Abpfiff
Februar 11, 2012 3:30 nachm. CET
Mercedes-Benz-Arena — Stuttgart
Schiedsrichter:‬ D. Aytekin‎
Zuschauer:‬ 45000‎
 
 
 
 
 
 

Stuttgart und Hertha hoffen nach Frustwoche im Pokal auf den Dreier in der Bundesliga

Die vergangene Woche lief für beide Mannschaften extrem frustrierend, am Samstag Nachmittag können Stuttgart und Hertha einiges wieder gut machen. Wem gelingt der Befreiungsschlag?

Von Dennis Reinkens

Bruno Labbadia, VfB Stuttgart
Bongarts
Stuttgart. Tristesse ist eingekehrt im Schwabenland. Nach guten Auftritten in der Hinrunde kommt der VfB Stuttgart im Jahr 2012 noch nicht in Tritt. Hofften einige nach dem Unentschieden bei Bayer Leverkusen (2:2) noch auf die Kehrtwende, so haben sich diese Hoffnungen beim blutleeren Auftritt im DFB-Pokal gegen Bayern München (0:2) zerschlagen. So groß die Sorgen am Neckar auch sind, die Verantwortlichen bei Hertha BSC dürften sie im Moment als Luxusprobleme empfinden.

Hertha mit guten Ansätzen

Die Ergebnisse der Berliner unter ihrem neuen Coach Michael Skibbe sind mit desaströs noch schmeichelhaft umschrieben. Null Punkte in der Liga, dazu das ärgerliche Aus im Pokal gegen Borussia Mönchengladbach. Dennoch kann das Spiel, dass durch die Einlage von Igor de Camargo entschieden wurde, durchaus Mut machen. Hertha stand defensiv weitgehend sehr sicher, das Mittelfeld bremste die Gladbacher Angreifer geschickt ein, vorne fehlte Pierre-Michel Lasogga noch das Quäntchen Glück, seine Präsenz im Sturmzentrum war jedoch gut anzusehen.

Labbadia in der Kritik


In Stuttgart verläuft der Trend genau anders herum. Der Schwung aus Leverkusen konnte nicht ins heimische Stadion gerettet zu werden. Bei aller Stärke der Bayern, nicht wenige Fans waren entsetzt über das, was sie da vor allem defensiv zu sehen bekamen. In der Kritik steht auch Bruno Labbadia, der sich wie bei seinen vorherigen Stationen mit der Legende herumschlagen muss, dass er als Trainer eine überschaubare Halbwertzeit hat.

Stuttgart zu Hause gegen Hertha eine Macht

Beide Teams werden also alles daran setzen, nicht erneut zu verlieren. Ein Blick auf die Statistik könnte vor allem den Gastgebern Mut machen. Von den vergangenen neun Heimspielen gegen die Hertha hat der VfB nur eines verloren, und auch das liegt schon fast genau drei Jahre zurück (damals 1:3). Die Gäste auf der Hauptstadt sollten hingegen unbedingt auf das erste Tor gehen, lagen sie einmal 1:0 vorne gegen den VfB, konnte der noch nie ein Spiel gegen die Hertha drehen. Und Lasogga hat mit seinen sieben Treffern schon häufiger eingenetzt als der gesamte VfB-Sturm zusammen (fünf Treffer).

Labbadia und das Alter


„Bisher dachte ich immer, dass man an seinem Geburtstag ein Jahr älter wird, am Mittwoch bin ich aber um fünf Jahre gealtert“, nahm Bruno Labbadia die Darbietung seines Teams an seinem Ehrentag mit Galgenhumor. Der 46-Jährige kritisierte vor dem Hertha-Spiel noch einmal fehlende Laufbereitschaft und mangelnde Raumaufteilung. Am Samstag soll der VfB selbst das Spiel machen. „Es geht darum, unsere Stärken wieder mehr zum Tragen zu bringen. Auch wenn Hertha eine gewisse Qualität im Angriff hat, strotzen sie sicher nicht vor Selbstvertrauen. Daher gilt es umso mehr, unser Spiel durchzubringen, konsequent zu sein und ihre Offensive auszuschalten“, gab Labbadia als Marschroute aus.

Mijatovic will den Klassenerhalt, Bastians drei Punkte


Abwehrchef Andre Mijatovic möchte erwartungsgemäß an die Leistung, nicht aber an das Ergebnis aus dem Pokal anknüpfen. „Wenn wir weiter so spielen wie im Pokal, können wir unser Ziel erreichen und den Klassenerhalt sichern“, zitiert die Frankfurter Rundschau den Hertha-Kapitän. Neuzugang Felix Bastians glaubt dann sogar an drei Punkte.

Eure Meinung: Gelingt einem der Teams der Befreiungsschlag?


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1. Bundesliga ‎(1.BL)‎ 11.02.2012 VfB Stuttgart 5 - Hertha BSC 0
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Team-News
Kader
Das Duell
Vedad Ibisevic
Vedad Ibisevic
Position: Angriff
Trikotnummer: 9
Spiele Tore GK RK
15 8 3 0
Kam aus Hoffenheim, um die Sturmflaute des VfB zu beenden und frischen Wind zu bringen. Bisher konnte er sich noch nicht in Szene setzen, wird aber wie die gesamte Mannschaft auf den Erfolg brennen.
Raffael Caetano de Araújo
Raffael Caetano de Araújo
Position: Mittelfeld
Trikotnummer: 10
Spiele Tore GK RK
31 6 4 1
Nicht nur sein ehemaliger Trainer Lucien Favre ist der Meinung, dass die Hertha mit dem kleinen Brasilianer an Bord wieder ruhigeres Fahrwasser ansteuern wird. Alle Hoffnungen ruhen Moment auf ihm.
Der Tipp
Wie oft in Spielen, in denen beide Mannschaften zum Siegen verdammt sind, werden die Beine schwer und die Angst vor der Niederlage verhindert ein Offensivspektakel. Am Ende eines von der Taktik geprägten Spiels werden sich beide über zwei verlorene Punkte ärgern.
Der Goal.com-Tipp
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Top-Torjäger
Spieler   Tore Elfmeter
Klaas-Jan Huntelaar Klaas-Jan Huntelaar
Angriff
Schalke
29 6
Mario Gomez Mario Gomez
Angriff
Bayern
26 4
Robert  Lewandowski Robert Lewandowski
Angriff
Dortmund
22 0
Lukas Podolski Lukas Podolski
Angriff
1. FC Köln
18 3
Claudio Pizarro Claudio Pizarro
Angriff
Werder Bremen
18 2