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Weltmeisterschaft

  • 21. Juni 2014
  • • 18:00
  • • Estádio Governador Magalhães Pinto, Belo Horizonte, Minas Gerais
  • Schiedsrichter: M. Mažić
  • • Zuschauer: 57698
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Garant für den Sieg: Lionel Messi schoss seine Landesfarben ins Achtelfinale

Mehr Glück als Können: Argentinien dank Messi im Achtelfinale

Garant für den Sieg: Lionel Messi schoss seine Landesfarben ins Achtelfinale

Getty Images

Manchmal braucht es eben Glück. Das war heute den Argentiniern hold, die durch einen Geniestreich ihres Superstars als Sieger vom Platz gingen.

Belo Horizonte. Mit mehr Glück als Können und dank Lionel Messi hat Argentinien vorzeitig das Achtelfinale der WM erreicht. Der Superstar sicherte dem zweimaligen Weltmeister mit seinem Treffer in der Nachspielzeit (90.+1) ein schmeichelhaftes 1:0 (0:0) gegen den Iran. Die Argentinier stehen mit sechs Punkten damit sicher in der K.o.-Runde. Der mutige Außenseiter Iran, der Messi und seine Mitspieler über weite Strecken erschreckend planlos aussehen ließ, hat ebenfalls noch die Chance, die Vorrunde zu überstehen.

Bis zum Siegtreffer, einem Schlenzer aus 20 Metern halbrechte Position, hatte Argentinien, hatte Messi nicht im Ansatz weltmeisterliches Können erkennen lassen - gegen taktisch geschickte und defensiv sehr disziplinierte Iraner wirkte der zweimalige Weltmeister einfallslos und in zunehmendem Maße auch hilflos. Die Argentinier hatten zudem großes Glück, dass Schiedsrichter Milorad Maziuc (Serbien) dem Iran nach einem Foul von Pablo Zabaleta am überragenden früheren deutschen U21-Europameister Ashkan Dejagah den berechtigten Strafstoß verweigerte (53.).

Systemumstellung zeigt nur wenig Effekte

Auch die von Messi betriebene Systemumstellung bei der Albiceleste scheint nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein. Nachdem der Superstar die taktischen Experimente von Trainer Alejandro Sabella beim mühevollen 2:1 gegen Bosnien kritisiert und dieser auf Betreiben seines Superstars in der Halbzeit auf 4-3-3 umgestellt hatte, liefen die Argentinier vor 57.698 Zuschauern in Berlo Horizonte wieder mit drei Angreifern auf - also mit Gonzalo Higuain, Sergio Agüero, Angel di Maria vor Messi.

Die "Fantastischen Vier" bewegten allerdings kaum etwas. Drei Tage vor seinem 27. Geburtstag war vor allem Messi trotz seines zweiten Turniertores wie schon gegen die Bosnier weit von seiner Bestform entfernt. Der viermalige Weltfußballer leistete sich Fehlpässe, machte das Spiel oft langsam und wirkte mitunter lethargisch. Ein Freistoß ans Außennetz (74.) war seine beste Gelegenheit - ansonsten war auch der ruhende Ball nicht sein Freund. Auch Argentiniens Fußball-Idol Diego Maradona schien sich auf der Ehrentribüne eher zu langweilen.

Iran: Hinten dicht, nach vorne frech

Die Iraner standen wie beim 0:0 gegen Nigeria defensiv gut und machten dank intensiver Laufarbeit dem eigentlich in allen Belangen überlegenen Gegner das Leben enorm schwer. Dennoch gerieten sie schwer unter Druck, konnten sich aber auf die mangelnde Zielgenauigkeit der Gauchos oder auf ihren exzellenten Torwart verlassen: Alireza Haghighi vereitelte auch die größte Chance des Favoriten vor der Pause, als er geschickt herauslief und gegen Agüero pünktlich zur Stelle war (22.).

Mit zunehmender Spieldauer wagten sich die Iraner aber aus der Deckung - und stifteten dabei mitunter erstaunlich viel Verwirrung. Der Kopfball von Jalal Hosseini nach einer Ecke des ehemaligen Wolfsburgers Ashkan Dejagah (42.) hätten die Argentinier als Warnung begreifen sollen, nach der Pause wurde der Außenseiter noch mutiger und noch gefährlicher. In der 52. Minute zwang Reza Ghoochannejhad den argentinischen Schlussmann Sergio Romero zu einer Glanzparade. Zwei Minuten später verwehrte Schiedsrichter Dejahgah den Elfmeter.

Erste Pfiffe waren danach nicht mehr zu überhören. Messi nahm sie zum Anlass, wieder mehr am Spiel teilzunehmen. Der "Floh" schnappte sich in der 60. Minute den Ball und schoss nach seinem ersten ernsthaften Sprint um wenige Zentimeter am Tor vorbei. Weitaus aktiver und gefährlicher aber war Dejagah, der in der 67. Minute mit einem Kopfball Torhüter Sergio Romero zu einer Glanzparade zwang. Auch Ghoochannejhad (86.) scheiterte noch mal an Romero.

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