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Bundesliga

  • 26. April 2014
  • • 18:30
  • • BayArena, Leverkusen
  • Schiedsrichter: G. Perl
  • • Zuschauer: 30210
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ENDE
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Bundesliga Sechser-Pack: Es geht ums Überleben

Im Abstiegskampf wird der Ton immer rauer, einige Entscheidungen könnten am Wochenende fallen. Klopp hat nichts zu verschenken, Guardiola fordert Leidenschaft.

Im Abstiegskampf könnten am 32. Spieltag schon einige Vorentscheidungen fallen, beim Hamburger SV greift man deshalb zu martialischen Parolen. Bayern muss vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Real Madrid gegen Werder Bremen die Spannung hochhalten, Jürgen Klopp hat keine Punkte zu verschenken. Borussia Mönchengladbach muss zum Angstgegner FC Schalke und Wolfsburg will gegen den SC Freiburg eine Serie ausbauen.

Bayern München - Werder Bremen (Sa., 15.30 Uhr)

Das sagen die Beteiligten:

Pep Guardiola (Bayern): "Wir haben in Braunschweig und bei Real unser Team-Spiel zurückbekommen. Wir müssen wieder dahin kommen wie im Großteil der Saison, dass wir wie eine Mannschaft spielen. Am Dienstag ist unser Finale. Aber wir müssen gegen Bremen mit derselben Leidenschaft spielen wie in Madrid."

Robin Dutt (Bremen): "Sie müssen ein Spiel spielen, in dem es für sie um nichts geht. Bayern hat den Fokus auf dem Halbfinale. Wir nehmen keine Rücksicht auf die Bayern. Wir versuchen, ihnen wehzutun. Sie an die Grenze zu bekommen. Sie im Zweikampf knallhart zu bekämpfen."

Personal:

Bei Bayern fehlen: Starke (Ellbogen-OP), Rafinha (Rotsperre), Shaqiri (Lauftraining nach Muskelfaserriss), Thiago (Innenbandteilriss), Badstuber (Aufbautraining), Weihrauch (nicht berücksichtigt)

Bei Bremen fehlen: Fritz (Knieverletzung), P. Stevanovic (Wadenzerrung), Öz. Yildirim (Adduktorenprobleme), Strebinger, C. Röcker, Aycicek, A. Stevanovic, von Haacke (alle nicht berücksichtigt)

Darum geht's:

Bei Bayern vor allem darum, die Spannung hochzuhalten. Bereits am Dienstag steigt das Rückspiel gegen Real, das Team darf sich nicht wieder eine komplette Auszeit in der Liga nehmen. Dennoch dürfte Pep Guardiola erneut einige Stammkräfte schonen.

Bremen könnte indes mit einem Punkt den Klassenerhalt auch rechnerisch aus eigener Kraft perfekt machen, nach dem Sieg über Hoffenheim und neun Punkten auf den HSV zweifelt daran aber ohnehin niemand mehr.

Die OPTA-Facts zum Spiel:

Kein Team fügte Bayern in der Bundesliga mehr Niederlagen (26) oder Gegentore (117) zu als Werder.

Der letzte Bremer Sieg gegen Bayern liegt allerdings über fünf Jahre zurück, die letzten sechs Ligaduelle gewannen die Münchner mit einem Torverhältnis von 24:4. Das 0:7 im Hinspiel war die höchste Bundesliga-Niederlage für Werder.

Bayern erzielt ligaweit die meisten Tore nach Flanken aus dem Spiel (16), Bremen kassiert umgekehrt die meisten Gegentreffer nach Flanken (15).

Die Münchner haben die beste (88 Prozent), Bremen die schwächste Passgenauigkeit (70 Prozent). Bayern hat mehr als doppelt so viele Pässe gespielt (22.476) wie Werder (10.568).

Es ist das Duell der beiden erfolgreichsten Bundesliga-Klubs. Nur Bayern steht mit 3.267 Punkten noch vor Werder (2.600 Zähler).

 

VfL Wolfsburg - SC Freiburg (Sa., 15.30 Uhr)

Das sagen die Beteiligten:

Dieter Hecking (Wolfsburg): "Ich werde die nächsten drei Wochen alles geben, will den maximalen Erfolg. Das fordere ich auch von meinen Mitarbeitern. Bei uns ist viel Dampf auf dem Kessel."

Christian Streich (Freiburg): "Die berechtigte Hoffnung, in der Bundesliga bleiben zu können, gibt uns Kraft. Wir wollen offensiv nach vorne verteidigen."

Personal:

Bei Wolfsburg fehlen: Benaglio (Fingerverletzung), Luiz Gustavo (Gelb-Rote Karte), Dost (Knöchelprobleme), Junior Malanda (Innenbandanriss), Sprenger, Thoelke, Seguin, Scheidhauer (alle nicht berücksichtigt)

Bei Freiburg fehlen: Diagne (muskuläre Probleme), Klaus, Sorg (beide 5. Gelbe Karte), Pilar, Mujdza (beide Aufbautraining), Jullien, Zuck, Dembele (alle nicht berücksichtigt)

Darum geht's:

Die Wölfe, ein Punkt hinter Leverkusen, wollen nach der sicher gestellten EL-Qualifikation noch in die Champions League und brauchen dafür jeden Punkt. Freiburg ist aufgrund der bärenstarken vergangenen Wochen fast schon gerettet, acht Zähler trennen die Breisgauer vom Relegationsplatz.

Die OPTA-Facts zum Spiel:

Wolfsburg hat drei der letzten vier Ligaspiele gegen Freiburg gewonnen, so viele wie aus den 17 vorherigen Aufeinandertreffen.

Auf die letzten sieben Spiele betrachtet ist es ein Topspiel: Nur Dortmund holte in diesem Zeitraum so viele Punkte wie Freiburg (16), Wolfsburg folgt dahinter mit 14 Zählern. Außerdem schoss kein Team in den letzten sieben Spielen mehr Tore als die Breisgauer (17).

Auswärts hapert es aber beim Sportclub: Aus den letzten acht Auswärtsspielen holte Freiburg nur einen Sieg und schoss insgesamt nach Braunschweig (10) die wenigsten Auswärtstore (14).

Mit Wolfsburg (52,6 Prozent gewonnen) trifft das zweikampfstärkste Team der Liga auf das zweikampfschwächste Freiburg (47,3 Prozent gewonnen).

 

1899 Hoffenheim - Eintracht Frankfurt (Sa., 15.30 Uhr)

Das sagen die Beteiligten:

Kevin Volland (Hoffenheim, in der "Bild"): "Wir haben einfach zu viele Punkte liegen gelassen. Aber vielleicht ist es ganz gut, dass es nicht so schnell wieder aufwärts ging. Wir haben noch reichlich Luft nach oben."

Tobias Weis (Frankfurt): "Wir müssen die Offensive in den Griff kriegen, dann haben wir eine gute Chance. Ich denke, es werden so viele Fans mitfahren, dass wir fast ein Heimspiel haben."

Personal:

Bei Hoffenheim fehlen: Casteels (Schienbeinbruch), Elyounoussi (5. Gelbe Karte), Strobl (angeschlagen), Schipplock (Oberschenkelprobleme), Vukcevic (Reha), Braafheid (U 23), Wiese (freigestellt), Romario, Sassi, Paterok (beide nicht berücksichtigt)

Bei Frankfurt fehlen: Anderson (Reha), Flum (Schulterbandriss), Kittel (Knie-OP), Rode (Knorpelschaden im Knie), A. Özer (nicht berücksichtigt)

Darum geht's:

Mit einem Sieg würde Frankfurt den Klassenerhalt aus eigener Kraft perfekt machen, was aufgrund diverser Transfer-Spekulationen für Ruhe sorgen würde. Für Hoffenheim dagegen geht es eigentlich um nichts mehr. Sieben Punkte steht die TSG hinter einem EL-Platz im grauen Mittelfeld, deutete in den vergangenen Wochen (abgesehen vom 1:3 in Bremen) aber immer wieder an, die Saison anständig beenden zu wollen. Tobias Weis freut sich auf das Wiedersehen mit alten Teamkameraden.

Die OPTA-Facts zum Spiel:

133 Tore fielen in den 31 Toren mit Hoffenheimer Beteiligung, im Schnitt 4,3 pro Partie. Das liegt nur 0,3 Tore hinter dem Rekord-Schnitt, aufgestellt von Frankfurt in der Saison 1981/82.

Die TSG hat die beste Chancenverwertung der Liga (18,8 Prozent, wie Bayern) und hat jetzt schon mehr Tore erzielt (67) als je zuvor in einer kompletten Bundesliga-Saison.

Frankfurt hat vier der letzten sechs Bundesliga-Auswärtsspiele verloren und ließ dabei so viele Gegentore zu wie sonst nur Hoffenheim in diesem Zeitraum (16).

Hoffenheim wurden in dieser Saison bereits 13 Elfmeter zugesprochen. Ein weiterer wäre Einstellung des Bundesliga-Rekordes (Hamburg mit 14 in der Saison 1998/99).

 

1. FSV Mainz 05 - 1. FC Nürnberg (Sa., 15.30 Uhr)

Das sagen die Beteiligten:

Thomas Tuchel (Mainz, über Gegenüber Prinzen und dessen Praktikum beim FSV): "Mit den Konsequenzen müssen wir nun leben, das war damals nicht abzusehen. Wer unsere letzten Heimspiele aber gesehen hat, der wird genau wissen, was wir vorhaben. Alte Videobänder müssen wir jetzt nicht mehr analysieren."

Roger Prinzen (Nürnberg): "Ich bin mir der Verantwortung bewusst und will diese auch erfüllen. Ich bin noch heißer als zuvor und will noch mehr Enthusiasmus mit reinbringen. Die Stimmungslage ist ernst, aber jeder ist sich der Situation bewusst. Ich habe eher den Eindruck, dass wir einen gewissen Trotz entwickeln."

Personal:

Bei Mainz fehlen: Bungert (Rotsperre), Park (Zehenentzündung), N. Müller (Reha), Baumgartlinger, Schahin (beide Trainingsrückstand), H. Müller (nicht berücksichtigt)

Bei Nürnberg fehlen: Gebhart (Adduktorenprobleme), Hasebe (Knie-OP), Petrak (Sprunggelenksverletzung), Ginczek (Kreuzbandriss), Uphoff (nicht berücksichtigt)

Darum geht's:

Sollte Stuttgart am Freitag in Hannover gewinnen, braucht Nürnberg einen Sieg, um rechnerisch noch Chancen auf den direkten Klassenerhalt zu haben. Ein Punkt steht der Club zurzeit hinter dem Relegationsplatz. Mainz dagegen kann die Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation mit einem Sieg gegen Nürnberg sichern, falls Augsburg am Sonntag gegen den HSV verliert.

Die OPTA-Facts zum Spiel:

Mainz hat die letzten sechs Bundesligaspiele gegen Nürnberg allesamt gewonnen. Sieben Mal gingen die Rheinhessen in der Bundesliga gegen den Club mit 1:0 in Führung und gewannen anschließend alle sieben Spiele.

Beide haben zurzeit aber einen Durchhänger: Mainz verlor vier seiner letzten sechs Bundesligaspiele, Nürnberg sogar acht der letzten neun.

26 Punkte nach 31 Spielen bedeuten die zweitschwächste Bundesliga-Saison in der Nürnberger Geschichte. Nur 1983/84, als die Franken abstiegen, waren es zum gleichen Zeitpunkt weniger Zähler (20). 62 Gegentore nach 31 Spielen bedeuten zudem die schwächste Club-Defensive seit 30 Jahren.

Sollte Nürnbergs Josip Drmic erneut ohne Torbeteiligung bleiben, wäre es das erste Mal, dass ihm in vier Bundesligaspielen hintereinander kein Scorer-Punkt gelingt.

 

Hertha BSC - Eintracht Braunschweig (Sa., 15.30 Uhr)

Das sagen die Beteiligten:

Jos Luhukay (Berlin): "Wir haben nichts zu verschenken. Wir kennen die Braunschweiger Mannschaft sehr gut, sie spielen mit unglaublich viel Leidenschaft. Da gilt es, dagegenzuhalten. Wir wollen das Spiel gewinnen. Wir haben noch kein Heimspiel gewonnen. Dafür müssen wir alles in die Waagschale werfen."

Marc Arnold (Braunschweig, über das Trainingslager unter der Woche): "Wir haben uns zu diesem Kurz-Trainingslager entschlossen, um uns als Mannschaft vor den letzten drei Endspielen einzuschwören und uns in Ruhe auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten."

Personal:

Bei Berlin fehlen: Lustenberger (Muskelfaserriss), Franz, Kluge (beide U 23), Gersbeck, Sprint, Burchert, Holland, Janker, Kobiashvili, Mukhtar (alle nicht berücksichtigt)

Bei Braunschweig fehlen: Ademi (grippaler Infekt), G. Korte, Washausen (beide Kreuzbandriss), Khelifi, Oehrl (beide U 23), Perthel (nicht berücksichtigt)

Darum geht's:

Bei der mittlerweile auch rechnerisch geretteten Hertha vor allem darum, ob die Berliner in der Rückrunde noch ein Heimspiel gewinnen. Ob Adrian Ramos, der nach seiner Oberschenkelverletzung deutlich früher als gedacht fit wurde, gleich wieder in die Startelf rutscht, ist noch offen.

Für Braunschweig steht ungleich mehr auf dem Spiel. Die Eintracht ist zwar nach wie vor Letzter, könnte mit einem Sieg aber bis auf den Relegationsplatz springen, sollten Hamburg und Nürnberg patzen. So oder so darf sich Braunschweig keinen Ausrutscher mehr erlauben, um bis zum Ende noch um den Klassenerhalt kämpfen zu können.

Die OPTA-Facts zum Spiel:

Die Hertha konnte nur eines der letzten zehn Heimspiele gegen Braunschweig gewinnen (sieben Remis, zwei Niederlagen). Der letzte Braunschweiger Sieg in der Hauptstadt ist aber bereits 25 Jahre her.

Die Eintracht gewann in dieser Bundesliga-Saison nur ein Auswärtsspiel, die Berliner sind im Jahr 2014 noch ohne Heimsieg.

Braunschweig verwertete nur ein Drittel seiner Großchancen, der schlechteste Wert ligaweit - direkt hinter der Hertha (35 Prozent).

Berlin wartet seit neun Spielen auf einen Sieg, die längste Durststrecke ligaweit.



Bayer Leverkusen - Borussia Dortmund (Sa., 18.30 Uhr)

Das sagen die Beteiligten:

Sascha Lewandowski (Leverkusen): "Wir haben die Europa League geschafft, jetzt wollen wir mehr. Dortmund hat eine Mannschaft, die in dieser Verfassung mit das Beste ist, was es in Europa gibt. Der Herausforderung stellen wir uns gerne, hoffentlich auch mit ganz viel Mut und ganz viel Selbstbewusstsein."

Jürgen Klopp (Dortmund): "Wir haben nicht das Gefühl, dass die Bundesliga für uns schon vorbei wäre. Unser Endspiel steigt eine Woche nach Ende der Bundesliga-Saison, aber bis dahin gibt es noch neun Punkte zu holen und mir wollen nicht viele Gründe einfallen, warum wir nicht alles versuchen sollten, die alle zu holen."

Personal:

Bei Leverkusen fehlen: Donati (5. Gelbe Karte), Guardado (Muskelfaserriss), Hegeler, R. Kruse (beide Aufbautraining), Reinartz (Waden-OP)

Bei Dortmund fehlen: Kehl (Muskelfaserriss), Durm (Zerrung), Subotic, Blaszczykowski (beide Kreuzbandriss), S. Bender (Schambeinentzündung), Gündogan (Nervenwurzelentzündung), Alomerovic (BVB II)

Darum geht's:

Dortmund will seinen zweiten Platz vor dem Erzrivalen Schalke (sechs Punkte dahinter) verteidigen, Leverkusen kämpft noch um die CL-Quali: Nur ein Punkt steht die Werkself vor Wolfsburg. Ein wichtiger Schritt für die neue Saison gelang Bayer bereits unter der Woche: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge kommt Roger Schmidt von RB Salzburg und übernimmt den Trainerposten in Leverkusen.

Die OPTA-Facts zum Spiel:

Leverkusen wartet seit sechs Heimspielen auf einen Sieg gegen den BVB (drei Remis, drei Niederlagen).

Mit Sascha Lewandowski auf der Trainerbank gewann Bayer saisonübergreifend die letzten sieben Bundesligaspiele und ist seit zehn Bundesligaspielen ungeschlagen.

Dortmund hat sich zum vierten Mal in Folge für die Champions League qualifiziert. Das ist die längste Serie für die Borussia.

Leverkusen spielte in den letzten elf Bundesligaspielen nie zu Null. So lange blieb die Werkself zuletzt in der Saison 2008/09 ohne weiße Weste.

Der BVB ist seit sechs Spielen unbesiegt und hat jetzt schon mehr Siege auf dem Konto (20) als in der kompletten Vorsaison (19).

Letzte fünf Spiele

Direktes Duell

Bayer Leverkusen

Borussia Dortmund

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