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März 30, 2012 8:30 nachm. CEST
Signal-Iduna-Park — Dortmund
Schiedsrichter: M. Weiner
Zuschauer: 80720
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
BV Borussia Dortmund
4:4 - Thriller in Dortmund! Der VfB schnappt dem BVB den Sieg weg!
Jürgen Klopp forderte vor dem Spiel die größte Stimmung im Stadion, die es je gab. Labaddia kam mit Hochachtung - aber ohne Angst.
Von Laura Reinkens
Feuer frei!
Bereits in den ersten Minuten des Spiels wollte der BVB zeigen, wer Herr im Haus war: Chancen durch Kagawa und Lewandowski scheiterten an dem zuletzt so starken Ulreich und der Latte, die bekanntermaßen auch immer mitspielt. In den ersten 25 Minuten gelangen Stuttgart zwei Konter, die beide nicht zum Erfolg führten. Martin Harnik wurde von Hummels gebremst, die größte Chance hatte Schieber in der 21. Minute, eine scharfe Flanke von rechts konnte er aus einem Meter Entfernung nicht verwerten und schoss über Weidenfellers Kasten.
Erst kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu
Nach 15 Minuten spätestens war der BVB auf Betriebstemperatur und erarbeitete sich Chancen wie am Fließband. Besonders schön ein Angriff in der 16. Spielminute: Ilkay Gündogan spielte einen Traumpass aus dem zentralen Mittelfeld in den Lauf von Lewandowski, der die Stuttgarter stehen ließ und sogar an Ulreich vorbeikam. Sein Schuss von schräg links konnte durch viel Glück von Sakai mit dem Kopf geklärt werden.
Pech hatte der BVB dafür mehrmals. Latte, Pfosten, Ulreich, Latte, abgefälscht. So schienen sich die Dortmunder einmal mehr für ihre ganzen Bemühungen nicht zu belohnen. Auch wenn Jürgen Klopp nichts anderes blieb, als begeistert an der Seite zu stehen und zu klatschen, das Tor fehlte! Und wie es so oft beim Fußball passiert: In der 30. Minute kam Ibisevic allein mit dem Ball durch, rannte auf Weidenfeller zu in den Strafraum, legte den Ball am abtauchenden Torwart vorbei und flog! Weidenfeller reklamierte, dass Ibisevic den Fuß hätte stehen lassen. Ibisevic forderte Elfmeter. Ergebnis: Weiterspielen! Eine durchaus fragwürdige Situation und hier auch mal Glück für den BVB. Die Zeitlupen zeigten, dass es eine Berührung gab, Ibisevic sich den Ball allerdings auch zu weit vorgelegt hatte. Fifty-Fifty-Entscheidung.

Tor durch Kagawa – Stuttgart schockiert
Die Gäste hatten seit dem möglichen Elfmeter keine Chance mehr und jeglichen Zugriff aufs Spiel verloren. Die nicht abebben wollenden Angriffsbemühungen der Heimmannschaft wurden letztendlich belohnt: Shinji Kaga traf in der 33. Minute mit einem Rechtsschuss in den Knick. Die Vorlage kam von Kapitän Sebastian Kehl.
Befreiung unmöglich: Stuttgart kam selten aus der eigenen Hälfte. Versuchte sich über lange Bälle von den Flügeln in die Spitze zu retten. Ibisevic, umringt von Hummels und Subotic, hatte keine Chance, an die Flanken zu kommen, geschhweige denn sie zu verwerten. Die Fehlpässe häuften sich. Besonders Boka fiel in dieser Disziplin auf. So kam den Schwaben der Halbzeitpfiff sehr entgegen.
Zweite Hälfte – gleicher Beginn
Auch nach der Pause zeigte sich der BVB stärker als der VfB. In der 48. Minute wurde Piszczek von Lewandowski eingesetzt und knallte den Ball mit dem Volley aus 8 Metern an den Pfosten, dass das Tor wackelte. Direkt darauf machte der dritte Pole den Deckel drauf: In der 49. Minute traf Kuba mit Rechts ins Netz. Den Assist schnappte sich Mats Hummels mit einem seiner brillianten langen Bälle nach vorn. Schockierend in beiden Szenen war das Abwehrverhalten der Stuttgarter. Zwei Blicke nach rechts und links und schon waren die Dortmunder in beiden Szenen vorbei.
Kuzmanovic holte sich in der 54. Minute die erste Verwarnung dieser ungemein fairen Partie ab: Zuerst riss er an Gündogans Trikot, dass man vermutete, der Zeugwart müsste tätig werden, danach schoss er durch und durch verärgert den Ball weg. Michael Weiner, der die Partie sehr besonnen leitete, war das dann doch eine Nummer zu dick aufgetragen und gab die Karte.

Zuckerpässchen und weiche Spätzle
Dortmund beherrschte und beherrschte und ließ sich gar nicht stören. Das Tempo wurde langsam gemächlicher, auch wenn die schwarz-gelbe Offensive weiter hungrig blieb. Gündogan spielte sich nah ran an die dauerhafte Startelf heran, inem er oft unbedrängt seine Vorderleute nach Herzenslust bediente. Bruno Labbadia sah sich in der 60. Minute noch den ersten Eckstoß seiner Mannschaft an, die Ibisevic durch einen gelungenen Kopfball abrundete, der knapp über die Latte ging. Danach nahm er Boka raus und brachte Molinaro.
Stuttgart bekrabbelte sich nach dem Wechsel tatsächlich. Kvist lief aus dem Mittelfeld nach vorn, Hummels grätschte früh und lag verdutzt weit neben dem Laufweg des Dänen, der sich ein Herz fasste und abzog! An Weidenfellers Hand vorbei prallte der Ball an den Innenpfosten und wieder raus. Ging da noch was? Dortmund zog sich zurück und Jürgen Klopp reagierte ebenfalls: In der 67. Minute nahm der „Pöhler“ Klopp den Mann des Spiels, Ilkay Gündogan, runter und brachte Sven „Manni“ Bender.

Der Anschluss! Der Ausgleich! Die Führung!
In der 70. Minute kam dann noch Gentner für Hajnal. Direkt im Anschluss traf Ibisevic zum 2:1 Anschlusstreffer! Nach einem Freistoß setzte sich der Stürmer des VfB durch und brachte den Ball mit einem Rechtsschuss hinter Weidenfeller ins Netz. Auch danach setzten sich die Schwaben erst einmal vorm schwarz-gelben Tor fest und hofften auf die Überraschung.
Julian Schieber machte das Wunder war und traf in der 77. Minute nach Vorlage von Ibisevic zum Ausgleich. 99 Sekunden später traf Schieber erneut! Von halb links nahm er alle Kraft zusammen und schoss den Ball ins Tor! Doppelpack! Unfassbare Szenen in Dortmund! Klopp musste reagieren, nahm Großkreutz runter, brachte Perisic. Barrios kam für Kagawa.
Hummels trifft! Signal Iduna rastet aus!
In der 82. Minute erlöste Mats Hummels den Deutschen Meister und seine Fans! Der frühere Stürmer stand vollkommen frei zentral vorm Tor, nahm Maß und schoss. Vom Zuckerpässchen zur Brechstange. Nur noch wenige Minuten und der BVB gewann wieder die Kontrolle. Ein erneuter Wechsel beim VfB Stuttgart brachte Bah für Schieber. Was konnte der VfB Stuttgart jetzt noch bringen?
Perisic drehte die Partie erneut! 4:3! In der 87. Minute schoss Ivan Perisic nach der neunten Ecke des BVB den Ball ins Netz. Klopp hatte die größte Stimmung gefordert, die Signal Iduna je gesehen hatte – da war sie! Stuttgart, die mit soviel Herz, Willen und Kampfgeist seit dem Tor vom Ibisevic aufgetreten waren, hatten nicht mehr genug Kraft, um erneut in die Offensive zu gehen. Dortmund hatte einen Manni Bender auf dem Platz, der alles wegholzte, was kam. In der 90. Minute gab es noch einen Eckstoß für den BVB: Gedribbel an der Fahne brachte nicht mehr Zeit.
Ausgleich! Nicht zu fassen!
Ulreich schlug den Ball noch einmal weit nach vorn. Der zweite Ball landete auf Umwegen bei Gentner, der die Sensation perfekt machte: 4:4! Erneuter Ausgleich! Ein Spiel, das nur als Krimi bezeichnet werden kann.
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Tor
Eigentor
Elfmeter
Elfmeter verschossen
Gelbe Karte
Vorlage
Elfmeter gehalten
Tor Elfmeterschießen
Fehlversuch Elfmeterschießen
Gelb-Rote Karte
Rote Karte
Einwechslung
Auswechslung
Verletzung
Goal.com Note
Man of the Match der Redaktion
Flop of the Match der Redaktion
Top & Flop Rang
Man of the Match der User
Flop of the Match der User
| Spieler | Tore | Elfmeter | |
|---|---|---|---|
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Klaas-Jan Huntelaar
Angriff Schalke |
29 | 6 |
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Mario Gomez
Angriff Bayern |
26 | 4 |
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Robert Lewandowski
Angriff Dortmund |
22 | 0 |
|
|
Lukas Podolski
Angriff 1. FC Köln |
18 | 3 |
|
|
Claudio Pizarro
Angriff Werder Bremen |
18 | 2 |
