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Serie A

  • 18. Oktober 2014
  • • 18:00
  • • Stadio Olimpico, Roma
  • Schiedsrichter: G. Calvarese
  • • Zuschauer: 41522
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Lieferten sich einen Kampf auf Messers Schneide: Inter Mailand und der SSC Neapel

Inter und Napoli liefern Kracher-Spiel, AS Rom profitiert von Juventus-Ausrutscher

Lieferten sich einen Kampf auf Messers Schneide: Inter Mailand und der SSC Neapel

Getty Images

Inter und Napoli lieferten sich einen irren Fight und trennten sich Unentschieden. Juventus ließ Federn. Am Sonntag legten Milan und Lazio nach.

Rom. Mit einem 2:0 (1:0) beim AC Florenz ist Lazio Rom der dritte Ligasieg in Folge gelungen. Am Samstag hatte sich der AS Rom mit 3:0 (3:0) gegen Chievo Verona durchgesetzt, bevor Juventus am Abend gegen US Sassuolo nur Remis spielte. Der Rückstand ist dadurch auf einen Zähler geschmolzen. Am Sonntagnachmittag siegte der AC Mailand bei Hellas Verona . Im Kracherspiel zwischen Inter Mailand und dem SSC Neapel sorgte eine irre Schlussphase mit vier Toren für den unterm Strich verdienten 2:2-Endstand.

Inter Mailand - SSC Neapel 2:2 (0:0)

Tore: 0:1 Callejon (79.), 1:1 Guarin (82.), 1:2 Callejon (90.), 2:2 Hernanes (90.+1)

Die Nerazurri waren von Beginn an präsent in den Zweikämpfen und bestrebt, ihren Heimvorteil auszunutzen. Joel Obi gab dabei bereits nach fünf Zeigerumdrehungen den ersten Warnschuss ab, Rafael Cabral konnte aber parieren. Neapel fand nur zögerlich in die Partie, während die Hausherren zu verschwenderisch mit ihren guten Gelegenheiten umgingen - so verpasste Mauro Icardi die Führung für das Team von Walter Mazzarri gleich zweimal (18./24.) nur knapp.

Die Gäste wirkten zunehmend verunsichert und fanden keinen Zugriff auf die Partie, wobei die Mailänder weiterhin Schwierigkeiten hatten, ihre Freiheiten in Zählbares umzumünzen. Der Höhepunkt der Überlegenheit war ein Pfostentreffer von Hernanes in der 40 Minute. Neapel konnte sich somit mit einem schmeichelhaften Remis in die Halbzeit retten.

Die Pausenansprache von Rafael Benitez schien bei den Partenopei allerdings Eindruck hinterlassen zu haben und Lorenzo Insigne traf nach einem Zuspiel von Marek Hamsik ebenfalls den Pfosten (50.). Wirklich spannend wurde es dann aber erst wieder in der Schlussphase, als Jose Callejon die Gäste nach einem Aussetzer von Nemanja Vidic in Führung brachte (79.). Die Antwort der Gastgeber folgte allerdings prompt, und der gerade eben eingewechselte Freddy Guarin besorgte nach einer Ecke den Ausgleich (82.).

Acht Minuten später war erneut Callejon zur Stelle, der nach einem Traumpass von David Lopez aus sechs Metern zur abermaligen Führung einschoss. Das letzte Wort hatte dann Hernanes, der Inter am Ende den Punktgewinn rettete.

Hellas Verona - AC Milan 1:3 (0:2)

Tore: 0:1 Marques (21.), 0:2 Honda (27.), 0:3 Honda (56.), 1:3 Lopez (87.)

Gelb-Rot: Marquez (90.+4)

Die Rossoneri klettern weiter nach oben. Beim punktgleichen Verfolger aus Verona brachte ein kurioses Eigentor der Gastgeber den Favoriten auf Kurs. Eine Flanke von Ignazio Abate wollte Rafael Marques klären, schoss den Ball aber beim gescheiterten Abwehrversuch unbedrängt ins eigene Gehäuse (21.).

Zuvor hatte sich den Zuschauern ein zähes Spiel geboten. Nach dem Eigentor nahm das Spiel aber an Fahrt auf - und nach 27 Minuten war das Spiel praktisch entschieden. Keisuke Honda traf per Direktabnahme nach feinem Diagonalpass zum 2:0. Im zweiten Durchgang erhöhte der Japaner mit seinem zweiten Treffer des Nachmittags auf 3:0.  Honda nahm einen langen Ball von Adil Rami auf und schob überlegt mit links ein (56.).

Danach verlagerten sich die Gäste aus Mailand zunehmend aufs Verwalten. Verona versuchte noch einmal das Comeback, Luca Toni strahlte wiederholt Torgefahr aus. Den Ehrentreffer aber erzielte Nico Lopez nach feiner Einzelleistung drei Minuten vor Schluss. Kurz vor Abpfiff flog Rafael Marquez nach wiederholtem Foulspiel noch mit Gelb-Rot vom Platz.

AC Florenz - Lazio Rom 0:2 (0:1)
Tore: 0:1 Djordjevic (35.), 0:2 Lulic (90.)

Eine starke Halbzeit genügte Lazio, um das Spiel für sich zu entscheiden und dem AC Florenz die erste Heimniederlage der Saison beizubringen. Florenz rutscht in der Tabelle ab und muss sich langsam Gedanken um die fehlende Offensivkraft machen. Dem Team von Vincenzo Montella gelang erst einmal mehr als ein Tor.

Lazio begann die Partie deutlich stärker und erspielte sich zahlreiche Chancen. Die Fiorentina präsentierte sich bis zum Gegentreffer extrem passiv. Die Führung war daher wohlverdient und sehenswert herausgespielt: Antonio Candrevas flache Hereingabe konnte Filip Djordjevic problemlos verwerten.

Das Gegentor weckte Florenz auf. Jetzt kam deutlich mehr Bewegung ins Offensivspiel, insbesondere durch Juan Cuadrado. Der war als Aktivposten gerade in der zweiten Halbzeit überall auf dem Feld zu finden und an den meisten Torchancen beteiligt. Diese häuften sich in der zweiten Halbzeit, da sich Lazio tief in die eigene Hälfte zurückzog. Keine dieser Gelegenheiten konnten die Hausherren nutzen und so konnte Lulic in der Nachspielzeit einen Konter vollenden. Das 2:0 bedeutete die endgültige Entscheidung. 

Miroslav Klose kam erst in der 89. Minute ins Spiel, hatte allerdings keine nennenswerte Szene. Mario Gomez fehlte bei der Viola verletzungsbedingt, mit seiner Rückkehr ist in der nächsten Woche zu rechnen.

AS Rom - Chievo Verona 3:0 (3:0)
Tore: 1:0 Destro (4.), 2:0 Ljajic (25.), 3:0 Totti (33.)

Der AS Rom ist in der Serie A zurück in der Spur, die Bayern können kommen. Es dauerte eine halbe Stunde im Stadio Olimpico, da war die angekündigte Trotzreaktion vollbracht. Nach der bitteren Niederlage bei Juve am letzten Spieltag verschafften die Römer ihrem Frust in der Anfangsphase schnell Luft.

Angeführt vom starken Francesco Totti, der viele Angriffe einleitete und später unter Ovationen ausgewechselt wurde, sorgte die Roma schon in der Anfangsphase für klare Verhältnisse. Nach Miralem Pjanic' Eckball rauschte Mattia Destro in den Straufraum und wuchtete die Kugel zum frühen 1:0 ins Tor (4.). Zwanzig Minuten später war das Spiel entschieden. Erst knallte Adem Ljajic den Ball nach starker Einzelleistung von der rechten Strafraumkante halbhoch ins lange Eck (25.), dann verwandelte der ewige Totti den fälligen Elfmeter nach Foul an Daniele De Rossi sicher (33.).

Für den Rest des Spiels nahm die Roma sichtbar einen Gang raus, Totti wurde nach einer Stunde ausgewechselt – eine Schonmaßnahme für das Spiel gegen Bayern am Dienstagabend. Zwar hatte vor allem Destro mehrfach die Möglichkeit, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten, jedoch fehlte ihm die nötige Konsequenz im Abschluss.

Während die Roma vorerst zu Juve aufgeschlossen hat, wartet Chievo weiter auf den zweiten Saisonsieg. 

US Sassuolo - Juventus 1:1 (1:1)
Tore: 1:0 Zaza (13.), 1:1 Pogba (19.)
Rote Karte:  Padoin (Juventus /96.)

Im Vorfeld der Partie waren die Rollen klar vergeben - Juventus ging als Favorit gegen den 18. der Serie A in das Duell. Die Gäste wollten dieser von Beginn an gerecht werden und begannen entsprechend offensiv. Es dauerte nur knapp zwölf Minuten, dann zappelte der Ball im Tor der Gastgeber. Der Treffer von Leonardo Bonucci wurde jedoch von Schiedsrichter Luca Banti aufgrund einer Abseitsposition des Juve-Akteurs nicht gegeben. Stattdessen ging auf der Gegenseite alles ganz schnell: Den direkten Gegenzug Sassuolos verwandelte Simone Zaza nach Vorlage von Alessandro Longhi mustergültig zur Führung der Hausherren. 

Die Angriffe der Alten Dame wurden im Anschluss nochmals energischer, von einer Schockstarre war nichts zu sehen. Nur sechs Minuten nach der Führung war es dann Paul Pogba, der entschlossen abzog und für den verdienten Ausgleich der Gäste sorgte. Danach präsentierte sich Juve weiterhin überlegen, die ganz großen Chancen waren jedoch Mangelware. 

In Durchgang zwei sahen die Zuschauer im MAPEI Stadion dann ein beinahe identisches Bild. Juve blieb am Drücker, Sassuolo hielt nach Kräften dagegen. Nachdem auch die Einwechselungen von Claudio Marchisio und Sebastian Giovinco verpufften, gelang es der Mannschaft von Trainer Massimiliano Allegri nicht mehr den entscheidenden Schlag zu setzen. Ganz im Gegenteil: in der Nachspielzeit sah Ersatzspieler Simone Padoin auf der Bank die Rote Karte (96.).

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