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DFB Pokal

  • 4. August 2013
  • • 14:30
  • • SchücoArena, Bielefeld
  • Schiedsrichter: F. Brych
  • • Zuschauer: 19091
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ENDE
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Bielefeld siegt mit starker Leistung

Eintracht Braunschweig blamiert sich, Hannover 96 und Greuther Fürth weiter

Bielefeld siegt mit starker Leistung

Thomas Starke

Verdient schied der Bundesliga-Aufsteiger auf der Alm aus. Hannover tat sich lange schwer, siegte aber am Ende mit 2:0, wie auch Fürth, das souverän die nächste Runde erreichte.

Berlin. Bundesligist Eintracht Braunschweig musste schon in der ersten Runde des DFB-Pokals seinen Hut nehmen: Gegen Arminia Bielefeld waren die Niedersachsen durchweg unterlegen und verloren verdient mit 1:2. Liga-Konkurrent Hannover 96 und Zweitligist Greuther Fürth zogen dagegen jeweils mit einem 2:0-Erfolg in die zweite Runde ein.

Dogan "krönt" einen schwarzen Tag für Bielefeld

Böses Erwachen für Eintracht Braunschweig: Sechs Tage vor dem ersehnten Bundesliga-Comeback nach 28 Jahren scheiterten die Niedersachsen bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals und erlebten damit einen echten Stimmungs-Killer. Die Eintracht verlor bei Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld - und damit am Ort des letzten Erstliga-Abstiegs - hochverdient mit 1:2 (0:1). Zu allem Überfluss sah Deniz Dogan in der Nachspielzeit (90+4) noch nach einer Tätlichkeit die Rote Karte.

Die Ostwestfalen feierten dagegen auch dank "Aufstiegs-Held" Sebastian Hille. Das 2011 zurückgekehrte Eigengewächs, das gegen den VfL Osnabrück bereits das entscheidende Tor zur Rückkehr in die 2. Bundesliga erzielt hatte, köpfte in der 36. Minute das Führungstor. Nach dem Ausgleich des aus Duisburg gekommenen Timo Perthel (66.) sicherte Tim Jerat der Arminia per Handelfmeter den Sieg (71.).

Bereits nach zehn Sekunden hat Arminia-Torjäger Fabian Klos die erste Chance, scheiterte aber an Marjan Petkovic. Es war der Startschuss zu einem packenden Pokalfight vor 19.091 Zuschauern, in dem der Zweitligist von der ersten Sekunde an die Offensive suchte. Doch Klos per Kopf (15.), Marcel Appiah mit seinem 14-m-Schuss (16.) oder Manuel Hornig mit einer Direktabnahme (21.) scheiterten knapp. Neun Minuten vor der Pause verwertete Hille einen Freistoß von Marc Lorenz zum 1:0. Braunschweig hatte im ersten Durchgang nur eine echte Chance, einen Freistoß von Deniz Dogan parierte Arminia-Keeper Stefan Ortega Moreno glänzend (40.).

Nach der Pause wurde das Spiel der Eintracht zunächst nicht besser. In der 55. Minute brachte Lieberknecht im Kanadier Simeon Jackson einen Sturmpartner für Oehrl. Sein Team verstand das Signal und ging nun zumindest endlich mehr Risiko. Zum Ausgleich brauchten sie jedoch eine Standard-Situation: Perthel zirkelte einen Freistoß aus 25 Metern um die Mauer, Ortega Moreno sah ihn zu spät.

Nur fünf Minuten später spielte der am Boden liegende Abwehrchef Ermin Bicakcic den Ball im Strafraum mit der Hand, FIFA-Schiedsrichter Felix Brych entschied zurecht auf Elfmeter, Jerat verwandelte sicher.



Hannover mit Mühe weiter

Hannover 96 hat sich nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit in die zweite Runde des DFB-Pokals gequält. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka entäuschte über weite Strecken, löste aber ihre Pflichtaufgabe am Ende mit einem 2:0 (0:0) beim Regionalligisten SC Victoria Hamburg. Der Bundesligist hatte allerdings mehr Mühe als erwartet.

Erst Joker Artur Sobiech (69.) erlöste wankende 96er mit seinem Führungstreffer elf Minuten nach seiner Einwechslung, Szabolcs Huszti (90.+3) setzte den Schlusspunkt. Letztmals war für Hannover 2010 in der ersten Pokalrunde Endstation - damals nach Elfmeterschießen beim Dorfklub SV Elversberg.

Vor rund 5200 Zuschauern war Hannover von Beginn an um Kontrolle bemüht, zeigte im Spielaufbau gegen die aggressiven Hamburger aber auch einige Probleme. Den Angriffen fehlte zunächst die nötige Konsequenz und Präzision, viele Pässe blieben im dichten Abwehrblock von Victoria hängen. Die aufmüpfigen Hanseaten versuchten die Fehler für ein schnelles Umschaltspiel zu nutzen, blieben im Abschluss aber lange zu unentschlossen.

Mame Diouf (6. und 27.) und Lars Stindl (16. und 54.) vergaben aus aussichtsreicher Position für Hannover, das eine Woche vor dem Niedersachsen-Duell gegen die Wölfe noch viel Luft nach oben hat. Erst nachdem bei den Feierabend-Fußballern die Kräfte nachließen, kam der Europa-League-Teilnehmer des Vorjahres etwas besser in die Partie.

Die Amateure aus Hamburg kämpften tapfer und suchten mutig ihre Chance, hatten den Niedersachsen erwartungsgemäß aber außer Einsatz und Leidenschaft wenig entgegenzusetzen. Ein Drei-Klassen-Unterschied war aber nicht zu erkennen. Besonders der schnelle Angreifer Conrad Azong bereitete der 96-Innenverteidigung manches Problem. Benny Moritz (20.) setzte einen Freistoß nur knapp neben das Tor.

Fürth ohne Probleme

Greuther Fürth hat die Auftakthürde im DFB-Pokal problemlos gemeistert. Der Bundesligaabsteiger setzte sich beim Oberligisten TSG Pfeddersheim trotz drückender Überlegenheit aber nur mit 2:0 (1:0) durch. Zsolt Korcsmár (32.) und Nikola Djurdjic (84.) erzielten die Treffer der in allen Belangen überlegenen Gäste.

Der Favorit übernahm von Beginn an das Kommando und schnürte den Fünftligisten in der eigenen Hälfte ein. Das Führungstor ließ dennoch auf sich warten, da TSG-Schlussmann Thorsten Müller gegen Zoltan Stieber (8.), Dominick Drexler (11.) und Djurdjic (16.) glänzend reagierte. Beim Gegentreffer von Korcsmár aus kurzer Distanz war Müller ebenso machtlos wie auch beim zweiten Gegentreffer.

Auch nach dem Wechsel war Fürth die deutlich bessere Mannschaft. Die Gäste verpassten es bei einigen guten Gelegenheiten allerdings, frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen. So schoss Djurdjic einen Foulelfmeter über das Tor (65.).

Die Ergebnisse im Überblick

Arminia Bielefeld 2:1 Eintracht Braunschweig

Viktoria Hamburg 0:2 Hannover 96

TSG Pfeddersheim 0:2 Greuther Fürth

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