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UEFA Champions League

  • 24. Oktober 2012
  • • 20:45
  • • Emirates Stadium, London
  • Schiedsrichter: J. Eriksson
  • • Zuschauer: 60049
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Huntelaar und Afellay schießen Schalke zum Sieg gegen Arsenal

Huntelaar und Afellay schießen Schalke zum Sieg gegen Arsenal

Getty

Die Gelsenkirchener mit dem Selbstvertrauen des Derby-Triumphes - England-Fluch überwunden. Schalke triumphiert mit 2:0 über Wenger, Mertesacker, Podolski und Co.

London. Der FC Schalke 04 hat den Schwung vom Derby-Triumph in Dortmund mit nach London transportiert und seine miserable Bilanz gegen englische Klubs beim FC Arsenal durchbrochen. Der Bundesliga-Dritte gewann am Mittwochabend mit 2:0 (0:0) das dritte Gruppenspiel der Champions League und nimmt fest das Achtelfinale ins Visier. Vor 60.049 Zuschauern erzielten Klaas Jan Huntelaar (76. Minute) und Ibrahim Afellay (86.) die Tore für Schalke, das einen verdienten Sieg feierte. Seit 16 Spielen war Arsenal zu Hause in der Königsklasse ungeschlagen, umso größer erscheint der Sieg der Gelsenkirchener.

Auch für Schalke endete eine Ära: Im sechsten Europapokalspiel gegen englische Mannschaften war es der erste Sieg für den Klub aus Gelsenkirchen nach vier Niederlagen und einem Unentschieden 1958 bei Wolverhampton. Wenn Schalke am 6. November auch das Heimspiel gegen Arsenal gewinnt, sollte einer erneuten Achtelfinal-Teilnahme kaum noch etwas im Wege stehen.

Schalke setzt Nadelstiche

Huub Stevens vertraute exakt derselben Startelf, die am Samstag einen 2:1-Derbysieg beim Erzrivalen Dortmund geschafft hatte. Marco Höger blieb damit im defensiven Mittelfeld neben Roman Neustädter anstelle von Jermaine Jones. Das Tor hütete weiterhin Lars Unnerstall, Timo Hildebrand saß auf der Bank, Ralf Fährmann auf der Tribüne. Arsene Wenger veränderte sein Team nach dem 0:1 beim Abstiegskandidaten in Norwich auf einer Position, indem er Stürmer Olivier Giroud draußen ließ und in Francis Coquelin stattdessen einen defensiven Mittelfeldspieler in die Startelf einbaute. Wenger selbst befand sich in einer Loge auf der Tribüne, da er noch immer von der UEFA für die direkte Betreuung seines Teams gesperrt ist. Den Job an der Seitenlinie führte zum letzten Mal sein Assistent Steve Bould aus. Lukas Podolski spielte auf der rechten offensiven Seite und fand auf Schalker Seite den Japaner Atsuto Uchida als Gegenspieler vor.

Schalke begann wie in Dortmund konzentriert und war vor allem in der Defensive sehr präsent. Aber auch nach vorne setzten die Gelsenkirchener immer wieder Nadelstiche. In der 14. Minute hatte der schwedische Schiedsrichter Jonas Eriksson eine schwierige Aufgabe zu lösen, nachdem Ibrahim Afellay nach einem Kontakt mit dem zu spät kommenden Arsenal-Torwart Vito Mannone im Strafraum zu Boden ging. Nicht auf Strafstoß, sondern auf eine Gelbe Karte wegen einer Schwalbe für den Schalker entschied der Unparteiische und lag damit wohl richtig, weil der Niederländer zu leicht gefallen war.



Die Londoner trugen schnelle Angriffe vor, vor allem über Podolski und Gervinho, wobei der Stürmer von der Elfenbeinküste sich überall anbot, aber im Abschluss nicht konsequent agierte. In der 31. Minute leitete Uchida einen gefährlichen Vorstoß ein, aber als Jefferson Farfan nach der Flanke des Linksverteidigers abzog, konnte der Schuss noch abgeblockt werden. Die Westfalen erspielten sich tatsächlich ein Übergewicht. Klaas-Jan Huntelaar vergab, erneut nach Uchida-Flanke, die beste Torchance, als er freistehend offenbar die Orientierung verloren hatte und überhastet neben das Tor schoss.

Afellay macht's amtlich

Die zweite Halbzeit begann mit hohem Tempo von beiden Seiten. Bei Schalke kam Jones für den bereits mit gelb verwarnten Höger. Farfan überlief André Santos mühelos und legte im Strafraum perfekt auf Benedikt Höwedes zurück, aber der ansonsten stark aufspielende Abwehrspieler zielte mit etwas zu viel Rücklage über das Tor. Die rund 3.000 mitgereisten Schalker Fans hinter diesem Tor waren so enttäuscht wie Höwedes selbst, es war die Riesenchance zur Führung.

Aber die Königsblauen ließen nicht nach. In der 76. Minute konnte Arsenal den Ball nicht vom eigenen Strafraum weg befördern, Santos hob das Abseits auf, die Kugel kam einschussbereit zu Huntelaar, der flach aus zwölf Metern abzog - Mertesacker kam einen Schritt zu spät. Als dann auch noch Affelay nach großartiger Vorlage von Jefferson Farfan zum Siegtreffer einschob, war es amtlich: Schalke hatte den vermeintlich hohen Gruppenfavoriten geschlagen.

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