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Bundesliga

  • 31. März 2012
  • • 15:30
  • • BayArena, Leverkusen
  • Schiedsrichter: R. Hartmann
  • • Zuschauer: 28342
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ENDE
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Freiburg schießt Leverkusen mit 2:0 weiter in die Krise

Freiburg schießt Leverkusen mit 2:0 weiter in die Krise

Bongarts

Freiburg verschafft sich durch den 2:0-Sieg gegen Leverkusen weiter Luft im Abstiegskampf. Bayer dagegen erleidet die fünfte Niederlage in Folge und befindet sich in der Krise.

Leverkusen. Am 28. Spieltag der Bundesliga gewann der SC Freiburg völlig verdient mit 2:0 bei Bayer 04 Leverkusen. Die Breisgauer waren von Anfang an das bessere Team und schossen mit diesem Sieg die Werkself weiter in die Krise.

Beide Teams mit 4-4-2 System

Die Mannschaften waren mit einer eher defensiven Grundordnung aufgestellt. Beide Teams spielten ein 4-4-2, bei denen die zentralen Mittelfeldspieler kurz vor der Abwehrkette positioniert wurden.

Leverkusen mit Problemen im Aufbau


Als Heimmannschaft ist es üblicherweise die Aufgabe das Spiel zu machen. Bayer Leverkusen hatte damit jedoch große Probleme. Der SC Freiburg stand sehr hoch und störte Bayer schon in der Eröffnung. Die Breisgauer verschoben sehr diszipliniert und machten die Räume eng. So provozierten sie immer wieder Fehlpässe in den Reihen der Dutt-Elf.

Schuster vollendete Konter


In der siebten Spielminute zeigte dieses offensive verteidigen bereits Erfolg. Nach einem Fehlpass kommt Mensur Mujdza an den Ball und läuft auf der rechten Bahn bis zur Grundlinie durch. Mit einem flachen Ball in den Strafraum kommt Gonzalo Castro nicht zurecht. Der Nationalspieler wollte lässig mit der Hacke klären, was aber gründlich in die Hose ging. Der Ball flog genau auf Julian Schusters Kopf, der keine Probleme hatte den Ball zu seinem 1. Saisontreffer einzunicken.

Dutt schickt Bank nach 19. Minuten zum Warmlaufen

Die Leverkusener wirkten nach dem Treffer weiter ideenlos und ohne wirkliches Konzept. Es war kein geordnetes Aufbauspiel zu erkennen und Trainer Robin Dutt reagierte. Nach nur 19. Minuten schickte er seine gesamte Bank zum Aufwärmen um ein Zeichen in Richtung Team zu senden.

Bayer mit mehr Spielanteilen

Und diese Maßnahme zeigte durchaus Wirkung. Die Werkself kam besser in das Spiel und holten sich durch mehr Ballbesitz Selbstvertrauen. In der 21. Minute war es dann Eren Derdiyok, der Oliver Baumann mit einen scharfen Kopfball prüft. Das war der erste Torschuss der Heimmannschaft. Freiburg wirkte nicht mehr ganz so bissig wie in den Anfangsminuten. Jedoch nutzten die Breisgauer Abspielfehler von Leverkusen sofort für ihr Konterspiel und blieben so stets gefährlich.

Leverkusen nervös

Nach einer halben Stunde war Leverkusen dann nah am Ausgleichstreffer dran. In der 30. Spielminute war es Kapitän Simon Rolfes, der Baumann mit einem Linksschuss aus 22 Metern zu einer Glanzparade zwingt. Nur kurze Zeit später setzte sich Stefan Kießling links gegen Mensur Mujdza durch und verfehlte mit einem tollen Schuss nur knapp das Tor. Trotz dieser Drangphase wirkten die Spieler von Robin Dutt unverständlich nervös. Viele Fehler im Passspiel und unkonzentrierte Flanken sorgten immer wieder für unnötige Ballverluste. Gerade den Nationalspielern Andre Schürrle und Gonzalo Castro gelang kaum etwas. Ob es etwas mit Joachim Löw zu tun hatte der auf der Tribüne saß?

Pfeifkonzert zur Halbzeit

Nach den ersten 45 Minuten, in denen die Werkself zwar mehr Ballbesitz aber nur wenig Gefährlichkeit entwickelte, wurden sie von den knapp 27.500 Zuschauern mit einem Pfeifkonzert in die Halbzeitpause geschickt. Das sowieso angespannte Nervenkostüm sollte bei Spielern dadurch nicht besser werden.



Freiburg kam wieder besser ins Spiel

Robin Dutt wechselte in der Pause Innenverteidiger Manuel Friedrich aus und brachte den Mittelfeldspieler Michael Ortega.Die Anfangsphase gehörte aber wie in der ersten Halbzeit wieder den Freiburgern. Ein hoher Laufaufwand und erneutes sehr frühes stören sorgte bei den sowieso schon verunsicherten Leverkusener-Spieler für Fehler. Freiburg wirkte unaufgeregt und selbstbewusst in Ihren Aktionen.

Zerfahrenes Spiel mit vielen Unterbrechungen

Das Spiel war geprägt durch viele Fouls und Ballverluste. Kein wirklich schönes Spiel für die Zuschauer. Wenn es für Leverkusen einmal gefährliche wurde war es Stefan Kießling. Der einzige aus dem Team von Robin Dutt der Normalform abrufen konnte. Man kann nicht sagen das der Rest der Mannschaft nicht wollte, man hatte - und das ist wesentlich schlimmer - das Gefühl, dass sie nicht besser konnten.

Traumtor Caligiuri


Und Freiburg blieb mit ihren Kontern gefährlich. Blitzschnell schalteten sie nach Ballgewinn um und überrannten die Defensive förmlich. In der 60. Minute kam Daniel Caligiuri auf der linken Seite an den Ball. Ohne Probleme setzte sich der Linksverteidiger gegen Castro und Simon Rolfes durch und zog den Ball wunderschön und unhaltbar an Bernd Leno ins obere rechte Eck - Traumtor!



Laola-Welle in der Bay-Arena

Nach dem Tor passierte etwas , dass man als Fußballer eigentlich nie erleben möchte. Das eigene Publikum begann die Mannschaft zu verhöhnen. Die Zuschauer starten tatsächlich eine Laola-Welle nach dem Caligiuri-Tor und feierten sich selber. Mit: "Oh wie ist das schön..." und klatschen bei Angriffs-Situationen der Freiburger, entstand eine wirklich unangenehme Atmosphäre für das Team und für Robin Dutt.

Freiburg beflügelt und gefährlich


Nach dem 2:0 war es nur noch Freiburg die sich Chancen erspielen konnten. Wenn man Kritik üben möchte muss man sogar festhalten, dass sie mit ihren Konterchancen zu fahrlässig umgegangen sind. Leverkusen fand nicht mehr ins Spiel zurück und wird froh gewesen sein, als es vorbei war.

Schwierige Situation in Leverkusen - Freiburg bleibt ohne Niederlage


Für Robin Dutt und die Spieler werden nun schwierige Zeiten zukommen. Das fünfte Spiel in Folge verloren und die europäischen Plätze in Gefahr. Mit einer solchen Leistung wie heute wird es ganz schwierig dieses Ziel noch zu erreichen. Freiburg reitet dagegen weiter auf ihrer Erfolgswelle und scheinen sich mehr und mehr von den Abstiegsrängen befreien zu können.

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