Lig

  • 22. September 2013
  • • 18:00
  • • Atatürk Olimpiyat Stadı, İstanbul
  • Schiedsrichter: F. Aydinus
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ENDE
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Fanausschreitungen sorgten für Spielabbruch des Istanbul-Derbys zwischen Besiktas und Galatasaray

Istanbul-Derby zwischen Besiktas und Galatasaray nach Ausschreitungen abgebrochen

Fanausschreitungen sorgten für Spielabbruch des Istanbul-Derbys zwischen Besiktas und Galatasaray

Seskim Photo

Das Istanbuler Stadtderby zwischen Spitzenreiter Besiktas und Galatasaray in der türkischen Süper Lig ist wegen schweren Ausschreitungen in der Nachspielzeit abgebrochen worden.

Istanbul. Das Derby am Bosporus zwischen Besiktas Istanbul und Galatasaray Istanbul wird ein Nachspiel haben. Mit nur noch wenigen Minuten Nachspielzeit auf der Uhr und einer 2:1-Führung der Gäste wurde Gala-Mittelfeldspieler Felipe Melo vom Platz gestellt. Im Anschluss stürmten Hunderte Besiktas-Fans den Platz. Hinter den Vorkommnissen werden derzeit auf den sozialen Netzwerken und Fanklub-Seiten politisch motivierte Hintergründe vermutet.

Mit Druck, Tempo und direktem Spiel wussten die Adler zu gefallen. Dreh- und Angelpunkt war immer wieder Manuel Fernandes, der aber freistehend an Fernando Muslera scheiterte. Doch in der 18. Minute gab es für Muslera dann nichts mehr zu halten.

Gökhan Töre mit dem Zuspiel auf Serdar Kurtulus, dessen Flanke Hugo Almeida mit dem Kopf verwertete – 1:0 für die Adler. Auch wenn Galatasaray und Didier Drogba sich redlich mühten, reichte es vor dem Pausenpfiff nicht mehr zum Ausgleich und mit der knappen Führung ging es in die Katakomben.

Didier Drogbas Doppelpack dreht das Derby

Die zweite Hälfte stand zu Beginn im Zeichen der vergebenen Chancen. Zuerst hatte Töre zwei Minuten nach Wiederanpfiff die Chance zur Vorentscheidung und nur drei weitere Minuten später war es Burak Yilmaz, der kläglich scheiterte.

Erst ein individueller Fehler von Serdar brachte einen Treffer: Burma schnappte sich den Ball, legte auf Drogba vor und der Ivorer ließ sich da nicht zweimal bitten – 1:1 in der 60. Minute. Galatasaray nahm nach dem Ausgleich das Heft in die Hand und erspielte sich klare Platzvorteile.

Das zwang den Gastgeber zu Fehlern und in der 72. Minute war es Veli Kavlak, der den Löwen half: Er vertändelte den Ball, Burak nutzte die Situation, steckte zu Drogba durch und der Ivorer markierte mit seinem Doppelpack die Gästeführung, die den Spielverlauf der ersten 45 Minuten auf den Kopf stellte.

Rot in der Nachspielzeit für Melo und das unrühmliche Derby-Ende

In der Schlussphase setzte Besiktas alles daran, noch den Ausgleich zu erzielen. In dieser Drangperiode leistete sich Felipe Melo ein grobes Foul an Ramon Motta und erhielt folgerichtig den roten Karton. Auf seinem Weg in die Katakomben reckte er das Löwen-Trikot in die Luft und die Hölle brach los.

Die Besiktas-Fans stürmten danach den Platz. Schiedsrichter Firat Aydinus blieb nichts anderes übrig, als beide Teams in die Katakomben zu schicken und das Match in der Nachspielzeit abzubrechen. Es dauerte sehr lange, bis die Polizei die Situation einigermaßen unter Kontrolle hatte.

Bereits während des gesamten Spiels gab es vereinzelt Tumulte auf den Rängen. Offenbar sind Zuschauer ohne gültiges Ticket ins Stadion gedrungen. Die Polizei hat mittlerweile über 60 Personen festgenommen. Beide Mannschaften konnten erst zwei Stunden nach Schlusspfiff das Stadion verlassen.

Das Spiel wird nun am grünen Tisch entschieden werden. Auf Besiktas wird – neben einer Spielwertung von 0:3 – wohl auch eine saftige Geldstrafe und einige Geisterspiele zukommen.

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