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Bundesliga

  • 4. Oktober 2014
  • • 15:30
  • • BayArena, Leverkusen
  • Schiedsrichter: G. Perl
  • • Zuschauer: 30210
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ENDE
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Platz 2 war zum Greifen nahe, doch Bayer patzte gegen Paderborn

Bellarabi rettet Bayer einen Punkt: Paderborn holt 2:2

Platz 2 war zum Greifen nahe, doch Bayer patzte gegen Paderborn

Bongarts

Der Schluss hatte es in sich. Wenige Minuten schnupperte Paderborn an der Sensation. Dann kam Karim Bellarabi. Mal wieder.

Leverkusen. Drei Tage nach der Champions-League-Gala gegen Benfica Lissabon (3:1) hat Bayer Leverkusen in der Meisterschaft einen Rückschlag erlitten. Die Werkself kam gegen Aufsteiger SC Paderborn über ein 2:2 (1:1) nicht hinaus und verpasste dadurch den möglichen Sprung auf Platz zwei. Moritz Stoppelkamp (87.) traf zunächst zum 2:1 für den Neuling, Karim Bellarabi (90.) rettete den Rheinländern wenigstens einen Punkt.

Der Aufsteiger aus Ostwestfalen hingegen konnten nach seinen beiden Niederlagen bei Bayern München (0:4) und gegen Borussia Mönchengladbach (1:2) wieder positive Schlagzeilen schreiben und verbesserte sich in der Tabelle.

Für die 1:0-Führung des SCP sorgte Süleyman Koc, der bei seinem ersten Bundesliga-Tor in der 20. Minute aber von einem katastrophalen Patzer von Leverkusens Schlussmann Bernd Leno, der beim Herauslaufen am Ball vorbeitrat, profitierte. Dessen Paderborner Kollege Lukas Kruse stand dem U21-Nationaltorwart aber in nichts nach und ermöglichte mit einem schlimmen Fehler Lars Bender in der 41. Minute das 1:1.

Paderborn musste nach einer Roten Karte für Marvin Bakalorz, der nach seiner Grippe-Erkrankung erstmals wieder dabei war, ab der 72. Minute in Unterzahl auskommen. Bakalorz hatte den Brasilianer Wendell zuvor brutal gefoult.

Gutes Pressing auf beiden Seiten

Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena neutralisierte sich zunächst beide Teams. Sowohl Bayer als auch die Ostwestfalen, für die Leverkusens neuer Trainer Roger Schmidt sowohl als Spieler als auch als Coach tätig war, unterbanden jeweils mit geschicktem Pressing die Angriffsbemühungen des Gegners.

Bei Bayer war von Schwung beim 3:1 gegen Lissabon zunächst nichts zu sehen und Paderborn konnte die neuformierte Abwehr der Hausherren auch nicht aushebeln. Als Leno sich in der 20. Minute aber total verschätzte und vor dem eigenen Strafraum am Ball vorbeisprang, nutzte Koc die Gelegenheit zur Gäste-Führung.

Anschließend mühte sich die Werkself und hatte bei einem Pfostentreffer von Bayer-Torjäger Stefan Kießling einmal mehr das Pech auf seiner Seite. Für Bayer war es bereits der achte Aluminium-Treffer vor eigenem Publikum in dieser Saison.

60 Sekunden später wurden die Bemühungen der Leverkusener aber belohnt. Nach einem Weitschuss von Bellarabi, der am Donnerstag erstmals in das Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft berufen wurde, ließ SCP-Keeper Kruse den Ball abklatschen und attestierte so Bender bei dessen erstem Saisontor.

Leverkusen nach der Pause energischer

Nach dem Seitenwechsel zog Bayer, das unter anderem auf den gesperrten Innenverteidiger Emir Spahic und Abwehrspieler Sebastian Boenisch verzichten musste, das Tempo deutlich an. 60 Sekunden nach Wiederanpfiff entschärfte Kruse einen Schuss von Bellarabi, wenig später hatten Heung-Min Son und Hakan Calhanoglu gute Möglichkeiten für Bayer. Zudem vergab Abwehrspieler Ömer Toprak in der 65. Minute noch eine große Chance. Paderborn verlegte sich in Durchgang zwei auf Konter und hatte nach einer Stunde durch den eingewechselten Michael Heinloth auch noch eine sehr gute Gelegenheit.

Beim durchaus überzeugenden Aufsteiger waren Torschütze Koc und Kapitän Uwe Hünemeier die besten Akteure. Bei Bayer, das erst nach der Pause zu überzeugen wusste, waren einmal mehr Bellarabi und bis zu seiner Auswechslung Bender die stärksten Kräfte.

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