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Abpfiff
Mai 10, 2012 8:30 nachm. CEST
Olympiastadion Berlin — Berlin
Schiedsrichter:‬ M. Fritz‎
Zuschauer:‬ 68041‎
 
19′ Roman Hubnik
 
Adrian Ramos 71′ ET

Hertha gegen die Fortuna unter Druck: „Dürfen hier keinen Treffer kassieren“

Die Spannung steigt, zwei Traditionsklubs sammeln nach einer aufreibenden Saison die Kräfte für die Relegation. Wer hat die besseren Karten in den wichtigsten Spielen des Jahres?

Von Laura Reinkens und Dennis Reinkens

Adrian Ramos, Hertha BSC
Bongarts

Berlin/Düsseldorf. Wenn Hertha BSC in der Relegation gegen Fortuna Düsseldorf spielt, dann treffen sich zwei Mannschaften im Olympiastadion, die auf eine schlechte bis durchwachsene Rückrunde zurückblicken. Die Stimmungslage in der Hauptstadt ist dennoch optimistisch, dass die Mannschaft die Kurve im letzten Moment noch bekommt, und die Gäste vom Rhein haben den Erstligisten gerne zum Favoriten erklärt. Doch wer hat wirklich die besseren Karten, bei wem sind Kopf und Beine frisch genug, um den brutalen Test zu bestehen, in nur zwei Spielen die Erstklassigkeit zu beweisen?


Zwei Heimsiege gegen einen Auswärtssieg

Otto Rehhagel und seine Mannschaft werden sich gegen den Dritten der Zweiten Liga auf ein anderes Spiel als gegen Hoffenheim am vergangenen Wochenende einstellen müssen. Fortuna wird zunächst versuchen, sicher zu stehen, wenig zuzulassen und vereinzelt zu kontern. Das Ziel kann nur eine gute Ausgangslage für das Heimspiel am kommenden Dienstag sein. Nur wenige glauben, dass in Berlin bereits eine Vorentscheidung fällt. Zu heimschwach präsentierte sich die Hertha in dieser Saison, und zu harmlos agierten die Düsseldorfer zuletzt in der Fremde. In der Rückrunde stehen zwei Heimsiege des Hauptstadtklubs nur einem Auswärtssieg der Fortuna gegenüber, der Hertha gelangen dabei nur acht Tore, die Düsseldorfer erzielten zwar immerhin zwölf Treffer, fünf davon aber alleine im Karlsruher Wildpark.

HEIMSCHWÄCHE VS. AUSWÄRTSFLAUTE | Wer besiegt den Fluch?
Hertha im Olympiastadion

Fortuna in der Fremde
 
  • Berlin gewann in der Rückrunde nur zwei Heimspiele.
  • Nur acht Mal durfte die Ostkurve ein Tor bejubeln, nur gegen Hoffenheim gelang mehr als ein Treffer.
  • Im Endspurt leistete sich die Mannschaft sogar ein peinliches 1:2 gegen Lautern.
  • Nur ein Auswärtssieg gelang der Fortuna 2012
  • Ohne den 5:0-Sieg beim KSC hätte Düsseldorf seit Januar nur 7 Auswärtstore gesammelt.
  • Aber: Die Fortuna hat in jedem Spiel getroffen.

An der Spree sollen nun weitere Erfolgserlebnisse hinzukommen. Die Gäste hoffen, dass der Sturm um Sascha Rösler und Maximilian Beister noch einmal so aufspielt wie in der Hinrunde. Gerade Routinier Rösler, die Reizfigur im Team, wird versuchen, Unruhe zu stiften, das Spiel des Bundesligisten mit Nickeligkeiten zu unterbrechen. Beister geht blitzschnell von außen in den Strafraum und sucht den Kontakt, da müssen sich die Verteidiger der Hertha clever anstellen, um auf vielen Nebenkriegsschauplätzen nicht den Faden zu verlieren. Noch wichtiger wird es für die Rehhagel-Truppe aber werden, den Defensiv-Riegel um Assani Lukimya zu brechen. Der bullige Verteidiger hat sich mit einer tollen Saison in die Notizblöcke einiger Bundesliga-Scouts gespielt, er ist der Dreh- und Angelpunkt einer gut organisierten Verteidigung. Spieler wie Raffael und Adrian Ramos müssen hier ihre technischen Fähigkeiten ausspielen.

Beide Teams (fast) in Bestbesetzung

Otto Rehhagel kann für die Partie gegen Düsseldorf auf alle Spieler bis auf den am Kreuzband verletzten Lasogga zurückgreifen. Für das Hinspiel der Relegation wurde sogar Tunay Torun wieder zurück in die erste Mannschaft berufen. Anfang des Monats hatte er Kritik an den Trainingsmethoden geübt. Auch Christian Lell ist nach einer Fußprellung wieder im Mannschaftstraining und steht für heute abend zur Verfügung. Ob und wie Rehhagel wechseln wird, ist noch nicht klar. „Never change a winning team“, sagte er gegenüber Medienvertretern. „Aber das hat bei mir ja nicht immer Bestand!“ Ohne hellseherische Kraft ist allerdings abzusehen, dass Ramos nun definitiv im Sturm spielen wird, Lell wieder auf die rechte Abwehrseite zurückkehrt.

DER TEAMVERGLEICH | Wer hat die besseren Karten?
Hertha vs.
Fortuna
Lasogga (8 Treffer) Bester Torjäger
Rösler (13)
Raffael ( 8 Assists) Bester Vorbereiter
Rösler (8)
Hubnik (67,8 %) Der Zweikampfstärkste
Lukimya (67 %)
Kraft (2963 Min.) Der Dauerbrenner
Lukimya (3060)
Niemeyer Der Charakterkopf
Rösler
Schulz (19) Der Jüngste
Bijev (19)
Aerts (35) Der Älteste
Langeneke (35)
Lell (10 Karten) Das Rauhbein
Bodzek/Rösler (13)
Raffael Der Hoffnungsträger
Beister

Auch bei Fortuna Düsseldorf sind einige Langzeitverletzte wieder dabei: „Jens Langeneke ist wieder an Bord, auch bei Maxi Beister wird es von Tag zu Tag besser. Wir rechnen durchaus noch mit einem Einsatz von Johannes van den Bergh“, wird Meier vom kicker zitiert. Van den Bergh und Langeneke werden die zuletzt enorm wackelige Abwehr stärken, sowohl Dum als auch Levels hatten auf der linken Abwehrseite nicht beeindruckt. Für Juanan kehrt Langeneke in die Innenverteidigung neben Assani Lukimya zurück. Beister kann zuletzt schmerzlich vermisste Kreativakzente in der Offensive setzen, aber ob es beim dribbelstarken Nordlicht für die Startelf reicht, bleibt abzuwarten. Sicher gesetzt sein sollte Sascha Rösler, der nach den Relegationsspielen seine Karriere beenden wird.

„Gute Moral“ gegen „Umkehrdrive“

Norbert Meier freut sich auf die Relegationsspiele. Seine Mannschaft „soll die Spiele genießen – aber nicht blind und blauäugig.“ Mit 41 Punkten wurde die Elf von Norbert Meier souveräner und gefeierter Herbstmeister, in der Rückrundentabelle rutschte man auf den neunten Platz ab, gerade noch 21 Punkte sammelten die Fortunen. „16 Mal sind wir in der Rückrunde in Rückstand geraten, aber wir haben nur viermal verloren. Wir sind also immer in der Lage, ein Spiel zu drehen.“ Nun sind der Kampfgeist und die Moral in Berlin gefragt. Der Manager der Fortuna, Wolf Werner, sieht die Trümpfe in der eigenen Hand. „Wir haben alle Möglichkeiten, uns durchzusetzen. Dazu ist aber eine Riesenleistung des Teams nötig“, zitiert ihn der Kicker.



Für das Aufbäumen der Hertha erfindet Norbert Meier gar ein Wort: „Umkehrdrive“ nennt der Düsseldorfer Trainer den Kraftakt, als fast Abgestiegener den Relegationsplatz fix zu machen. Michael Preetz wird auf der Pressekonferenz des Hauptstadtklubs konkreter: „Unser Ziel ist es, dass Hertha BSC auch nächste Saison in der Bundesliga spielt. Das haben unsere fantastischen Fans verdient.“ Vor dem Hinspiel musste auch kein weiterer offener Brief der Spieler an die Anhänger verfasst werden: das Olympiastadion wird allem Anschein nach ausverkauft sein. Und die Zielausgabe für die Begegnung am heutigen Donnerstag steht für Otto Rehhagel auch fest: „Wir dürfen hier keinen Treffer kassieren, das ist das Thema!“

Gefahr der frühen Entscheidung

So bescheiden die Auswärtsbilanz der Düsseldorfer 2012 auch bisher war, Rehhagel wird nicht entgangen sein, dass die Fortuna in jedem Spiel auf fremdem Platz ein Tor erzielt hat. In der Relegation wäre es das so wichtige Auswärtstor, das am Ende doppelt zählen könnte. So wird die kontrollierte Offensive, die „Rehakles“ so gerne spielen lässt, der Königsweg sein. Die Hertha steht vor der schweren Aufgabe, gegen einen hochmotivierten Gegner ein gutes Ergebnis zu holen. Dass die gehaltene Null Gold wert sein kann, hat Borussia Mönchengladbach im vergangenen Jahr gezeigt. Mit weißer Weste und einem 1:0 Erfolg im Rücken gingen sie ins Rückspiel nach Bochum und hielten die Klasse. „Keinen Treffer kassieren“, die Berliner Spieler werden vor allem dieses Ziel haben. 

Stabilisator Kraft Künstler Raffael Kämpfer Lambertz


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