Abpfiff
Dezember 3, 2011 3:30 nachm. CET
Fritz-Walter-Stadion — Kaiserslautern
Schiedsrichter:‬ M. Weiner‎
Zuschauer:‬ 36856‎
 

Wiedergutmachung nach „schlechtester Saisonleistung“? Der FC Kaiserslautern empfängt Hertha BSC

Gegen die auswärtsstarken Berliner will Lautern die Scharte von Nürnberg auswetzen. Gleichzeitig ist die Partie das Vorspiel zur DFB-Pokal-Begegnung beider Teams in 18 Tagen.

Von Martin Ernst

Markus Babbel war nach der Niederlage in Bremen bedient
Getty Images
Kaiserslautern. Brennt am Samstag der Betze? Am 15. Spieltag empfängt der 1. FC Kaiserslautern die Berliner Hertha im Fritz-Walter-Stadion. Und für die Pfälzer gibt es eine Menge gut zu machen. Nach dem saft- und kraftlosen Auftritt beim 0:1 in Nürnberg kann das Ziel für die roten Teufel nur lauten: Rehabilitation, vor allem auf dem Betzenberg, vor dem eigenen Anhang. Die Hauptstädter könnten aber ein unangenehmer Gegner sein: Von den letzten sieben Partien gegen die Hertha konnte Lautern nur eine gewinnen.

Wiedergutmachung nach der „schlechtesten Saisonleistung“


Vor allem die Art und Weise, wie der FCK in Nürnberg enttäuschte, hat für Unmut gesorgt. Hatten die roten Teufel zuletzt einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, machten sie in Nürnberg wieder zwei Schritte zurück. Auch in spielerischer Hinsicht: Gegen die Franken blieb Lautern ohne einen einzigen Torschuss. Wieder einmal zeigte sich die Offensive als die schwächste der Liga (nur 10 Treffer). „Der Club war uns in allen Belangen überlegen“, erklärt FCK-Trainer Marco Kurz nach der Niederlage. Kapitän Martin Amedick sprach gar von der „schlechtesten Saisonleistung“ der Mannschaft.

FCK wieder im 4-2-3-1? Dick und Sukuta-Pasu wieder fit!


Lag es auch an der taktischen Ausrichtung? Mittelfeldmotor Christian Tiffert plädiert unter der Woche im kicker für eine Rückkehr zum 4-2-3-1, mit nur einer Spitze. Nach seinem Totalausfall in Nürnberg würde das für Itay Shechter wieder die Bank bedeuten. Dafür könnte Konstaninos Fortounis in die offensive Dreierreihe neben Sahan und Tiffert rücken. Eine weitere Option wäre der von einer Grippe wiedergenesene Richard Sukuta-Pasu. In der Defensive wird Florian Dick nach abgesessener Gelbsperre wieder als Rechtsverteidiger auflaufen, auf Links könnte Leon Jessen Bugera verdrängen. Auch eine Rückkehr von Innenverteidiger Rodnei ist im Bereich des Möglichen. Eine interessante Trivia: Der Brasilianer begann in der Hauptstadt während der Rückrunde 2008/09 einst seine Bundesligakarriere.

Tiffert und Kurz erwarten umkämpfte Partie

Regisseur Tiffert, der zuletzt vor allem fehlende Grundaggressivität bemängelte, ist zuversichtlich, dass seine Elf gegen die Hertha eine Reaktion zeigt: „Ich erwarte ein kampfbetontes und hartumkämpftes Spiel mit vielen Zweikämpfen. Hertha ist im Moment gut drauf, das macht es für uns nicht einfacher. Wir haben unsere Fans im Rücken, das muss uns helfen. Dafür müssen wir aber auch die entsprechende Leistung auf dem Platz bringen“, so 30-Jährige. Von Coach Marco Kurz ließ sich ähnliches vernehmen: „Das Nürnberg-Spiel hat uns wütend gemacht, diese Wut müssen wir nun auf dem Platz in Leistung umsetzen“, forderte der Übungsleiter der Pfälzer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.



Sorgt das Thema Vertragsverlängerung für Unruhe im Team?

Die Herthaner treiben derzeit ganz andere Sorgen um. In spielerischer und kämpferischer Hinsicht lief es zuletzt nicht unbedingt schlecht, auch die Bilanz (vier Siege, sechs Unentschieden, vier Niederlagen, Tabellenplatz zehn) ist für einen Aufsteiger vorzeigbar. Stattdessen sorgte die ausbleibende Vertragsverlängerung von Trainer Markus Babbel am Montag auf einer Mitgliederversammlung für Verwirrung. Immerhin läuft Babbels Vertrag im Sommer 2012 aus. Die Vereinsführung um Manager Michael Preetz drängt auf eine Fortführung der Zusammenarbeit, eine Entscheidung wird aber definitiv erst in der Winterpause fallen. Bleibt abzuwarten, ob das Thema auch Auswirkungen auf das Spiel der Mannschaft hat.

Ramos kehrt zurück, lediglich Hubnik fraglich

Gegen Lautern steht Babbel der komplette Kader zur Verfügung, Veränderungen sind allerdings kaum zu erwarten. Lediglich Adrian Ramos wird nach seinem Ausfall gegen Leverkusen wohl wieder zurückkehren – auf den linken Flügel, denn nach seinem Doppelpack gegen die Werkself dürfte Pierre-Michel Lasogga der Platz in der Spitze sicher sein. Kommt Ramos, ist Rukavytsya der erste Kandidat für die Bank. Ansonsten steht nur hinter Innenverteidiger Roman Hubnik, der am Mittwoch das Training vorzeitig beendete, noch ein kleines Fragezeichen.

Hertha: Zweimal in Folge eine Zwei-Tore-Führung verspielt


Auswärtsreisen gehören zwar zur Stärke der Herthaner, dafür gaben die letzten beiden Spiele gegen Freiburg und Leverkusen Anlass zu Bedenken, als die Hauptstädter beide Male eine Zwei-Tore-Führung nicht in einen Sieg ummünzen konnten. Dreimal in Folge ist das noch keinem Bundesligisten passiert. Insgesamt hat die Hertha in dieser Spielzeit bereits fünf Führungen verspielt. Deswegen fordert Babbel mehr mit Erfolgsgier gepaarte Wachsamkeit: „Es muss Alarmstufe Rot herrschen, sobald der Ball über die Mittellinie kommt. Wir müssen frühzeitig erkennen, dass es gefährlich werden könnte“, so Babbel im Berliner Tagesspiegel. Als zweite Lösung schlug Kapitän Andre Mijatovic kurzerhand vor, „erst in der zweiten Halbzeit zwei Tore machen.“

In 18 Tagen folgt das nächste Aufeinandertreffen


Gleichzeitig ist die Bundesliga-Partie zwischen beiden Mannschaften ein erster Testlauf. Beide Teams treffen 18 Tage nach dem 15. Spieltag erneut aufeinander: Am 21. Dezember reisen die roten Teufel nach Berlin, um dort das Achtelfinale des DFB-Pokals zu bestreiten. Auch wenn die Hertha gegen kein anderes Team so oft gewann wie gegen die Pfälzer (23 Mal): Insgesamt ist die Bilanz zwischen beiden Mannschaften ausgeglichen. 23 Siege stehen für Berlin zu Buche, 21 für die Lauterer. Ein Remis gab es „nur“ sechs Mal.

Eure Meinung? Wer setzt sich durch, Lautern oder Hertha?

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Team-News
Kader
Das Duell
Kevin Trapp
Kevin Trapp
Position: Tor
Trikotnummer: 29
Spiele Tore GK RK
23 0 1 0
Unter der Woche wurde Trapp durch das Interesse der Bayern geadelt. Gegen die indiviuelle Klasse der Berliner Offensive ist Lauterns Schlussmann gefordert - und hat die Chance, die Aufmerksamkeit der Rekordmeisters zu rechtfertigen.
Pierre-Michel Lasogga
Pierre-Michel Lasogga
Position: Angriff
Trikotnummer: 19
Spiele Tore GK RK
31 8 4 0
Spätestens mit dem Doppelpack gegen Leverkusen ist Herthas Youngster in der Bundesliga angekommen. Gegen Lautern kann Lasogga nachlegen und aus einem einem guten einen sehr guten Liga-Einstand machen.
Der Tipp
Die Hausherren treten auf dem Betze formverbessert und zweikampfstark auf, können das Berliner Konterspiel aber nicht gänzlich unterbinden: Eine leitsungsgerechte Punkteteilung, die Lautern in der Tabelle nicht wirklich weiterbringt.
Der Goal.com-Tipp
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Schalke
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Mario Gomez Mario Gomez
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Bayern
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Dortmund
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Lukas Podolski Lukas Podolski
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1. FC Köln
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Claudio Pizarro Claudio Pizarro
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Werder Bremen
18 2