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DFB Pokal

  • 1. Juni 2013
  • • 20:00
  • • Olympiastadion Berlin, Berlin
  • Schiedsrichter: M. Gräfe
  • • Zuschauer: 75420
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Holen die Bayern jetzt das Triple?

Wieder ein guter Tag, um Geschichte zu schreiben?

Holen die Bayern jetzt das Triple?

Bongarts

Es könnte der beste Tag werden, um Geschichte zu schreiben. Oder um eine einmalige Chance zu verpassen. Doch für den VfB geht es um mehr als nur die Rolle des Partycrashers.

Berlin. Samstagabend ist es so weit. Der Abschluss einer Saison, die verrückter nicht hätte sein können. Das 50jährige Jubiläum der Bundesliga könnte mit dem Triple für den FC Bayern München eine Premiere mitbringen. Eine anderes Novum gibt es bereits: Zum ersten Mal findet das DFB-Pokalfinale nach dem Champions League-Finale statt.

Höhepunkt schon vorbei – oder doch nicht?

Im letzten Jahr nahm die Wichtigkeit der Spiele für den FC Bayern gegen Ende hin immer mehr zu. Doch in diesem Jahr ist der wichtigste Pokal bereits gewonnen. Der DFB-Pokal ist zudem auch keine Trophäe, die die Bayern nicht kennen. Sollten sie den Titel holen, wäre es der 16. Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Gleichzeitig wäre es das Triple! Jenes, das bislang keine deutsche Mannschaft erreichen konnte.

Nah am Triple gewesen

1974 schafften es die Bayern, Meistertitel und den Pokal der Landesmeister zu gewinnen. Im Pokal war im Halbfinale Schluss. 2001 holten sie erneut die Meisterschaft und die Champions League. Doch damals war bereits in der 2. Hauptrunde im Elfmeterschießen gegen den 1. FC Magdeburg Feierabend. Doch eine Situation wie jetzt hatten die Bayern noch nie: Ein einziges Spiel vom Triple entfernt. Allein das macht dieses Spiel für den FC Bayern so wichtig: Das erste Triple Deutschlands bleibt ewig.

Der Spielverderber?

Dass es für den VfB Stuttgart nur darum geht, den Bayern, die Show zu stehlen, ist falsch. Denn gerade aufgrund des zwölften Platzes in der Liga ist dieses Spiel für Stuttgart die letzte Chance, diese Saison zu retten. Sollten die Schwaben gewinnen, starten sie sofort in der Gruppenphase der Europa League. Bei einer Niederlage ist es die 3. Qualifikationsrunde mit anschließender Playoff-Runde, ehe man in der Gruppenphase angekommen ist.

Europa League: Gruppenphase, Playoffs, 3. Qualifikationsrunde

Das Pokalfinale entscheidet auch, in welcher Stufe der Europa League Freiburg und Frankfurt einsteigen. Gewinnt Stuttgart, sind sie direkt in der Gruppenphase. Freiburg wäre in den Playoffs, Frankfurt in der 3. Qualifikationsrunde. Gewinnt der FC Bayern, ist Freiburg in der Gruppenphase, Frankfurt in den Playoffs und der VfB muss schon in der 3. Qualifikationsrunde einsteigen. Ein Grund mehr für den VfB, sich reinzuhängen, aber auch ein Grund für Freiburger und Frankfurter, dem FC Bayern die Daumen zu drücken.

Schwaben gegen Bayern in Preußen

Ein Duell zwischen Schwaben und Bayern, das auf dem preußischem Territorium ausgetragen wird. Ein Duell, in dem die eine Mannschaft nur einen Spieler ersetzen muss: Stuttgart wird auf Daniel Didavi verzichten müssen, der sich von einer Knie-OP vom Februar erholt. Der FC Bayern dagegen muss Dante und Luiz Gustavo ersetzen, die nach einem unsäglichen Hickhack nun vom brasilianischen Verband zum Confed Cup geholt wurden, außerdem fehlen die langzeitverletzten Badstuber (Kreuzbandriss) und Kroos (nach Muskelbündelriss im Aufbautraining) sowie Can, der zur U21 nach Israel abgestellt wurde.

1,8 Promille gegen „Zwei Titel sind genug“

Die Kampfansagen beider Lager gibt es bereits. Karl-Heinz Rummenigge tönte nach dem Champions League-Finale bei seiner Bankettrede: „Wir haben mit 1,8 Promille trotzdem eine Chance.“ Ibrahima Traoré antwortete darauf locker: „Das heißt, dass sie den Alkohol gut vertragen.“ Doch Labbadia feuert los: „Ich gönne Jupp Heynckes alles, aber nicht am Samstag. Zwei Titel sind genug.“

Letzter Pokalsieg des VfB: 1997

Der VfB Stuttgart hat den DFB-Pokal bereits viermal gewonnen, zuletzt 1997. Der damalige Trainer ist heute in Deutschland wesentlich bekannter als er es damals war: Joachim Löw. Der Bundestrainer wird, trotz aller gebotenen Neutralität als Nationalcoach, innerlich wohl für den VfB Stuttgart sein. 1980-1981 war er beim VfB als Spieler, 1995-1998 als Co-Trainer und Trainer unter Vertrag.

Aus drei werden vier

Egal, wie das Pokalfinale ausgeht, ein Trainer wird sich ab Samstagabend damit schmücken können, der vierte in der Geschichte des deutschen Fußballs zu sein, der den DFB-Pokal als Spieler und Trainer gewonnen hat. Heynckes holte ihn 1973 mit Borussia Mönchengladbach, Labbadia 1990 mit Kaiserslautern. Einer von beiden wird ihn erneut holen, definitiv mit einem anderen Verein als damals.

Spieler im Fokus

A. Robben

Position: Mittelfeldspieler

Spiele: 1

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Zu Arjen Robben braucht man wohl nicht viel zu sagen. Er scheint sein Final-Trauma überwunden zu haben, avancierte in Wembley zum Matchwinner. Wenn er wieder eine solche Leistung wie im Champions League-Finale zeigt, hat Stuttgart keine Chance.

A. Boka

Position: Abwehrspieler

Spiele: 0

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Der Torschütze aus dem Spiel gegen Mainz hat letzter Zeit viele gute Partien gezeigt, vor allem das Halbfinale gegen Freiburg ist da in Erinnerung geblieben, als er den Führungstreffer zum 1:0 beim 2:1-Sieg des VfB geschossen hat.

Redaktionstipp

Stuttgart wird viel versuchen, aber die Bayern werden am Ende einfach nicht zu schlagen sein. Nach 6:1 und 2:0 in der Liga treffen sich Bayern und Stuttgart diesmal in der Mitte bei 4:1.

Letzte fünf Spiele

Direktes Duell

Bayern München

VfB Stuttgart

Siege
5
0
0
Siege

Wetten & Tipps

Leser-Tipps

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Unentschieden
VfB Stuttgart 1893 STU
VfB Stuttgart 1893 VfB Stuttgart
80%
18%

Top 3 Tipps

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3 - 0
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3 - 1
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4 - 0
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