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UEFA Champions League

  • 23. April 2013
  • • 20:45
  • • Allianz-Arena, München
  • Schiedsrichter: V. Kassai
  • • Zuschauer: 68000
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4:0 gegen den FC Barcelona! FC Bayern München steigt in eigene Liga auf

4:0 gegen den FC Barcelona! FC Bayern München steigt in eigene Liga auf

Bongarts

Der deutsche Rekordmeister hat auch dem spanischen Top-Klub keine Chance gelassen, gewann verdient mit 4:0.

München. Bayern München steht nach einer magischen Nacht und einem historischen Triumph über den FC Barcelona mit einem Bein im Endspiel der Champions League. Der deutsche Rekordmeister entzauberte die Katalanen im Halbfinal-Hinspiel der Königsklasse mit einem grandiosen Auftritt voller Leidenschaft und Siegeswillen mit 4:0 (1:0) und hat sich damit ein mehr als komfortables Polster für das Rückspiel am Mittwoch kommender Woche im Camp Nou geschaffen.

Auf der Tribüne jubelte begeistert Präsident Uli Hoeneß mit - seine Probleme scheinen an der Mannschaft spurlos vorüberzugehen. Für die Spanier war es die höchste Niederlage ihrer Europacup-Geschichte. Nur der AC Mailand schaffte 1994 dasselbe Ergebnis gegen Barca.

Müller überragend in Form

Der überragende Thomas Müller (25./82.), Mario Gomez (49.) und Arjen Robben (73.) schossen die Tore für die wie entfesselt auftrumpfenden Bayern, die das spanische Starteam um einen völlig enttäuschenden Weltfußballer Lionel Messi fast nach Belieben beherrschten. Die Bayern tilgten damit auch die Schmach von 2009, als sie im Viertelfinale 0:4 in Barcelona verloren. Beim zweiten und dritten Tor war allerdings auch Glück dabei: Gomez stand im Abseits, Robbens Treffer ging ein klares Foul von Müller an Jordi Alba voraus.

Dennoch war der Sieg der Münchner auch in dieser Höhe verdient. Geführt vom omnipräsenten Bastian Schweinsteiger, der Messi mit seiner Präsenz und Übersicht klar in den Schatten stellte, ließ der FC Bayern von Beginn an keine Zweifel an seinem Vorhaben aufkommen, ins Endspiel am 25. Mai in Wembley einzuziehen. Der überragende Müller erzielte dabei bezeichnenderweise die Führung. Gomez, für den gelbgesperrten Mario Mandzukic in die Mannschaft gerückt, legte kurz nach der Pause auf Vorlage von Müller nach.

Messi konnte auflaufen

Nach dem zweiten Treffer war der FC Bayern weiter die klar überlegene Mannschaft und hatte noch vor dem 3:0 Chancen, die Führung auszubauen - etwa bei einem Kopfball von Robben nach Vorarbeit von Schweinsteiger (58.). Bis dahin hatten sich Barcelona und der gehemmt wirkende Messi keine Torchance erspielt: Der FC Bayern unterband mit einem gewaltigen läuferischen Aufwand sowie großem kämpferischen Einsatz das gefürchtete Tiki-Taka der Katalanen, die zwar viel Ballbesitz hatten, sich aber kaum entfalten konnte. Müller vergab kurz vor seinem 4:0 noch eine Großchance, nach seinem Treffer wurde er unter Standing Ovations der Fans gegen Claudio Pizarro ausgewechselt.

Bereits zwei Stunden vor dem Anpfiff hatte der FC Barcelona auf seiner Homepage verkündet, was längst kein Geheimnis mehr war: "Die Ärzte haben grünes Licht gegeben", hieß es da, und gemeint war damit selbstverständlich Messi. Der Argentinier hatte sich beim 2:2 im Viertelfinal-Hinspiel bei Paris St. Germain eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen, beim 1:1 im Rückspiel am 10. April war er für die letzte halbe Stunde eingewechselt, anschließend allerdings geschont worden.

Um 20.14 Uhr betrat Messi den Rasen der Münchner Arena für das Aufwärmen - begleitet von einem gellenden Pfeifkonzert. Drüben auf der anderen Seite machte sich Gomez warm. Und nach nicht einmal 100 Sekunden stand der Angreifer auch schon frei vor dem Tor des FC Barcelona, Robben spielte allerdings nicht ab, was vielleicht geschickter gewesen wäre, sondern schoss aus kurzer Distanz Torhüter Victor Valdés an. Danach dauerte es eine Weile, ehe die Münchner wieder gefährlich im Strafraum von Barca auftauchten.

Gomez-Tor mit Beigeschmack

Messi versuchte sich als Ballverteiler im zentralen Mittelfeld, er fand dabei aber nur selten eine Anspielstation. Angriffe der Bayern liefen zumeist über deren rechte Seite, wo Philipp Lahm immer wieder zur Unterstützung von Robben nach vorne stieß. Flanken in den Strafraum von Barcelona auf der Suche nach Abnehmer Gomez blieben zunächst ohne Wirkung - ohnehin wirkte das Angriffsspiel der Münchner erst einmal etwas zaghaft. Bis zur 25. Minute.

Nach einem Kopfball von Dante auf das Tor wuchtete der heranstürmende Müller den Ball mit vollem Körpereinsatz per Kopf über die Linie. Auf der Tribüne jubelte Hoeneß. Vier Minuten später hätte dann auch der weitgehend unscheinbare Messi beinahe seinen ersten guten Auftritt gehabt - Dante aber klärte vor dem vor dem Argentinier (29.). Ansonsten stand der viermalige Weltfußballer im Schatten von Schweinsteiger, an dessen Seite Javi Martinez seinem Ruf als "Balldieb" gerecht wurde.

Mit voller Wucht kamen die Münchner nach der Pause aus der Kabine, erkennbar vom festen Willen geprägt, einen zweiten Treffer nachzulegen. Dies gelang auch gleich, das Schiedsrichtergespann um Viktor kassai (Ungarn) übersah allerdings, dass Torschütze Gomez bei seinem Abstauber im Abseits stand.

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