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UEFA Champions League

  • 6. November 2013
  • • 20:45
  • • Amsterdam ArenA, Amsterdam
  • Schiedsrichter: D. Aytekin
  • • Zuschauer: 51908
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Drei Punkte mehr als Dortmund: Napolis Higuain freut sich

Champions League 4. Spieltag: Higuain trifft doppelt, Atletico mit Kantersieg gegen die Austria

Drei Punkte mehr als Dortmund: Napolis Higuain freut sich

Getty

Diego Costa setzte bei Atleticos Kantersieg gegen die Austria den Schlusspunkt. Hulk mutierte zum tragischen Helden und Napoli zeigte Marseille die Grenzen auf.

Sankt Petersburg. Zenit Sankt Petersburg hat am 4. Spieltag der Champions League-Gruppenphase den großen Schritt in Richtung Achtelfinale verpasst. Gegen den FC Porto kamen die Russen nur zu einem 1:1 (1:1). Atletico Madrid wurde zuhause gegen Austria Wien seiner Favoritenrolle ebenso gerecht wie auch Ajax Amsterdam gegen Celtic Glasgow. Der SSC Neapel schlug Olympique Marseille und Steaua Bukarest entführte einen Punkt beim FC Basel.

SSC Neapel - Olympique Marseille 3:2 (2:1)

Tore: 0:1 Ayew (10.), 1:1 Inler (22.), 2:1 Higuain (24.), 2:2 Thauvin (63.), 3:2 Higuain (75.)

Gonzalo Higuain heißt der Mann, der Marseille den Abend und die Überraschung, an der sie lange geschnuppert hatten, verdarb. Dabei ging es so gut gut los für die Gäste aus Marseille, die Neapel schon nach zehn Minuten auf dem falschen Fuß erwischten und durch einen Kopfball von Ayew in Führung gingen.

Napoli antwortete mit wütenden Angriffen und kam durch den Ausgleich von Inler zurück in die Partie. Albiols Kopfball nach einer Ecke konnte Mandanda zwar noch parieren, der Abpraller landete jedoch direkt vor den Füßen des Schweizers, der mit einer sehenswerten Volley-Abnahme den Ausgleich markierte.

Higuains erster Streich folgte nur zwei Minuten später in Form eines Abstaubers und gab den Hausherren endgültig Oberwasser. Dass man auf Seiten der Italiener zu viele Chancen ausließ, bestrafte Olympique in der 63. Minute durch Florian Thauvin, der eine Flanke von Valbuena volley an Reina vorbeischoss.

Alles sah nach einem verkorksten Abend für die Hausherren aus, bis Higuain erneut zuschlug und den Ball in der 75. Minute nach einer tollen Kombination, an deren Ende Mertens ihn bediente, ins leere Tor schob und Napoli so an Dortmund vorbei auf den zweiten Platz der Gruppe F führte.

Atletico Madrid - Austria Wien 4:0 (3:0)

Tore: 1:0 Miranda (11.), 2:0 Raul Garcia (25.), 3:0 Filipe Luis (45.), 4:0 Diego Costa (82.)

Schon nach 45 Minuten war im Estadio Vincente Calderon die Vorentscheidung gefallen. Wiens Defensive stand im Strafraum dauerhaft viel zu weit von den Madrilenen entfernt, Torwart Heinz Lindner konnte selbst mit acht Glanzparaden das Debakel nicht verhindern, durch das Atletico seinen eigenen Rekord für den höchsten Sieg in der CL-Gruppenphase einstellte.

Als Christian Ramsebner den Eckball von Koke nicht geklärt bekam, machte Miranda den Anfang und drückte die Kugel problemlos über die Linie (11.). Nur 14 Minuten später sprang Raul Garcia nach Flanke von Diego Costa am höchsten und köpfte sehenswert ein (25.). Filipe Luis besorgte noch vor der Pause mit seinem ersten Champions-League-Tor die Vorentscheidung, als er mutterseelenallein eine weitere Rettungstat vom alleingelassenen Lindner abstaubte.

Bei dem Feuerwerk fiel nicht mal ins Gewicht, dass Trainer Diego Simeone auf Stürmer David Villas verzichtete. Nach der Halbzeit ballerten die Spanier zwar weiter, die Ausbeute war aber miserabel. Nur der überragende Diego Costa traf nochl, nachdem Raul Garcia am Elfmeterpunkt umsichtig durchgelassen hatte (82.). Atletico hat mit vier gewonnenen Matches in Folge nicht nur die längste internationale Siegesserie in der Vereinsgeschichte überboten, auch die erste Qualifikation für ein Champions-League-Achtelfinale seit der Saison 2008/2009 ist perfekt.

FC Basel - Steaua Bukarest 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Piovaccari (17.), 1:1 Sio (90.+2)

Ein Ex-Wolfsburger rettet Basel! Das lange Bein von Giovanni Sio sorgte in der 92. Minute dafür, dass die Schweizer mit einem blauen Auge davonkommen. Lange sah es so aus, als wäre der exzellente Start des FC Basel in die Königsklasse mit dem Auftaktsieg gegen Chelsea endgültig Makulatur. Schuld daran war eine hausbackene Inspirationslosigkeit und Gäste, die im richtigen Moment zur Stelle waren.

Wer angesichts der Konstellation ein Offensivfeuerwerk im St. Jakob-Park erwartete, wurde direkt enttäuscht. Basel und Steaua belauerten sich und waren auf Sicherung des eigenen Tores bedacht. Die Rechnung bekamen die Hausherren, die die Spielgestaltung verweigerten, nach einer guten Viertelstunde. Bukarest nutzte einen der seltenen Konter eiskalt, abgeschlossen von Sturmspitze Federico Piovaccari.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Basel noch einmal alles. Es fehlten aber die spielerischen Mittel. Praktisch mit der letzten Gelegenheit erlöste Sio nach Flanke von Valentin Stocker die Schweizer. Damit ist der Kampf um Platz zwei in der Gruppe E weiter offen. Dank der Pleite von Schalke beträgt Basels Rückstand nur noch einen Zähler. Bukarest ist mit zwei Punkten Letzter.

Ajax Amsterdam - Celtic Glasgow 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Schöne (51.)

Amsterdam lebt wieder! Nach einem Punkt aus drei Spielen zeigten die Niederländer eine deutliche Leistungssteigerung und verdienten sich den Dreier gegen kampfstarke, aber ideenarme Glasgower, deren Aufbäumen zu spät kam. Der Mann des Abends spielte trotzdem im Gästedress: Fraser Forster sorgte dafür, dass es nur zum knappsten aller Siege reichte.

Von dem Moment an, als Referee Deniz Aytekin die Pfeife zum Anpfiff in den Mund nahm, ging es nur in eine Richtung. Das Team von Frank de Boer wusste um die Bedeutung des Spiels und drückte aufs Gaspedal. Celtic-Keeper Fraser Forster unterstrich aber mit Glanzparaden am Fließband, warum er in den Notizblöcken diverser Topklubs steht.

Es dauerte 51 Minuten, bis endlich der Knoten platzte - und wie. Lasse Schöne spielte einen doppelten Doppelpass mit Siem de Jong und Thulani Serero und schloss seinen selbst eingeleiteten Spielzug cool ab. Celtic wurde durch den Gegentreffer endlich wach und suchte sein Heil auch einmal in der Offensive, doch die Bemühungen blieben ohne Struktur. Ein knapper, aber verdienter Erfolg für Ajax, das sich auf Rang drei vorschiebt. Aber auch Celtic hat dank der Milan-Pleite in Barcelona weiter Chancen.

Zenit Sankt Petersburg - FC Porto 1:1 (1:1)

Tore: 0:1 Gonzalez (23.), 1:1 Hulk (28.)

Bes. Vorkommnisse: Hulk vergibt Handelfmeter (52.)

Der Mann des Abends im Petrowski-Stadion war in jeder Hinsicht Superstar Hulk, der das Wiedersehen mit seinem Ex-Verein wohl so schnell nicht vergessen wird. Der Brasilianer sorgte zunächst mit seinem Treffer für den Bruch im Spiel der drückend überlegenen Portugiesen, um dann der auf die Führung spielenden Zenit-Elf mit einem vergebenen Elfer den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Der FC Porto gab von Beginn an ganz klar den Ton an, wirkte frischer, aggressiver und ideenreicher. Nahezu 65 Prozent Ballbesitz, die frühe Verletzung von Danny und das hochverdiente 1:0 ließen den Schluss zu, dass sich ein Sahneabend für Porto anbahnte. Die Führung fiel wie am Reißbrett: Danilo flankte unbedrängt und butterweich auf Lucho Gonzalez, der sich im Luftduell durchsetzte und den Ball per Kopf im Tor unterbrachte.

Doch dann kam Hulk, bedankte sich für ein Missverständnis zwischen Helton und Alex Sandro und schob zum 1:1 ein. Bei den geschockten Portugiesen lief plötzlich nichts mehr zusammen. Zenit drückte, spielte auf das 2:1 und hatte nach dem Seitenwechsel die große Chance, als Referee Tom Harald Hagen auf Handelfmeter entschied. Hulk wollte der Held des Abends werden, vergab aber kläglich. Porto hat durch die gerechte Punkteteilung weiter Chancen, Zenits Vorsprung von einem Zähler in den letzten beiden Spielen zu egalisieren.

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