Abpfiff
Februar 8, 2012 7:00 nachm. CET
Wirsol Rhein-Neckar-Arena — Sinsheim
Schiedsrichter:‬ M. Fritz‎
Zuschauer:‬ 14000‎
 
 

DFB-Pokal-Viertelfinale: Schwache Hoffenheimer streichen gegen Zweitligist Fürth die Segel

Hoffenheim hatte sich viel vorgenommen, dabei sollte es aber bleiben. Nach der Roten Karte für Compper und dem Gegentreffer durch Occean fiel dem Erstligisten nicht mehr viel ein.

Von Felix Landmesser

Fürth jubelt gegen Hoffenheim: Olivier Ocean und Sercan Sararer
Getty Images
Sinsheim. Das Viertelfinale des DFB-Pokals sollte für die TSG 1899 Hoffenheim Besserung bringen, die SpVgg Greuther Fürth war zu Gast in Sinsheim. Die Leistung der Gastgeber war dann aber enttäuschend, es fehlten Kreativität und Durchsetzungsvermögen, um die Fürther Defensive in Gefahr zu bringen. Am Ende war der Sieg für den Zweitligisten absolut verdient.

Lakic erstmals von Beginn an dabei

Hoffenheim-Trainer Holger Stanislawski hatte nach den zuletzte enttäuschenden Leistungen Konsequenzen angekündigt: Die Stammspieler Sejad Salihovic und Ryan Babel mussten auf die Bank, auch Musona durfte nur von außen zuschauen. Dafür rückten Youngster Strobl, Braafheid und erstmals auch Neuzugang Lakic in die Startelf. Bei Fürth rückt Schröck für den gelb-rot gesperrten Nehrig in die Viererkette.

Schleppender Beginn

Beide Mannschaften starteten mit hohem Laufpensum, Gastgeber Hoffenheim wirkte einen Tick engagierter. Die erste Chance des Spiels hatte TSG-Neuzugang Lakic, der von Firmino in Szene gesetzt wurde. Hoffenheim kam kaum zu gelungenen Spielzügen, weil die Gäste das Spiel immer wieder mit kleinen Fouls unterbrachen. Nach 20 Minuten gab es mit Ausnahme des „Schüsschens“ von Lakic keinen nennenswerten Torschuss.

Kaum Spielzüge, einzig Mlapa ist gefährlich

Kombinationen und durchdachte Aktionen waren absolute Mangelware, einzig Mlapa sorgte in der 24. Spielminute für Aufregung: Von links zog der Stürmer in den Strafraum, scheiterte aber an Grün, der den Torschuss wegfausten konnte. Nach einer halben Stunde die ersten Großchancen. Zunächst spielt Fürth schnell nach vorne, Occean scheitert aber an Starke.

Fast im Gegenzug die Riesenchance für Hoffenheim. Nach einem Querschläger tauchte Mlapa alleine vor dem exzellenten Grün im Fürther Kasten auf, kann den Schlussmann aber nicht tunneln. Am Ende klärt Schmidtgal kurz vor der Linie.

Rote Karte für Compper, Occean trifft wenige Minuten später

Plötzlich Riesenaufregung. Nöthe lag am Boden, alle Fürther stürmten auf Schiedsrichter Fritz zu, dieser wartete lange ab, zeigte Marvin Compper schließlich die Rote Karte. Die Situation bleibt lange undurchsichtig, Compper hatte Nöthe aber ins Gesicht gefasst, sah dafür die Ampelkarte. Von der einen Sekunde auf die andere war nun Feuer im Spiel, die Zuschauer pfiffen ununterbrochen.

Sararer wirbelt, Compper mit dem Aussetzer

Kurz vor der Pause dann die Führung für die Gäste. Zuvor war Asamoah eingewechselt worden, Fürth-Coach Büskens setzte ob der Überzahl auf Offensive pur. Occean konnte sich eine Minute vor der Pause durchsetzen und etwa vom Elfmeterpunkt für die Kleeblätter einnetzen.

Viel Bemühen, aber keine Kreativität

Beide Mannschaften kamen zunächst ohne Wechsel aus der Pause, auch das Bild auf dem Rasen blieb unverändert. Fürth verteidigte geschickt, hielt die TSG mit gezielten Nadelstichen vom eigenen Tor weg. Zwar zeigten sich die zehn Hoffenheimer durchaus bemüht mit viel Laufpensum, es fehlte aber das Durchsetzungsvermögen. Die Hoffenheimer Offensivkräfte glänzten einzig mit Fehlpässen, das große Aufbäumen war nicht zu erkennen.

Hoffenheim verzweifelt, stattdessen Chancen für die „Kleeblätter“

Die Verzweiflungsschüsse von Babel und Braafheid flogen weit über das Tor, es sah nicht mehr nach einem Hoffenheimer Tor aus. Wahrscheinlicher war dagegen eher ein Treffer für die Spielvereinigung: Schröck setze sich etwa zehn Minuten vor Schluss durch, brachte den Ball aber einen Tick zu scharf nach innen, sodass Occean haarscharf verpasste. Von Hoffenheim kam nichts mehr, dem Erstligisten fehlten in Unterzahl die Mittel, um die Fürther Defensive nochmal entscheidend unter Druck zu setzen. Trotz der Hereinnahmen von Babel und Salihovic fehlte es bei Hoffenheim an allen Ecken und Enden. Am Ende fiel sogar fast das 0:2 für Fürth, ein langer Ball klatschte aber nur auf die Latte.

Eure Meinung: Spiegelt das Ergebnis den Spielverlauf wider? Ein verdienter Erfolg für die Mannschaft von Mike Büskens?

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1899 Hoffenheim

33
Tom Starke
Torhüter
2.5
2
Andreas Beck
Verteidiger
2.0
28
Edson Braafheid
Verteidiger
2.0
16
Fabian Johnson
Mittelfeldspieler
79′
2.0
29
Jannik Vestergaard
Verteidiger
2.0
5
Marvin Compper
Verteidiger
36′
1.5
22
Roberto Firmino
Mittelfeldspieler
2.0
-
Tobias Strobl
Mittelfeldspieler
83′
2.5
13
Daniel Williams
Verteidiger
2.0
15
3.0
39
Srdjan Lakic
Stürmer
68′
2.0

Greuther Fürth

3.0
26
Max Grün
Torhüter
2.5
6
Heinrich Schmidtgal
Verteidiger
45′
2.5
5
Mergim Mavraj
Verteidiger
3.0
17
Stephan Schröck
Verteidiger
2.5
19
Thomas Kleine
Verteidiger
2.5
14
Edgar Prib
Mittelfeldspieler
2.5
21
Robert Zillner
Mittelfeldspieler
35′ 55′
2.5
8
Stephan Fürstner
Mittelfeldspieler
3.5
23
Sercan Sararer
Mittelfeldspieler
2.0
9
3.0
25
Olivier Occean
Stürmer
44′ 57′ 89′

Ersatzbank & Wechsel

1
Daniel Haas
Torhüter
-
6
Sebastian Rudy
Mittelfeldspieler
-
23
Sejad Salihovic
Mittelfeldspieler
83′
-
17
Tobias Weis
Mittelfeldspieler
-
32
Joseph-Claude Gyau
Mittelfeldspieler
79′
-
8
-
10
Ryan Babel
Stürmer
64′
2.0

Ersatzbank & Wechsel

-
16
Jasmin Fejzic
Torhüter
-
3
Asen Karaslavov
Verteidiger
89′
-
30
Johannes Geis
Verteidiger
-
36
Felix Klaus
Stürmer
2.5
13
Milorad Pekovic
Mittelfeldspieler
55′
-
34
Tayfun Pektürk
Mittelfeldspieler
2.0
13
Gerald Asamoah
Stürmer
42′ 61′

Trainer

-
-

Trainer

-
-
 
  • Tor
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  • Elfmeter verschossen
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Spieler   Tore Elfmeter
Robert  Lewandowski Robert Lewandowski
Angriff
Dortmund
7 0
Klaas-Jan Huntelaar Klaas-Jan Huntelaar
Angriff
Schalke
5 0
Adrian Ramos Adrian Ramos
Angriff
Hertha BSC
4 0
Cacau Cacau
Angriff
VfB Stuttgart
3 0
Markus Feulner Markus Feulner
Mittelfeld
Nürnberg
3 0