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Serie A

  • 26. August 2012
  • • 18:00
  • • Stadio Giuseppe Meazza, Milano
  • Schiedsrichter: L. Banti
  • • Zuschauer: 49000
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0:1! Milan verpatzt Saisonauftakt gegen Aufsteiger Sampdoria

0:1! Milan verpatzt Saisonauftakt gegen Aufsteiger Sampdoria

Getty

Das erste Spiel der neuen Saison brachte gleich den ersten Dämpfer für Milan. Gegen den Aufsteiger aus Genua blieben sie vieles schuldig und verloren die Partie.

Mailand. Der AC Mailand ist alles andere als optimal in die neue Saison gestartet. Am ersten Spieltag der Serie A verlor Milan gegen Sampdoria Genua mit 0:1 (0:0). Die Hausherren fanden lange Zeit keine Mittel gegen die Abwehrkräfte des Aufsteigers. Erst in der Schlussphase konnten sie sich Chancen erarbeiten, doch dann blieb das nötige Glück aus. Das Tor des Tages erzielte Abwehrspieler Andrea Costa.

Im ersten Ligaspiel nach der Ära Zlatan Ibrahimovic vertraute Trainer Massimiliano Allegri auf einen bunten Mix aus Erfahrung und Jugend. So stand in der Innenverteidigung der 36-jährige Mario Yepes, während vor der Dreierkette im Mittelfeld bestehend aus Antonio Nocerino, Mathieu Flamini und Riccardo Montolivo der ehemalige Bundesliga-Akteur Kevin-Prince Boateng als Spielmacher agierte. Den Doppelsturm bildeten Robinho und der erst 19-Jährige Stephan El Shaarawy, der den verletzten Alexandre Pato ersetzte. Dem gegenüber stellte Sampdoria ein kompaktes 4-5-1 mit Eder als alleiniger Spitze.

Bonera klärt im letzten Moment

Die Partie begann mit keinem Feuerwerk und man merkte Milan an, dass sich diese Mannschaft noch nicht ganz gefunden hat. Der Aufsteiger aus Genua zeigte keinen Respekt und hielt gut mit. Die erste gute Chance hatten folgerichtig auch die Gäste, als sich Bonera nach einem Diagonalball von Eder viel zu leicht verladen ließ und den Angreifer erst im letzten Moment am Treffer hindern konnte (10.). Milan agierte nervös und leistete sich dadurch immer mehr Fehler im Spielaufbau, sodass Sampdoria mehr Spielanteile bekam. Beleg dafür waren allein sieben Ballverluste in der ersten Viertelstunde der „Rossoneri“.

Die Hausherren waren sichtlich bemüht, eine Struktur in ihr Spiel zu bekommen, doch es fehlte auch an der nötigen Kreativität und Überraschungsmomenten, um die gegnerische Abwehr, die äußerst gut stand, zu überwinden. Ein Freistoß von Robinho, den Romero zur Ecke abwehren musste, war da noch die größte Chance (28.). Sampdoria machte bei Ballbesitz Milan die Räume geschickt eng und stand bisweilen mit neun Mann im oder um den eigenen Strafraum herum.

Pfiffe zur Pause

Wenn die Mannschaft von Allegri nach einem Ballgewinn einmal Platz hatte, spielten sie es nicht gut aus und die Abwehr von Genua stand schnell wieder sattelfest. Die Gäste drangen bei Kontern schnell nach vorne und spielten diese auch gut aus, obwohl sie zumeist in Unterzahl waren. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurden die Fans auch ungeduldiger, als Milan zum wiederholten Male einen aussichtsreichen Angriff nicht gut ausspielte. Stattdessen kam Sampdoria auf der anderen Seite zweimal zum Abschluss (45. und 47.). Unter Pfiffen gingen die Hausherren in die Kabine.

Pfosten! Milan im Pech

Milan kam auch nach der Pause nicht zu mehr als Distanzschüssen, sodass sich Allegri zum ersten Wechsel gezwungen sah: Pazzini kam für den komplett unsichtbaren El Shaarawy. Doch direkt im Anschluss kam es richtig dick für Milan: Nach einer Ecke war Bonera zu weit weg von Andrea Costa, der den Ball per Kopf zum 0:1 für den Außenseiter ins Netz bugsiert (59.). Kurze Zeit später musste auch Robinho runter, aber es folgte die größte Chance der Gastgeber: Nach einer Ecke kam Yepes völlig frei zum Kopfball und mit einem starken Reflex lenkte Romero den Ball noch an den Innenpfosten, wonach der Argentinier ihn unter sich begrub (64.).

Von Sampdoria war nun offensiv etwas weniger zu sehen und auch die Kontergelegenheiten wurden seltener, da Milan konzentrierter agierte. Ein Schuss von Flamini im Strafraum ging nur knapp links neben das Tor (73.). Die Zeit lief den Rot-Schwarzen davon und die Abwehr der Gäste hielt ihre Gegenwehr aufrecht. Immer wieder schlugen sie Bälle in den Strafraum oder versuchten es mit Schüssen, aber die gerieten zu unplatziert oder Romero war Endstation.

Boateng und wieder Boateng

Die Schlussoffensive von Milan verpuffte, denn es fehlte den Hausherren an Durchschlagskraft, das Bollwerk zu überwinden. Einmal hätte es dann aber doch fast geklappt: Boateng fasste sich aus 20 Metern ein Herz und der Ball segelte an den rechten Pfosten (91.). Extremes Pech für Milan, denen es an klaren Torchancen im Spielverlauf mangelte.

In den letzten fünf Minuten holten sie jedoch alles nach: Nach einer Flanke war es wieder Boateng, dessen Kopfball Romero glänzend parierte (94.). Sekunden später kam Flamini im Gewühl des Strafraums zum Schuss, doch Costa klärte auf der Linie per Kopf für seinen bereits geschlagenen Keeper (94.).

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