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Bundesliga

  • 26. Februar 2012
  • • 15:30
  • • Allianz-Arena, München
  • Schiedsrichter: M. Weiner
  • • Zuschauer: 69000
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Bayern München zeigt Schalke 04 die Grenzen auf

Bayern München zeigt Schalke 04 die Grenzen auf

Getty Images

Unentschieden in Freiburg, eine Niederlage in Basel. Der Druck war spürbar, aber die Bayern hielten ihm stand und landeten den Big-Point gegen Schalke.

München. Dem FC Bayern München ist ein erster Schritt aus der Krise gelungen. Beim 2:0 (1:0) ließ die Mannschaft von Jupp Heynckes dem FC Schalke 04 keine Chance und betrieb nach den zuletzt enttäuschenden Resultaten Wiedergutmachung. Während die Gelsenkirchener sich allmählich endgültig aus dem Titelkampf verabschieden, ist München wieder mittendrin im Rennen um Platz eins.

Kroos nur auf der Bank, Stevens wechselt nicht

Beim FC Bayern erwischte es dieses Mal Toni Kroos als prominenten Bankdrücker, für ihn rückte im Vergleich zur Champions League Thomas Müller in die Startelf. Huub Stevens vertraute dem Team, dass am Donnerstag in 120 Minuten Viktoria Pilsen niedergerungen hatte. Müdigkeit schien auf Schalke im Vorfeld also kein Thema gewesen zu sein. Besonders motiviert gingen Manuel Neuer und Rafinha ins Spiel, die auf ihren ehemaligen Arbeitgeber trafen.

Offensiver Beginn


Die Zuschauer sahen einen mutigen, temporeichen und offensiven Beginn beider Teams. Auch Schalke zeigte die aktuell breite Brust und trat für eine Gastmannschaft in der Allianz-Arena sehr forsch auf. Die ersten guten Möglichkeiten hatten aber die Bayern und so bekam Timo Hildebrand bei seinem Startelfdebüt für die „Knappen“ in der Bundesliga gleich Gelegenheit sich auszuzeichnen.

Starke Szenen von Hildebrand

Erst verdribbelte sich Benedikt Höwedes an der Seitenlinie, nach zwei kurzen Bällen über David Alaba und Franck Ribery hatten Thomas Müller und Arjen Robben die doppelte Schusschance. Hildebrand parierte zwei mal glänzend, auch nach der darauf folgenden Ecke konnte Robben den Schlussmann nicht überwinden (6./7.). Schalke traute sich nach 12 Minuten erstmals einen Abschluss zu, der Kopfball von Kyriakos Papadopoulos war aber keine Gefahr für den Kasten von Manuel Neuer und fiel auf das Tor.

Ribery düpiert Hildebrand


Es entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel, in dem beide Mannschaften ihre Anteile bekamen, die Zweikämpfe wurden hart geführt. Schalke mischte mit, die nächste Chance hatten aber wieder die Bayern. Erst stand nach einem langen Ball von Philipp Lahm Arjen Robben frei vor Hildebrand, konnte das Leder aber nicht kontrollieren (33.). Sehr viel besser machte es dann Franck Ribery. Luiz Gustavo eroberte in einem umstrittenen Zweikampf den Ball von Marco Höger und schickte den Franzosen tief in die Schalker Hälfte. Hildebrand eilte ihm aus seinem Strafraum heraus entgegen aber Ribery hob den Ball gekonnt über den Keeper und schob aus immerhin 20 Metern locker ins leere Tor ein (36.).

Weitere Großchance der Bayern

Kurz darauf hätten die jetzt überlegenen Bayern schon für die Vorentscheidung sorgen können, nach einer Ecke konnten aber weder Müller noch Holger Badstuber aus kürzester Distanz vollenden (40.). So hätte der Schuss von Christian Fuchs kurz vor dem Wechsel, ein wuchtiger Versuch aus 20 Metern, fast für den Ausgleich gesorgt (44.). Es ging jedoch mit der insgesamt verdienten Führung des Rekordmeisters in die Kabine.

Blitzstart nach der Pause

Die zweite Halbzeit begann hochklassig. Zunächst traf Badstuber nach einer weiteren Ecke per Kopf nur die Latte, im direkten Gegenzug hätte Joel Matip fast an Neuer vorbei eingeschoben (46.). Schalke fand aber kaum noch statt, die Gastgeber wollten den Sack zumachen. Gerade Ribery drehte jetzt richtig auf, spielte phasenweise Weltklasse und legte auch Zählbares nach. Nach schönem Dribbling über links zog er nach innen und Papadopoulos fälschte seinen Schuss unhaltbar ab, es stand 2:0.



Bayern verwalteten den Vorsprung

Das Spiel beruhigte sich, die Bayern schalteten mindestens einen Gang nach unten, ohne aber die Konzentration in der Defensive zu vergessen. So wurde es für die Schalker mehr und mehr zur Mission Impossible. Die Roten standen tief und erwarteten die Angriffe, den „Knappen“ fiel aber nicht viel ein. Von Raul war wenig zu sehen, Klaas-Jan Huntelaar hing in der Luft. Auch die Einwechslungen von Lewis Holtby und Chinedu Obasi änderten nichts am uninspirierten Angriffsspiel in königsblau.

Olic erzielt Abseits-Tor


Erst in der 70. Minute gelang Huntelaar ein Kopfball, für Herzrasen bei Neuer sorgte dieser Versuch aber nicht. Den Bayern war höchstens vorzuwerfen, dass sie ihre Konter nicht konsequent zu Ende spielten. Ein Treffer des eingewechselten Ivica Olic nach einem Robben-Freistoß wurde wegen Abseits nicht gegeben (73.). Offensiv-Schwung kam in der Allianz-Arena aber nur noch selten auf, die einen konnten, die anderen wollten nicht mehr.

Metzelder kurz vor Schluss verletzt

So blieb es nach einer über weite Strecken ereignislosen zweiten Hälfte beim ernüchternden Ergebnis für Schalke 04. Nach 84 Minuten musste auch noch Christoph Metzelder angeschlagen das Feld verlassen. Arjen Robben hätte nach 88 Minuten noch einmal erhöhen können, Hildebrand hielt aber erneut gut. Huub Stevens und seine Mannschaft mögen vor dem Spiel noch schüchtern vom Titel geträumt haben, der Leistungsunterschied zum tatsächlichen Meisterschaftsaspiranten, war allerdings zu groß. So wird es für die Gäste um Platz vier in der Liga gehen, die Bayern orientieren sich wieder zur Tabellenspitze.

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