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Bundesliga

  • 22. August 2014
  • • 20:30
  • • Allianz-Arena, München
  • Schiedsrichter: F. Zwayer
  • • Zuschauer: 71000
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ENDE
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WM-Stars Müller und Robben bescheren Bayern erfolgreichen Auftakt

Nach schwieriger Anfangsphase erhöhte der Rekordmeister den Druck, schien zu Beginn der zweiten Hälfte schon der sichere Sieger zu sein. Dennoch blieb es bis zum Ende spannend.

München. Die WM-Stars Thomas Müller und Arjen Robben haben Rekordmeister FC Bayern München einen erfolgreichen Auftakt in die 52. Bundesliga-Saison beschert. Der Titelverteidiger spielte beim 2:1 (1:0) gegen den ambitionierten VfL Wolfsburg zwar noch nicht weltmeisterlich, setzte sich aber nach einer phasenweise überzeugenden Vorstellung verdient durch.

Der Double-Gewinner musste sich bis zur 37. Minute gedulden, bis Weltmeister Müller eine der zahlreichen hochkarätigen Chancen zum 1:0 nutzte. Nach seiner Vorlage zur Führung erzielte der omnipräsente Robben auf Zuspiel von Top-Zugang Robert Lewandowski in der 47. Minute das 2:0 dann selbst. Mit einem Traumtor aus etwa 22 Metern brachte Ivica Olic die Wölfe unerwartet noch einmal heran. Vor allem Lewandowski versäumte es bei einigen klaren Gelegenheiten, das Ergebnis deutlicher zu gestalten. In der 78. Minute wurde der Pole für Sebastian Rode ausgewechselt.

Vom vermuteten holprigen Auftakt der Bayern war nur in der Anfangsphase und in der Mitte der zweiten Hälfte etwas zu spüren. Trotz einer schwierigen Vorbereitung mit einigen Verletzungen und dem Handicap der erst vor zweieinhalb Wochen eingestiegenen Weltmeister strahlten die Münchner überwiegend die gewohnte Dominanz aus. Wolfsburg kam offensiv erst sehr spät zur Entfaltung und war in der mit 71.000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena wiederum unterlegen. In den letzten 21 Pflichtspielen beim FC Bayern hat der VfL nur einmal nicht verloren.

Bayrische Abstimmungsprobleme 

Besonders in den ersten 20 Minuten wirkte das Bayern-Spiel noch ein bisschen rostig, wurde dann aber zunehmend geschmeidiger. Das Angriffstrio mit dem Ex-Dortmunder Lewandowski, Müller und Mario Götze rochierte geschickt und war für die VfL-Abwehr nur schwer zu fassen. Dazu präsentierte sich Superstar Robben ebenfalls schon wieder in exzellenter Verfassung.

Bis auf einen harmlosen Versuch von Vieirinha (22.) hatte die Hecking-Elf erst einmal kaum offensive Momente, zu sehr waren die Wölfe defensiv gebunden. Der Druck der Bayern nahm stetig zu, aber Lewandowski (29. und 30.), der ebenso sein Heimdebüt feierte wie auch der Spanier Juan Bernat, scheiterte zunächst noch zweimal am glänzenden VfL-Keeper Max Grün. Dann verlängerte Müller einen Querpass von Robben ins Tor.

Mit vier Weltmeistern und etwas überraschend auch dem Niederländer, der erst seit kurzen voll mit der Mannschaft trainiert, startete Guardiolas Elf in das Eröffnungsspiel. Der Spanier vertraute wie erwartet Manuel Neuer, Lahm, Müller und Finalheld Götze, die vor 40 Tagen in Rio mit der Nationalmannschaft den WM-Titel geholt hatten. Die anderen beiden Weltmeister der Bayern waren ohnehin nicht einsatzfähig. Jérome Boateng saß eine Rotsperre aus der Vorsaison ab und Bastian Schweinsteiger fehlte verletzt. Unerwartet kam dagegen der erst 17-jährige Gianluca Gaudino zu seinem ersten Bundesligaspiel und verkaufte sich gut.

Guardiola taktiert variabel 

Der Bayern-Coach ließ in der ersten Halbzeit mit einer Dreierkette in der Abwehr agieren, die von Lahm, Dante und Holger Badstuber, der 629 Tage nach dem ersten von zwei Kreuzbandrissen sein Ligacomeback gab, gebildet wurde. Im zweiten Durchgang stellte der 43-Jährige jedoch auf eine Viererkette um - Bernat rückte nach hinten.

Beim VfL Wolfsburg verzichtete Trainer Dieter Hecking zunächst auf Maximilian Arnold, der erst zur zweiten Halbzeit für den enttäuschenden Aaron Hunt kam. Mit den drei Neuzugängen Sebastian Jung, Josuha Guilavogui und Hunt setzten die Wölfe auf einen gut organisierten Defensivverbund und versuchten die Bayern-Angriffe früh zu unterbinden.

Doch die Probleme wurden im zweiten Durchgang zunächst noch größer. Robben verschaffte den Münchnern mit einem sehenswerten Schlenzer sofort einen scheinbar komfortablen Vorsprung. Fast aus dem Nichts brachte jedoch Olic in seinem 200. Bundesligaspiel die Niedersachsen wieder ins Spiel, was dem VfL sichtbar Auftrieb gab.

Junior Malanda vergab sieben Minuten nach der Einwechslung noch eine "Hundertprozentige" für den VfL, ehe anschließend ein Treffer von Sebastian Rode wegen einer Abseitsstellung von Müller nicht anerkannt wurde und Robben in der 90. Minute noch den Querbalken traf.

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