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Serie A

  • 20. Dezember 2014
  • • 20:45
  • • Stadio Olimpico, Roma
  • Schiedsrichter: N. Rizzoli
  • • Zuschauer: 46620
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Brachte Inter zurück auf Kurs: Mateo Kovacic (l.)

Serie A: Rom verpasst Last-Minute-Sieg - Lazio verspielt in Mailand den Sieg

Brachte Inter zurück auf Kurs: Mateo Kovacic (l.)

Getty Images

Der AS Rom muss sich trotz guter Chancen mit einem Punkt gegen Milan begnügen. Auch Stadtrivale Lazio kam bei Inter Mailand nicht über ein Remis hinaus.

Rom. Der SSC Neapel hat seine Mini-Krise in der Serie A beendet und im eigenen Stadion einen souveränen Pflichtsieg gegen den Tabellenletzten FC Parma eingefahren. Der AS Rom kommt am 16. Spieltag der Serie A nicht über ein Unentschieden gegen AC Milan hinaus. Bei den Gästen sah Pablo Armero die rote Karte (70.), die Gastgeber konnten allerdings nicht davon profitieren. Am Sonntag verspielte Lazio Rom bei Inter Mailand fahrlässig einen Sieg und verpasste den Sprung auf Platz drei.

AS Rom – AC Milan 0:0

Tore: Fehlanzeige

Gelb-Rote Karte: Armero (Milan/70.)

Die Roma wollte gegen AC Milan den nächsten Heimsieg einfahren und begann offensiv. Über die Außen sorgten Gervinho und Alessandro Florenzi bereits in der Anfangsphase für Gefahr im gegnerischen Strafraum. Die Milan-Abwehr um Philippe Mexes wirkte zunehmend verunsichert und hatte Glück, dass Diego Lopez nach einem gefährlichen Eckball genau richtig stand (23.). Rund zehn Minuten später berührte Nigel de Jong den Ball vermutlich mit der Hand im eigenen Strafraum, Schiedsrichter Nicola Rizzoli entschied sich allerdings gegen einen Elfmeter.

Doch die Rossoneri retteten sich mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause. Die Mailänder kamen überraschend mutig aus der Kabine und prüften Morgan de Sanctis gleich doppelt (51./57.). Die Partie wurde aggressiver, im Mittelfeld versuchten beide Teams Dominanz auszustrahlen und griffen zu robusteren Mitteln. Pablo Armero spielte den Ball bei einem Zweikampf gegen Seydou Keita mit der Hand und es kam zu einer Rudelbildung. Der Schiedsrichter reagierte und stellte Armero mit Gelb-Rot vom Platz (70.).

Nach dem Platzverweis zogen sich die Gäste zurück, Filippo Inzaghi wechselte Alex ein und verstärkte die Defensive. Bei einem Zweikampf zwischen Mattia Destro und Mexes ging der Angreifer im gegnerischen Strafraum zu Boden, Rizzoli entschied sich allerdings für ein Offensivfoul (79.). Die Schlussphase wurde erneut hektisch und Gervinho hätte nach einem Pass von Mapou Yanga-Mbwia den Siegtreffer erzielen müssen, doch der Ivorer scheiterte am gegnerischen Keeper (90.).

SSC Neapel - FC Parma 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 Zapata (19.), 2:0 Mertens (30.)

Pflichtaufgabe erfüllt, Napoli kann noch siegen. So, oder so ähnlich lautete wohl das Fazit der heimischen Fans im Stadio San Paolo. Für den SSC, der zuvor keines der vergangenen vier Spiele für sich entscheiden konnte, kam der Tabellenletzte aus Parma als Aufbaugegner gerade recht. Schon vor dem Seitenwechsel war klar, dass die Gäste zum sechsten Mal nacheinander ohne Dreier bleiben würden.

Neapel übernahm vom Anpfiff weg die Initiative und ging bereits nach gut 20 Minuten durch Duvan Zapata in Führung. Der Kolumbianer wurde nach einer Hereingabe von Hamsik mit den Zehenspitzen bedient, wand sich geschickt um seinen Gegenspieler und besorgte trocken das 1:0. Für den zweiten Treffer der Hausherren war dann größtenteils ein Parma-Profi verwantwortlich. Massimo Gobbi rannte Jose Callejon im Strafraum dermaßen ungeschickt über den Haufen, dass Dries Mertens den fälligen Elfmeter zu seinem ersten Saisontor nutzte.

Die Gäste gaben sich in der Folge große Mühe, nicht komplett auseinander zu brechen, und Neapel hatte das Spiel ohne großen Aufwand bestens im Griff, ehe Parma knapp 20 Minuten vor dem Ende doch noch ein Lebenszeichen von sich gab.

Antonio Cassano legte am Sechzehner für den links lauernden Francesco Lodi quer, der aus 17 Metern Pech hatte und nur den linken Pfosten traf. Von dort prallte das Spielgerät Keeper Cabral gegen den Rücken und von dort zur Ecke. Eine sinnbildliche Aktion für eine einseitige Partie, in der der FC Parma ohne Überzeugung und Glück mit zwei Gegentreffern noch gut bedient war.

Inter Mailand – Lazio Rom 2:2 (0:2)

Tore: 0:1 Anderson (2.), 0:2 Anderson (36.), 1:2 Kovacic (66.), 2:2 Palacio (80.)

Gegen zurückhaltende Mailänder dominierten Miroslav Klose & Co. im ersten Durchgang . Die Partie begann mit einem Treffer von Felipe Anderson, der Samir Handanovic nach einer Flanke von Stefan Radu keine Chance ließ (2.). Dem frühen Treffer folgten rüde Zweikampfduelle, so dass beide Mannschaften Probleme im Aufbauspiel hatten. Doch kurz vor der Halbzeitpause, war es erneut Anderson, der nach einem wunderbaren Solo die Abwehrmänner der Gastgeber stehen ließ und das zweite Tor des Abends erzielte(36.).

Nach dem 0:2 hatte die Nerazzurri wenig Ideen gegen die gut sortierte Römer Abwehr und sorgte lediglich mit Fernschüssen für Gefahr. Mit der Führung im Rücken ließen es die Gäste im zweiten Durchgang entspannter angehen und versuchten nur noch selten Torchancen herauszuspielen.

Inter profitierte von der Passivität der Gäste und kam mit gefährlichen Standardsituationen vor das Tor von Federico Marchetti. Nach einer Ecke klärte Marco Parolo das Leder aus der Gefahrenzone, doch Mateo Kovacic lauerte am Strafraumrand und bestrafte Lazio mit einem Volleytreffer (67.). Das Tor motivierte die Gastgeber, die den Druck anschließend erhöhten.

Der eingewechselte Federico Bonazzoli brachte in der Schlussphase einen Freistoß in den Strafraum, wo Danilo D’Ambrosio für Rodrigo Palacio auflegte, der den Ausgleichstreffer erzielen konnte (80.). Wie beflügelt von den beiden Treffern spielte der ehemalige Champions-League-Sieger weiter munter nach vorne. Marchetti verhinderte allerdings den dritten Gegentreffer (82.).

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