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Serie A

  • 2. April 2014
  • • 18:30
  • • Stadio Olimpico, Roma
  • Schiedsrichter: A. De Marco
  • • Zuschauer: 39000
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ENDE
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Der SSC Neapel sah bei Atalanta Bergamo kein Land

Serie A: Neapel blamiert sich, Spielabbruch in Rom

Der SSC Neapel sah bei Atalanta Bergamo kein Land

Getty Images

Der SSC Neapel hat sich am Sonntag blamiert, während die starken Regenfälle in Rom haben zu einem Spielabbruch geführt haben. Milan tritt indes auf der Stelle.

Florenz. Mit 0:3 wurde der SSC Neapel von Atalanta Bergamo nach Hause geschickt, während Lazio einen souveränen Sieg einheimste. Die Partie zwischen dem AS Rom und dem FC Parma wurde indes auf Grund starker Regenfälle abgebrochen. Der AC Florenz hat im Kampf um den Champions-League-Qualifikationsplatz in der Serie A einen unerwarteten Rückschlag erlitten.

Atlanta Bergamo – SSC Neapel 3:0 (0:0)
Tore: 1:0 Denis (47.), 2:0 Denis (64.), 3:0 Moralez (70.)

Den gut 15.000 Zuschauern im Atleti Azzurri bot sich in der ersten Hälfte eine ausgeglichene Partie. Die Gastgeber hatten zwar mehr Spielanteile und zeigten immer wieder ansehnliche Ballbesitzphasen, zu den besseren Chancen kamen allerdings die Gäste aus Neapel. Die mit Neuzugang Anthony Reveillere startende Elf von Trainer Rafael Benitez wartete geduldig ab und versuchte immer wieder, die sich ihnen bietenden Konterchancen zu nutzen.

Das 0:0, mit dem beide Mannschaften in die Pause gegangen waren, hielt allerdings nicht lange vor. Jose Callejon verlor den Ball in der Offensivbewegung, Bergamo schaltete schnell und so brachte German Denis unter freundlicher Mithilfe von Pepe Reina seine Farben in Führung (47.). Neapel reagierte auf den Rückstand und brachte mit Gonzalo Higuain einen echten Stürmer, die Gastgeber ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken.

Ein missglückter Befreiungsschlag fiel vor die Füße von Denis, der sich erneut nicht lange bitte ließ und zum 2:0 netzte (65.). Der Stürmer entwickelte sich nur sechs Minuten später endgültig zum Alptraum Neapels und bereitete das 3:0 durch Maximiliano Moralez per Kopf vor. Die Gäste wollten von nun an zumindest den Ehrentreffer, Benitez brachte die Neuzugänge Faouzi Ghoulam und Jorginho, doch deren Bemühungen wurden nicht mehr belohnt. Damit verliert Neapel den Anschluss an die Tabellenspitze, während Bergamo weiter im sicheren Mittelfeld rangiert.

Chievo Verona - Lazio Roma 0:2 (0:1)
Tore:
0:1 Candreva (5.), 0:2 Keita (70.)

Spiel eins ohne den zu Inter transferierten Spielmacher Hernanes - trotzdem gab Lazio beim Gastspiel in Verona eine gute Figur ab. Das lag einmal mehr auch an Antonio Candreva, der die Laziali mit der Führung auf Kurs brachte. Für den Italiener war es die sechste Beteiligung an den letzten sieben Toren, zudem sein dritter selbst erzielter Treffer in den letzten drei Spielen. Die derzeitige Formstärke des Rechtsaußen dürfte den Verlustschmerz um Hernanes also vorerst zumindest etwas lindern.

Praktisch mit dem ersten Vorstoß des Spiels stellten die Gäste aus der Hauptstadt auf 1:0. Balde Diao Keita trug einen Angriff über den linken Flügel vor, bediente Candreva im Zentrum und der 26-Jährige brachte das Leder mustergültig im Winkel unter. Chievo brauchte einige Zeit, um ins Spiel zu kommen, wurde aber zunehmend stärker. Erneut war es aber Candreva, der beinahe seinen zweiten Treffer nachlegte. Er scheiterte aus der Distanz nur an der Querlatte. Im zweiten Durchgang nahmen die Regenfälle etwas zu, trotzdem spielte Rom weiter gefälligen Fußball.

Keita zwang Chievo-Schlussmann Christian Puggioni mit einem feinen Hackentrick nach Candreva-Hereingabe zu einer Parade. Nach gut einer Stunde hätte Senad Lulic den Sack zumachen müssen, doch er konnte, frei vor dem Tor lauernd, eine erneut gefährlich getretene Candreva-Flanke nicht verwerten. Dafür machte es der starke Keita wenig später besser, versuchte sich von halbrechts aus der Distanz und traf unter Mithilfe des abfälschenden Gegners unhaltbar zum 2:0-Endstand. Die Europa League ist für Lazio damit nicht mehr allzu fern, Chievo Verona droht noch weiter abzurutschen.

AS Roma - FC Parma abgebrochen
Tore:
-

Spielabbruch im Stadio Olimpico! Bei strömendem Niederschlag und seifigem, tiefem Geläuf war das Fußballspielen quasi unmöglich. Die äußeren Umstände wurden der Ansetzung Zweiter gegen Siebter nicht gerecht. Nach nicht einmal zwei Minuten unterbrach Referee Andrea de Marco die Partie bereits aufgrund der widrigen Bedingungen - nach kurzer Absprache mit den Teamkapitänen ließ er aber weiterspielen.

Doch auch das war nur Makulatur. De Marco unterbrach nach zehn "gespielten" Minuten erneut und ließ den Ball einige Male demonstrativ vor den Augen der Spieler fallen und rollen. Er verhungerte nach wenigen Zentimetern. Unter den Pfiffen der Anhänger bat er in die Katakomben. Da die Regengüsse nicht abnahmen, wurde das Spiel endgültig abgebrochen. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Cagliari Calcio - AC Florenz 1:0 (1:0)
Tor: 1:0 Pinilla (39./Foulelfmeter)

Ohne sein weiterhin verletztes Sturm-Duo Mario Gomez und Giuseppe Rossi bot der AC Florenz bei Cagliari Calcio eine ganz schwache Vorstellung. Kaum gute Ideen und lediglich drei eher ungefährliche Schüsse auf das Tor stehen auf dem Arbeitszeugnis der Elf von Vincenzo Montella.

Cagliari machte es im heimischen Stadio Sant' Elia nicht sehr viel besser, doch die im Kalenderjahr 2014 bis dato noch sieglosen Sarden zeigten vor allem in der ersten Hälfte mehr Entschlossenheit und gingen nach 39 Minuten durch den verwandelten Foulelfmeter von Mauricio Pinilla nicht unverdient in Führung. Vorausgegangen war ein unnötiges Foul von Facundo Roncaglia an Marco Sau.

Pinilla hatte bereits in der 20. Minute die große Chance zum 1:0. In dieser Szene konnte Fiorentina-Keeper Neto seinen vorausgegangenen Patzer aber noch durch eine starke Parade gegen den Chilenen ausbügeln.

Durch die Niederlage verpasst es die Viola (41 Punkte), zum Tabellendritten Napoli (44) aufzuschließen.

AC Milan - FC Turin 1:1 (0:1)
Tore: 0:1 Immobile (18.), 1:1 Rami (50.)

Im dritten Ligaspiel unter Clarence Seedorf hat der AC Milan erstmals nicht den Platz als Sieger verlassen. Trotz druckvollen Spiels und massiver optischer Überlegenheit, die sich unter anderem in 62 Prozent Ballbesitz und 13:3 Ecken niederschlug, waren die Rossoneri gegen defensiv eingestellte Turiner nicht in der Lage zu gewinnen.

Schuld daran war nicht zuletzt der bärenstarke Gästekeeper Daniele Padelli, der gegen Giampaolo Pazzinis Lupfer (2.) ebenso Herr der Lage war wie gegen Robinhos Seitfallzieher (21.) oder den platzierten Fernschuss von Kaka (43.). Am Ende feuerte Milan 23 Schüsse ab, doch nur der leicht abgefälschte Versuch von Winter-Neuzugang Adil Rami fand den Weg ins Ziel (50.).

Torino auf der anderen hätte die Partie aber ebenfalls zu seinen Gunsten entscheiden können, die Granata konterten nämlich stark. So setzte Ciro Immobile in der 18. Minute Daniele Bonera mit einem Wackler auf den Hosenboden und erzielte gegen Christian Abbiati sein 11. Saisontor. Der Ex-Stuttgarter Alexander Farnerud hätte nach einem weiteren Gegenstoß per Kopf sogar auf 2:0 erhöhen und Milan den Zahn ziehen können (29.).

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