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Juli 30, 2011 3:30 nachm. CEST
 
 
 

Mit Mühe weiter: Hamburg schlägt mutige Oldenburger knapp

Die Hanseaten hatten ihre Probleme mit der beherzten Leistung des Oberligisten. Am Ende machten die individuelle Klasse und die Kondition den größten Unterschied.

Von Michael Scharsig

Gökhan Töre stürmt für den HSV
Bongarts
Oldenburg. Fast wäre der Hamburger SV im DFB-Pokal über den, in der fünften Liga spielenden VfB Oldenburg gestolpert. Mladen Petric erlöste das Team von Michael Oenning in der zweiten Hälfte.

Oldenburg ohne Respekt

In den ersten Minuten waren beide Mannschaften vor allem physisch und zweikampftechnisch auf Augenhöhe. Der Hamburger SV baute aber viel Druck auf und versuchte es immer wieder über außen. Für die erste gefährlichere Chance sorgte Dennis Aogo (14.) mit einem Distanzschuss. Im Gegenzug fiel fast der Führungstreffer nachdem Nick Köster Mehmet Ari mit einem Steilpass durch die HSV-Abwehr bediente, dieser nur an Keeper Jaroslav Drobny scheiterte. Der Tscheche sprang noch rechtzeitig dazwischen.

Westermann und Ferrulli im Mittelpunkt

Nach zwanzig Minuten wurde das Spiel etwas unruhiger. Zuerst sah David Jarolim sah Gelb nach einem unnötigen taktischen Foul, kurz darauf wurde der Oldenburger Sebastian Ferrulli wegen einer klaren Schwalbe verwarnt. Auch Dennis Diekmeier sah den gelben Karton nach Reklamieren. In der 25. Minute war es dann HSV-Kapitän Heiko Westermann der nach einer Freistoßflanke von Dennis Aogo den Ball ins kurze Ecke köpfte. Wenig später fiel der Nationalspieler wieder auf, dieses Mal aber negativ: Oldenburgs Ferrulli tauchte nach einer Flanke aus Westermanns Windschatten auf, ergatterte sich den Ball und tunnelte HSV-Keeper Drobny – der Ausgleich (33.).

Fast Platzverweis für Ferrulli

Oldenburgs Stürmer fiel in der 37. Minute abermals auf, als er am Boden liegend nach dem Ball griff und in letzter Sekunde zurückzog. Schiedsrichter Peter Gagelmann gab ihm bereits nach seiner Schwalbe und einem weiteren schweren Foul zu verstehen, dass er sich zurücknehmen müsse. Bis zur Halbzeit bleib es beim Unentschieden, dass bis dato in Ordnung ging. Der Hamburger SV hatte zwar das Torchancenplus auf seiner Seite, mit den beherzten Zweikämpfen und mutigen Antritten der Oldenburger aber große Probleme.

Rangelei zwischen Son und Löhmannsröben

Die zweite Halbzeit wurde nicht langweiliger. Aogos erneuter Distanzschuss (48.) flog knapp über das rechte Lattenkreuz. Kurz darauf gerieten Son und Löhmannsröben aneinander - der Oldenburger sah Gelb, weil er einen Kopfstoß gegen Son andeutete. Oldenburg ließ nicht nach und teilte sich mit den Hamburger das Chancenverhältnis. Während Fidan (61.) völlig unbedrängt zum Kopfball kam und die Führung auf dem Kopf hatte, vergab wenig später auf der anderen Seite Petric eine hochprozentige.

Schiri-Fehler bei Petric-Tor

Kurios wurde es in der 67. Minute, als Oldenburgs Littmann mit dem eigenen Keeper Meyer zusammenrasselte und Mladen Petric abstauben konnte. Schiedsrichter Gagelmann pfiff das Tor ab und sah ein Foul des Kroaten am Oldenburger Torhüter. Eine Zeit lang ging es hin und her. Als Burdenski Aogo überlistete und in den Strafraum der Hamburger flankte, kam Falumjan frei zum Kopfball, weil Westermann sich erneut verschätzte. Nach einem tollen Pass von David Jarolim erlöste Petric seine Mannschaft (71.) und schob freistehend den Ball an Meyer vorbei.

Oldenburg geht die Luft aus

In der letzten Viertelstunde spielte der HSV seine individuelle Überlegenheit runter, auch weil dem Fünftligisten zum Ende hin die Puste aus ging. Kämpferisch und auch spielerisch hat sich das Team aus der Oberliga nichts vorzuwerfen. Auf Seiten des HSV überzeugte vor allem David Jarolim, beim Underdog gefielen Köster, Meyer und Ferrulli.

Eure Meinung: Wie weit kommt der HSV beim diesjährigen DFB-Pokal?


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