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DFB Pokal

  • 16. April 2014
  • • 20:30
  • • Allianz-Arena, München
  • Schiedsrichter: T. Kinhöfer
  • • Zuschauer: 71000
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ENDE
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Der FC Bayern zieht gegen den 1. FC Kaiserslautern ins Finale des DFB-Pokals ein

FC Bayern fährt nach Berlin: Traumfinale gegen Dortmund

Der FC Bayern zieht gegen den 1. FC Kaiserslautern ins Finale des DFB-Pokals ein

Der Rekordmeister zieht souverän, aber ohne Glanz gegen den Underdog aus der Pfalz ins Finale ein. Dort wartet der BVB auf die Münchner.

München. Der Glanz fehlte, dennoch hat der FC Bayern auf seinem Weg zur Triple-Verteidigung das Traumfinale im DFB-Pokal perfekt gemacht. Die Münchner stehen nach einem standesgemäßen, allerdings eher schmucklosen 5:1 (2:0) gegen den wackeren Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern schon zum 20. Mal im Finale, am 17. Mai greift der Rekordtitelträger in Berlin nach seinem 17. Sieg. Dabei kommt es gegen Borussia Dortmund, das in seinem Halbfinale den VfL Wolfsburg besiegte (2:0), zur Neuauflage des Endspiels von 2012 - der BVB hatte die Bayern damals mit 5:2 gedemütigt.

Bastian Schweinsteiger (23.), Toni Kroos (32.), Thomas Müller (50./Foulelfmeter), Mario Mandzukic (78.) und Mario Götze (90.+1) erzielten in der ausverkauften Arena die Treffer für den Titelverteidiger. So ballsicher, leichtfüßig und schwungvoll wie bis weit hinein in die Rückrunde traten die Münchner aber trotz bester Besetzung erneut nicht auf. Die große Ausnahme war Arjen Robben, der den ersten Treffer per Eckball vorbereitete, den zweiten nach starkem Dribbling mustergültig auflegte und vor dem dritten den Elfmeter herausholte. Danach verkürzte Simon Zoller für die stets mutigen Gäste zum zwischenzeitlichen 3:1 (60.).

Wenig spielerische Höhepunkte

Der Gegentreffer, erst der zweite im laufenden Wettbewerb, passte zum Gesamteindruck. Schönen Kombinationsfußball bekamen die 71.000 Zuschauer nicht zu sehen - trotz klarer Überlegenheit fehlten den Bayern wie schon in den vergangenen Spielen Passsicherheit und Feinabstimmung. Der erste Treffer fiel bezeichnenderweise aus einer Standardsituation, dem zweiten ging die Einzelaktion von Robben voraus, der dritte war ein Elfmeter, den Müller zu seinem siebten Pokaltreffer in dieser Saison verwandelte. Erst in der zweiten Halbzeit, als bei den Lauterern die Kräfte und damit zunehmend die Ordnung nachließen, wirkten die Bayern lebhafter, waren aber auch, wie beim Gegentreffer zu erkennen, nicht voll konzentriert.

Nach drei Spielen ohne Sieg in der Bundesliga hatte Trainer Pep Guardiola auf Experimente verzichtet: Er schickte gegen die Roten Teufel, die in der 2. Runde Hertha BSC (3:1) und im Viertelfinale Bayer Leverkusen (2:1) ausgeschaltet hatten, die vermeintlich beste Mannschaft aufs Feld. Nur Manuel Neuer fehlte - der Nationaltorhüter war vergangenen Samstag beim 0:3 gegen Dortmund zur Halbzeit wegen einer Wadenverletzung zur Pause ausgewechselt und durch Lukas Raeder vertreten worden: Der 20 Jahre alte Regionalliga-Schlussmann kam dadurch zu seinem zweiten Einsatz bei den Profis. Als Ersatz saß der 18 Jahre U19-Torhüter Raif Husic auf der Bank.

Leidenschaftliche Pfälzer

Wie angekündigt wollte sich Kaiserslautern nicht nur auf den Trikottausch nach dem Spiel beschränken. Ähnlich wie bereits vier Tage zuvor der BVB attackierte der Tabellenvierte der 2. Liga den FC Bayern sehr früh - allerdings fanden die Gastgeber diesmal schneller Lücken in der gegnerischen Anwehr: Einen Kopfball von Thomas Müller verlängerte Florian Dick an die Latte des eigenen Tores (9.), Mario Mandzukic zielte nach Flanke von Müller daneben (12.). Danach taten sich die Bayern aber weiter schwer, ehe eine Standardsituation half: Schweinsteiger köpfte nach einer Ecke von Robben ein.

Die Führung verlieh den Bayern keinen großen Schwung, sie taten sich oft schwer, flüssiges Kombinationsspiel zu entwickeln. Richtig Fahrt nahmen sie erst nach dem 3:0 auf. Vor und nach dem Gegentreffer durch Zoller, den Jerome Boateng aus den Augen verloren hatte, nahm die Anzahl guter Torchancen zu. Die letzte Konsequenz aber fehlte bisweilen.

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