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Bundesliga

  • 12. Februar 2011
  • • 15:30
  • • Allianz Arena, München
  • Schiedsrichter: P. Gagelmann
  • • Zuschauer: 69000
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ENDE
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Spielbericht Bundesliga: Bayern München - 1899 Hoffenheim

Spielbericht Bundesliga: Bayern München - 1899 Hoffenheim

Ohne jegliche Probleme fegten die Bayern über Hoffenheim. 1899 ging gegen spielstarke Münchner dank eines Gomez-Blitzstarts quasi mit einem Rückstand in die Partie. Vor allem ein Youngster offenbarte gravierende Abwehrschwächen bei der TSG, die letztlich mit 0:4 unterging.

München. Nicht den Hauch einer Chance hatte 1899 Hoffenheim bei seinem Gastspiel am 22. Spieltag der Bundesliga bei Bayern München. Von Beginn weg überrannten Mario Gomez, Thomas Müller & Co. beim 4:0-Kantersieg das völlig überforderte Team von Marco Pezzaiuoli.

PERSONAL & TAKTIK

Auf Seiten der Münchner verteidigte der Ex-Hoffenheimer Gustavo abermals links. Pranjic bildete neben dem um eine Position zurückgezogenen Schweinsteiger die Doppelsechs. Mit Robben, Müller und Ribery wirbelte endlich mal wieder van Gaals Wunschformation im offensiven Mittelfeld. 16-Tore-Stürmer Gomez sollte das Trefferkonto weiter aufbessern.

Beck, Vorsah, Compper und Ibertsberger hieß die Vierer-Abwehr der TSG. Davor formierte Pezzauoli seine Farben mit zwei Dreier-Reihen. Vor dem Trio Rudy, Alaba und Salihovic liefen Vukcevic, Babel und Ibisevic an vorderster Front auf.

SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE

Wie aus der Pistole geschossen begann der Rekordmeister in der mit 69.000 Zuschauern ausverkauften Allianz-Arena. Bereits nach 84 (!) Sekunden sorgte Gomez mit seinem 17. Saisontreffer für den Paukenschlag. Müller steckte das Spielgerät ideal auf den rechts durchstartenden Robben durch, der ideal gen Zentrum flankte, wo der Ex-Stuttgarter keine Mühe hatte, das Leder mit links aus fünf Metern zur frühen Führung einzuschieben.

In der Folge versuchten die Gäste, durch mitunter langen Ballstafetten Bindung zum Spiel zu erlangen. Torgefahr konnten die Kraichgauer jedoch keine ausstrahlen. Ganz im Gegensatz dazu die Bayern: Vorsah bremste ein Solo von Müller genau in die Beine von Ribery, der mit dem folgenden Abschluss an Starke scheiterte, jedoch nachsetzte und erneut Müller in Position brachte. Der Youngster verlud den von München zu 1899 ausgeliehenen Alaba und traf von halblinks aus elf Metern unhaltbar ins linke Eck zum 2:0 – gespielt war gerade einmal eine Viertelstunde!

Fünf Minuten später wollte Pezzaiuoli ein Zeichen setzte indem er den indiskutabel schwach spielenden Rudy gegen Weis austauschte. Doch an der Ausrichtung und Spielstärke der Kraichgauer änderte sich auch dadurch nichts. Die Top-Chancen fanden weiterhin die Isarkicker vor. In Minute 39 war es Schweinsteiger, der nach Robben-Freistoßflanke und 1899-Kollektiv-Tiefschlaf ans Leder kam, mit seinem Abschluss jedoch am glänzend parierenden Starke scheiterte. Somit gingen die Münchner mit einer hochverdienten 2:0-Pausenführung in die Kabine.



SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE

Aus dieser kam bei den Gästen Routinier Simunic für den leicht angeschlagenen Vorsah. Was sich in der Startviertelstunde des zweiten Durchgangs abspielte, darf getrost als ereignisarm bezeichnet werden. Die Münchner schalteten einen Gang zurück, während die Hoffenheimer weiterhin druch Harmlosigkeit von sich reden machten.

In Minute 63 war dann aber Schluss mit der Langeweile. Was folgte, war ein typisches Robben-Tor. Nach einem der zahlreichen Babel-Abspielfehler dribbelte der niederländische Superstar in gewohnter Manier von rechts gen Zentrum an drei Gegenspieler vorbei, ehe er das Spielgerät ins rechte untere Eck zur endgültigen Entscheidung versenkte.

Anschließend zogen sich die Hausherren wieder etwas zurück. Bei den weniger werdenden Angriffen spielten Ribery & Co. dann mitunter ein Stück weit für die Gallerie, was gegen den äußerst schwachen Gegner jedoch keinerlei Problematik in sich barg. Im Gegenteil: Zehn Minuten vor Ende setzte der starke Robben nach Ribery-Assist mit einem herrlichen Schlenzer den hochverdienten 4:0-Endstand drauf.

SCHLÜSSELSPIELER & -SZENEN

Bereits nach 84 Sekunden machten die Münchner jedem im Stadion klar, dass sie fest entschlossen waren, diese drei Zähler an der Isar halten zu wollen. Gomez' Treffer gab die Marschroute für die weiteren 88 Minuten deutlich vor.

Auf Seiten der Bajuwaren wussten in erster Linie der bärenstarke Müller und der wieder fitte Robben auf der ganzen Linie zu Gefallen.

Die Kraichgauer präsentierten sich in der Hauptstadt des Freistaats über weite Strecken von ihrer Schattenseite. Der beste seiner Farben war noch Torwart-Routinier Starke.

SPIELER DES SPIELS: Thomas Müller


Eindrucksvoll, was der 21-Jährige an diesem Nachmittag ablieferte. Stets präsent und mit enormen Willen in allen Aktionen stellte er die Defensive der Hoffenheimer zusammen mit dem ebenfalls überrageenden Robben in kurzer Regelmäßigkeit vor gravierende Probleme.

SCHIEDSRICHTER: Peter Gagelmann (Bremen) – Note: 5.5

Nach einer halben Stunde sah es nach einem Foul von Gustavo an seinem ehemaligen Mannschaftskollegen Ibisevic aus. Die Pfeife des 42-Jährigen blieb jedoch stumm. Ansonsten hatte der Bremer das Geschehen recht souverän im Griff.

Anmerkung: Die Noten reichen wie bei der Spielnote von einem Punkt (grottenschlecht) bis zu zehn Punkten (Weltklasse).


STATISTIK

Aktuell liegt Mario Gomez im Castrol Rankings an elfter Stelle – noch! Denn wenn der Mittelstürmer so weiterknipst, wird er wohl schon bald in den Top Ten zu finden sein. Gegen Hoffenheim erzielte er seinen 17. Saisontreffer.

SPIELNOTE: 6


Im ersten Abschnitt hatten die Bayern Ball und Gegner weitestgehend auf beeindruckende Art und Weise im Griff. Die Gäste indes waren erschreckend passiv und harmlos. Auch nach der Pause änderte sich am Geschehen nichts – München spielte, Hoffenheim lief hinterher.

FAZIT


Ein auch in dieser Höhe absolut verdienter 4:0-Kantersieg starker Münchner gegen erschreckend schwache Hoffenheimer. Damit wittert der FC Bayern wieder seine Chance auf Rang zwei.

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