thumbnail Hallo,
Live

Bundesliga

  • 23. März 2014
  • • 17:30
  • • BayArena, Leverkusen
  • Schiedsrichter: J. Drees
  • • Zuschauer: 28794
2
ENDE
3

Bayer-Krise immer schlimmer: Pleite gegen Hoffenheim

Es geht weiter abwärts für die Werkself: Wieder kein Sieg, dafür der Schock kurz vor dem Abpfiff. Hoffenheim belohnte sich dagegen spät.

Leverkusen. Sami Hyypiä presste seine ohnehin schmalen Lippen zusammen, es schien, als spiegele sich die Krise von Bayer Leverkusen in seinem Gesicht. Neun Pflichtspiele ist die Werkself nach dem 2:3 (1:2) gegen 1899 Hoffenheim am Sonntag schon ohne Sieg, die erneute Qualifikation für die Champions Leaguegerät von Woche zu Woche stärker in Gefahr. Und Hyypiä? Der Druck auf den finnischen Teamchef steigt.

"Alle sind jetzt in der Verantwortung. Der Trainer - und natürlich wir Spieler", sagte Kapitän Simon Rolfes. Werden sie dieser Verantwortung nicht gerecht, droht ein Szenario, das Bayer 04 unbedingt verhindern will: "Ich habe keinen Bock auf Europa League! Dafür reicht es aber nicht, wenn man nur wenige Momente gut spielt", schimpfte Nationalspieler Lars Bender. Sportdirektor Rudi Völler forderte die Mannschaft via Sky auf, "schnell wieder aufzustehen. Wir müssen raus aus dieser Krise. Wir werden auf jeden Fall mit Sami weitermachen."

Zwar steht Leverkusen auf Platz vier, doch angesichts der Formkurve muss es heißen: noch. Der Vorsprung auf den Verfolger Borussia Mönchengladbach schmolz vor der englischen Woche auf zwei Punkte.

Hoffenheim hatte dagegen Grund zum Feiern. Sejad Salihovic per Handelfmeter (14.), Kevin Volland (40.) und Anthony Modeste (89.) bescherten den Gästen nach den deftigen Niederlagen gegen Schalke 04 (0:4) und den FSV Mainz 05 (2:4) ein Erfolgserlebnis. 1899 setzte sich im gesicherten Mittelfeld fest und verbuchte im zwölften Anlauf gegen den "Angstgegner" Leverkusen den ersten Sieg.

Volland: "Ausgleichende Gerechtigkeit"

Torjäger Stefan Kießling (39.), der mit seinem Phantomtor im Hinspiel am 18. Oktober den 2:1-Erfolg der Leverkusener besiegelt hatte, und Kapitän Simon Rolfes (54.) trafen für Bayer. "Wenn man das Hinspiel sieht, war es nur ausgleichende Gerechtigkeit", sagte Volland.

Im ersten von "neun Endspielen", wie es Bayer-Boss Michael Schade formuliert hatte, waren die Gastgeber von Beginn an von der Rolle. Ein Handspiel von Roberto Hilbert, das allerdings außerhalb der Strafraumgrenzen geschah, verdeutlichte frühzeitig die Verfassung der Bayer-Elf, die völlig verunsichert wirkte. Hoffenheims Elfmeterspezialist Salihovic ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und erzielte in unnachahmlicher Manier seinen neunten Saisontreffer, indem er den Ball ganz leicht in die Mitte des Tore chippte.

Nach Kießlings zwölftem Saisontreffer zum Ausgleich, der diesmal regulär war, folgte die Antwort keine Minute später. Nachdem sich Leverkusens Winterzugang Andres Guardado wie ein Anfänger von Volland hatte ausspielen lassen, schlenzte der U21-Nationalspieler den Ball gekonnt in den Winkel.

Auch nach der Pause entwickelte Bayer zunächst keine Ideen und brachte kaum Gefahr vor das Tor der Gäste. Weder Nationalspieler Sidney Sam noch Heung Min Son vermochten die zumeist gut gestaffelte Hoffenheimer Hintermannschaft unter Druck zu setzen.

Toprak vergibt Führungschance

Erst ein engagierter Einsatz von Rolfes, der nach Zuspiel von Lars Bender am Fünfmeterraum prima reagierte, führte vor 28.794 Zuschauern zum neuerlichen Ausgleich. Drei Minuten später hatte Ömer Toprak per Kopf eine gute Möglichkeit zum 3:2, doch 1899-Torwart Jens Grahl parierte prächtig.

Bayer kämpfte in der Folgezeit vorbildlich und erspielte sich auch noch die eine oder andere Möglichkeit, unter dem Strich genügte das aber nicht den Ansprüchen eines Aspiranten für die Königsklasse.

Sollte sich in den kommenden beiden Spielen am Mittwoch beim FC Augsburg und am Samstag gegen Schlusslicht Eintracht Braunschweig keine Besserung einstellen, könnte es auch für den bislang unantastbaren Bayer-Teamchef Hyypiä ungemütlich werden.

EURE MEINUNG: Verspielt Bayer noch die CL-Plätze?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal auf
oder werde Fan von Goal auf !

Dazugehörig