Abpfiff
Oktober 25, 2011 7:00 nachm. CEST
Voith-Arena — Heidenheim an der Brenz
Schiedsrichter:‬ M. Wingenbach‎
Zuschauer:‬ 10000‎
 
Der Spieler des Spiels
Marc-Andre ter Stegen
Marc-Andre ter Stegen
Borussia Mönchengladbach
Marco Reus
Marco Reus
Borussia Mönchengladbach
Der Flop des Spiels
David Schittenhelm
David Schittenhelm
1. FC Heidenheim
David Schittenhelm
David Schittenhelm
1. FC Heidenheim

Borussia Mönchengladbach zittert sich in die dritte Pokalrunde

Der Bundesligist vermeidet die Schlappe auf der Ostalb im Elfmeterschießen, lässt aber keinen Klassenunterschied erkennen. Die "Pokal-Therapie" für die Liga scheint nicht geglückt.

Von Gregor Becker

Marc-Andre ter Stegen, Borussia Mönchengladbach
Bongarts
Heidenheim. In einer Partie auf Augenhöhe siegte Borussia Mönchengladbach knapp mit 4:3 nach Elfmeterschießen in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim Drittligisten 1. FC Heidenheim. Matchwinner war Torhüter Marc-Andre ter Stegen mit zwei gehaltenen Strafstößen. Dennoch scheint der Bundesligist sein Tief noch nicht überwunden zu haben, denn zuvor wurden in 120 Minuten alte Probleme deutlich.

Stranzl für Jantschke auf rechts

Lucien Favre überraschte zunächst mit einer neuen Abwehrformation. Daems konnte seinen grippalen Infekt noch überwinden und stand für Oscar Wendt wieder in der Startelf. Für den zuletzt unterdurchschnittlich agierenden Tony Jantschke zog der Trainer Martin Stranzl auf die rechte Abwehrseite und brachte Roul Brouwers in der Innenverteidigung. Torben Marx ersetzte den gegen Hoffenheim schwachen Havard Nordtveit. Beim 1. FC Heidenheim rückte Schittenhelm als dritter Sechser in die Mannschaft.

Kein Klassenunterschied in der ersten Halbzeit

Zunächst ließen es beide Mannschaften eher ruhig angehen, wobei der Bundesligist die Partie kontrollierte, sich aber keine echten Tormöglichkeiten erarbeiten konnte. In der 20. Spielminute wurde Marco Reus, der kurz zuvor noch an der Seitenlinie behandelt wurde, im Strafraum vermeintlich elfmeterwürdig gelegt, doch Schiedsrichter Wingenbach gab nur Abstoß. Zwei Minuten später trifft der Nationalspieler mit einem schönen Aufsetzer nur den Pfosten. Das war es schon in der ersten Halbzeit, in der die Borussia das Spiel zwar im Griff hatte, sich jedoch kaum Chancen erarbeiten und nicht zwingend einen Klassenunterschied aufzeigen konnte.

Verlängerung trotz drückender Überlegenheit der Borussia

In der zweiten Spielhälfte entwickelten die Gladbacher dann mehr Druck. Allerdings fehlte fast immer der letzte Pass, was bezeichnend für den Fußball der „Elf vom Niederrhein“ in diesen Tagen zu sein scheint. Vor allem Juan Arango übernahm Verantwortung und konnte das Spiel ein wenig ordnen, doch die Borussen vergaben ab der 70. Minute Chancen im Minutentakt. Die Heidenheimer verteidigten mit viel Herz und kamen nach einem Ballverlust von Havard Nordtveit in der 79. Minute zu einer tollen Konterchance, doch ter Stegen konnte im Herauslaufen gegen den heraneilenden Sirigu klären. So blieb es trotz der Überlegenheit des Bundesligisten auch nach der regulären Spielzeit beim torlosen Unentschieden.

Ter Stegen der Matchwinner

In der Nachspielzeit gestaltete sich das Spiel zunehmend ausgeglichener. Abschlüsse waren auf beiden Seiten Mangelware, bis auf eine Möglichkeit von Reus, der in der 108. Minute aus spitzem Winkel knapp vorbei schoss. Lucien Favre, den es während des ganzen Spiels kaum auf der Bank hielt, wurde nun immer ungehaltener und stand nur noch wild fuchtelnd an der Seitenlinie. Doch es half alles nichts und so sollte die Partie im Elfmeterschießen entschieden werden. Während für die Borussia hintereinander Daems, Dante, Nordtveit und Stranzl verwandelten, konnte ter Stegen die Elfmeter der Heidenheimer Spann und Tausendpfund entschärfen und avancierte somit zum Held des Abends.

Verdienter Sieg für Mönchengladbach, doch die Probleme bleiben

Insgesamt war es ein mühevoller aber dennoch verdienter Sieg von Borussia Mönchengladbach über eine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft aus Heidenheim. Letztlich hat sich die Erfahrung des Bundesligisten durchgesetzt. Die Probleme im Spielaufbau und Torabschluss bleiben dennoch das große Manko der Niederrheiner. Auf Trainer Favre kommt in den nächsten Wochen noch viel Arbeit zu, will man die Position im oberen Tabellendrittel der Bundesliga behalten.

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1. FC Heidenheim

34
Frank Lehmann
Torhüter
-
2
Ingo Feistle
Verteidiger
-
16
Tim Göhlert
Verteidiger
-
8
Sandro Sirigu
Verteidiger
47′ 120′
-
24
-
9
Christian Essig
Mittelfeldspieler
66′
-
17
Richard Weil
Mittelfeldspieler
-
6
David Schittenhelm
Mittelfeldspieler
43′
-
27
Christian Sauter
Mittelfeldspieler
-
10
Andreas Spann
Stürmer
104′
-
20
Nico Frommer
Stürmer
63′
-

Borussia Mönchengladbach

-
1
-
4
Roel Brouwers
Verteidiger
-
3
Filip Daems
Verteidiger
-
39
Martin Stranzl
Verteidiger
-
31
Dante
Verteidiger
69′
-
13
Roman Neustädter
Mittelfeldspieler
-
14
Thorben Marx
Mittelfeldspieler
62′
-
18
Juan Fernando Arango
Mittelfeldspieler
-
11
Marco Reus
Mittelfeldspieler
-
7
Patrick Herrmann
Mittelfeldspieler
106′
-
19
Mike Hanke
Stürmer
90′

Ersatzbank & Wechsel

1
Erol Sabanov
Torhüter
-
15
Florian Krebs
Verteidiger
120′
-
24
Tobias Schilk
Verteidiger
-
20
Alper Bagceci
Mittelfeldspieler
66′
-
31
Andreas Ludwig
Mittelfeldspieler
-
18
-
22
Squipon Bektasi
Stürmer
-

Ersatzbank & Wechsel

-
33
-
17
Oscar Wendt
Verteidiger
-
16
Havard Nordtveit
Mittelfeldspieler
62′
-
24
Tony Jantschke
Verteidiger
-
23
Yuki Otsu
Mittelfeldspieler
106′
-
20
Mathew Leckie
Stürmer
90′
-
-
Joshua King
Stürmer

Trainer

-
Frank Schmidt
Trainer
-

Trainer

-
-
Lucien Favre
Trainer
 
  • Tor
  • Eigentor
  • Elfmeter
  • Elfmeter verschossen
  • Gelbe Karte
  • Vorlage
  • Elfmeter gehalten
  • Tor Elfmeterschießen
  • Fehlversuch Elfmeterschießen
  • Gelb-Rote Karte
  • Rote Karte
  • Einwechslung
  • Auswechslung
  • Verletzung
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Match-Zentrale
1. Runde
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Top-Torjäger
Spieler   Tore Elfmeter
Robert  Lewandowski Robert Lewandowski
Angriff
Dortmund
7 0
Klaas-Jan Huntelaar Klaas-Jan Huntelaar
Angriff
Schalke
5 0
Adrian Ramos Adrian Ramos
Angriff
Hertha BSC
4 0
Cacau Cacau
Angriff
VfB Stuttgart
3 0
Markus Feulner Markus Feulner
Mittelfeld
Nürnberg
3 0