Abpfiff
Februar 11, 2012 3:30 nachm. CET
Allianz-Arena — München
Schiedsrichter:‬ M. Schmidt‎
Zuschauer:‬ 69000‎
 
 
 

Jäger der verlorenen Tabellenspitze: Die Bayern empfangen Kaiserslautern

Mit dem Schwung aus dem Pokal wollen die Bayern auf BVB-Aufholjagd gehen. Noch brisanter als der Gegner aus der Pfalz scheint die Frage: Mit welcher Aufstellung

Von Martin Ernst

Der FC Bayern überrolte den 1. FC Kaiserslautern
Bongarts
München. Zum 83. Mal duellieren sich am Samstag der FC Bayern und der 1. FC Kaiserslautern. Während für die Gäste aus der Pfalz der Fokus ganz auf dem Thema Klassenenerhalt liegt, hat der Pokalsieg gegen den VfB Stuttgart unter der Woche den Bayern interessante Erkenntnisse in Sachen Aufstellung geliefert. Und eine Frage: Mit welcher Elf bleibt man am ehesten am BVB dran?

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge

Stuttgart dürften die Bayern mit einem lachenden und einem weinenden Auge gen München verlassen haben. Lachend: Denn sie funktioniert doch noch, die Bayern-Offensive. Auch wenn die Bayern ihre zeitweise haushohe Überlegenheit gegen schwächelnde Schwaben nur ungenügend in Tore umgemünzt haben. Und weinend: Der Außenbandriss von Bastian Schweinsteiger reißt eine schmerzhafte Lücke ins defensive Mittelfeld - und erfordert zudem noch brisante Personalentscheidungen.

Kroos und Müller überzeugen im offensiven Mittelfeld


Nicht wenige haben sich dafür ausgesprochen, Robben in seiner derzeitigen Form eher auf der Bank zu lassen. Im Pokal hat sich dessen Herausnahme bewährt, weil Toni Kroos - wie schon in den besten Phasen der Hinrunde - auf seiner bevorzugten 10er-Position hinter der Spitze weitaus auffälliger spielte als im defensiven Mittelfeld und auch Thomas Müller auf dem rechten Flügel mehr Gefahr entwickelte und prompt zwei Torvorlagen beisteuerte. Wie Heynckes nun auf die Verletzung von Bastian Schweinsteiger im Ligaalltag reagiert, ist noch unklar.

Alaba für Schweinsteiger - und Robben erneut auf der Bank?

Es gilt aber als nicht unwahrscheinlich, dass Heynckes Schweinsteiger auch am Samstag durch David Alaba ersetzt und Kroos und Müller auf ihren Positionen im offensiven Mittelfeld spielen lässt. Das würde bedeuten, dass Robben gegen die nicht allzu viel Furcht einflößenden Lauterer ein weiteres Mal auf der Bank schmoren müsste – und das, obwohl die Vertragsverlängerung mit dem nicht immer pflegeleichten Ausnahmekönner anstehen. Der Samstag wird zeigen, zu wie viel Mannschaftsgeist Robben fähig ist und wieviel Sprengstoff die Personalie noch birgt.



Kirch und Jessen für Borysiuk und Bugera

Ungleich unspektakulärer gestalten sich die Personalrochaden beim FCK, bei dem es voraussichtlich zwei Veränderungen geben wird: Kirch wird im Mittelfeld wohl den gesperrten Ariel Borysiuk ersetzen, auf der Linksverteidiger-Position könnte Jessen für Bugera zum Einsatz kommen. Im Sturm werden Itay Shechter und Sandro Wagner erneut die Chance erhalten, der Lauterer Torflaute ein Ende zu setzen.

Lauterer Sturmflaute: Fällt das 100. Tor gegen die Bayern?

Die Pfälzer konnten die Bayern letztes Jahr im eigenen Stadion zwar mit 2:0 besiegen, die letzten sieben Begegnungen in München gingen aber allesamt an den Rekordmeister. Und alleine die Tatsache, dass Mario Gomez mit 17 Saisontoren mehr Treffer erzielt hat als der FCK insgesamt (15), belegt die ganze Lauterer Offensivmisere. Außer auf Wagner und Shechter, mit drei Treffern Lauterns Torgefährlichster, werden die Hoffnungen am Samstag auch auf Neuzugang  Nicolai Jörgensen ruhen, der erneut im linken Mittelfeld spielen wird. Ein Tor am Samstag hätte zudem historische Dimensionen: Es wäre der 100. FCK-Treffer gegen die Bayern in der Bundesligageschichte.

Kurz bestreitet „Torallergie“ und hofft auf Achtungserfolg

Im kicker unterstrich Kurz, dass er an baldige Treffer seiner Elf glaubt und ließ wissen: „Wir haben keine Torallergie.“ Dass die „roten Teufel“ dennoch als klarer Außenseiter in die Begegnung gehen, scheint dem 42-Jährigen aber klar. Dennoch hofft der FCK-Coach auf einen Achtungserfolg, wie beim 1:1 in Dortmund: „Wir werden nicht ehrfürchtig sein und uns gut präsentieren“, kündigte Kurz an. Rechtsverteidiger Florian Dick sieht in der Rolle als Underdog sogar einen möglichen Vorteil: „Keiner erwartet etwas von uns, wir haben also nicht viel zu verlieren. Das kann und muss unser Vorteil sein“, so Dick auf der Pressekonferenz.

Was meint ihr? Kann der FCK die Bayern am Samstag ärgern?



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Team-News
Kader
1Manuel NeuerTor
13RafinhaMittelfeld
17Jerome BoatengAbwehr
21Philipp LahmAbwehr
28Holger BadstuberAbwehr
7Franck RibéryMittelfeld
27David AlabaMittelfeld
30Luiz Gustavo DiasMittelfeld
39Toni KroosMittelfeld
25Thomas MüllerAngriff
33Mario GomezAngriff
22Hans-Jörg ButtTor
10Arjen RobbenMittelfeld
14Takashi UsamiMittelfeld
23Danijel PranjicMittelfeld
44Anatoliy TymoshchukMittelfeld
9Nils PetersenAngriff
11Ivica OlicAngriff
Das Duell
Franck Ribéry
Franck Ribéry
Position: Mittelfeld
Trikotnummer: 7
Spiele Tore GK RK
32 12 6 1
Auf den quirligen Franzose ist Verlass in dieser Saison. Ribery spielt groß auf wie in seiner ersten Saison für die Bayern 2007 und wird von Leon Jessen alleine kaum zu halten sein.
Kevin Trapp
Kevin Trapp
Position: Tor
Trikotnummer: 29
Spiele Tore GK RK
23 0 1 0
Mit starken Leistungen hat Lauterns Schlussmann Begehrlichkeiten geweckt: Neben dem HSV hatten auch die Bayern schon Interesse signalisiert, den 21-Jährigen als Nummer Zwei zu verpflichten. Spielt er am Samstag vor?
Der Tipp
Eine klare Sache für den Rekordmeister, der sich für die Aufholjagd warmschießt. Die Gäste hingegen bleiben auch im elften Spiel hintereinander ohne Sieg und fahren torlos nach Hause.
Der Goal.com-Tipp
Bayern 3
Match-Zentrale
 
Top-Torjäger
Spieler   Tore Elfmeter
Klaas-Jan Huntelaar Klaas-Jan Huntelaar
Angriff
Schalke
29 6
Mario Gomez Mario Gomez
Angriff
Bayern
26 4
Robert  Lewandowski Robert Lewandowski
Angriff
Dortmund
22 0
Lukas Podolski Lukas Podolski
Angriff
1. FC Köln
18 3
Claudio Pizarro Claudio Pizarro
Angriff
Werder Bremen
18 2